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Inklusion beginnt im Kopf


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Projekttag "Inklusion"

„Gemeinsam barrierefrei“ lautete das Motto des „Inklusionstages“ für städtische Nachwuchskräfte, der Anfang Dezember zum dritten Mal in Folge im Aus-und Fortbildungszentrum AFZ in der Ruppertstraße stattfand. In diesem Jahr war mit 500 die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besonders hoch. Sie kamen aus allen Studien- und Ausbildungsrichtungen des Jahrgangs 2015/18.


Eine Projektgruppe aus zehn Nachwuchskräften der Laufbahnen Verwaltungsfachangestellte und Bachelor of Laws war in den sechs Wochen vor dem Aktionstag mit dessen Vorbereitungen beschäftigt. In dieser Zeit wuchs die Gruppe als Team zusammen, um dem Thema Inklusion gemeinsam näherzukommen und sich zu überlegen, wie man es wohl am besten an andere vermitteln könnte. Während dieses Prozesses wurde allen klar, dass Inklusion nicht nur auf Papier bestehen, sondern vor allem in den Köpfen einen Platz einnehmen sollte. Bei der Planung der Workshops war es daher ein wichtiges Ziel, Vorbehalte und Ängste zu nehmen und Barrieren in den Köpfen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abzubauen. Es sollte vor allem ein Tag zum Mitmachen sein, der zeigt, dass Inklusion kein Expertenthema ist, sondern eines, das Jede und Jeder umsetzen kann.

Um zu veranschaulichen, wie Inklusion innerhalb der Landeshauptstadt München wahrgenommen und gefördert wird, führte die Projektgruppe Interviews mit Persönlichkeiten der Stadtverwaltung, die sich durch ihre Nähe zu diesem Thema auszeichnen. Hierzu gehörten Herr Utz (Behindertenbeauftragter der Stadt München), Frau Schiwy (Sozialreferentin), Herr Dietl-Dinev (stellvertretender Vorsitzender des Gesamtpersonalrats) und Herr Dr. Dietrich (Personal- und Organisationsreferent). Die große Teilnahmebereitschaft dieser Personen verdeutlichte, dass das Thema Inklusion bei der Stadt München ernst genommen wird und in einem aktiven Prozess umgesetzt wird. In den Interviews wurde deutlich, dass Inklusion neu gedacht werden muss, damit die Zugehörigkeit der Menschen mit Behinderung innerhalb des gesellschaftlichen Lebens etwas ganz Selbstverständliches wird. Der Inklusionstag stand dieses Jahr somit auch im Kontext des 1. Aktionsplans „München wird inklusiv“ zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Blindenparkour  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Verschiedene Workshops für die Nachwuchskräfte

Die Interviews (festgehalten auf Video) bildeten den Auftakt der Veranstaltung. Im Anschluss hatten alle Nachwuchskräfte die Gelegenheit, in den Räumen des Aus- und Fortbildungszentrums zehn Workshops zu entdecken. Von der Simulation einer schweren Sehbehinderung über die Fahrt im Rollstuhl bis zum Erraten von Alltagsgeräuschen war alles dabei, das dazu beitrug, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein besseres Verständnis von einem Leben mit Behinderung entwickeln. Besonders das Entziffern eines Gedichts durch das Lesen von Blindenschrift stieß auf großes Interesse.

Projekt-Poster  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Gemeinsames Plakat als Abschluss eines interessanten Tages

Ein Gemeinschaftsprojekt sollte als anschauliches Resultat des Aktionstages dienen. Es fand in Form eines kreativen Workshops statt. Alle Nachwuchskräfte wurden gebeten, ein Plakat mit bunten Zeichnungen und Sprüchen zu befüllen, die zur Frage „Was bedeutet Inklusion für Dich persönlich?“ auf Papier gebracht wurden. Dies durfte jedoch nicht auf gewohnte Art und Weise, sondern lediglich mit der schwachen Hand oder dem Mund gemacht werden. Das Ergebnis spricht für sich und kann in einem der Seminarräume des AFZ bestaunt werden.

Dank der zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer gelang trotz der hohen Anzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein reibungsloser Ablauf. Insgesamt gab es fünf Durchgänge mit jeweils 100 Nachwuchskräften. Alle Beteiligten verhielten sich vorbildlich und ermöglichten einen erfolgreichen Tag, mit dem auch Frau Wimmer-Ernst, die koordinative Leitung der Projektgruppe des Inklusionstages und Seminarleitung der Schulungsreihe „Vielfalt schlägt Einfalt“, sehr zufrieden war.

Eine Auswertung der Feedback-Bögen steht noch aus. Jedoch zeigen die positiven Rückmeldungen aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und aller Verantwortlichen, dass der Tag zum Nachdenken angeregt hat. Das Projektteam hofft, einen Beitrag zum Inklusionsprozess geleistet zu haben und wünscht den Organisatoren für das kommende Jahr viel Erfolg!