Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

"Eine beruflich attraktive Laufbahn, die zur familiären Situation passt"


Dr. Saskia Sties  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Statement von Dr. Saskia Sties: Meine Arbeit als Juristin bei der Stadt

Bevor ich als Juristin in der Referatsleitung der Stadtkämmerei angefangen habe, war ich schon sechs Jahre als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Bilanz- und Steuerwesen in einer Wirtschaftsrechtskanzlei tätig. Dass ich mich neben der „klassischen“ Rechtsberatung auch mit den Themen Bilanzierung und Jahresabschlussprüfung beschäftige, ist darauf zurückzuführen, dass mich der interdisziplinäre Ansatz einer Rechtsberatung unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten sehr reizt; ich würde mich selbst daher als "Zahlenmensch" bezeichnen.

Konkret hat mich die Ausschreibung für eine Juristenstelle in der Stadtkämmerei und besonders die damit verbundene Nähe zu Zahlen angesprochen. Nachdem ich mehrere Jahre in der Mittelstandsberatung gearbeitet habe, war auch der Aspekt der Bürger- und Gemeinwohlorientierung, den die Tätigkeit des Verwaltungsjuristen bietet, ausschlaggebend für mich und Motivation für meine Bewerbung.

Zu meinen täglichen Aufgaben gehört vorrangig die Bearbeitung sämtlicher Rechtsangelegenheiten, die im Bereich der Referatsleitung anfallen. Das Themenfeld ist sehr vielseitig, da es die zentralen Rechtsgebiete des Finanzreferats einer Kommune umfasst: das kommunale Haushalts-, Abgaben- und Gebührenrecht. Ergänzt wird dies um Fragestellungen aus dem allgemeinen Zivilrecht, dem Handels- und Gesellschaftsrecht sowie dem Steuer- und Europarecht. Ich bin dabei überwiegend beratend tätig, d.h. ich fertige Stellungnahmen und Rechtsgutachten, bspw. zu Stadtratsvorlagen, die den städtischen Haushalt betreffen. Bei Bedarf würde auch die forensische Tätigkeit zu meiner Aufgabenstellung gehören, etwa in Verfahren der Stadtkämmerei gegenüber der Finanzverwaltung. Referatsübergreifende Themen behandeln wir in interdisziplinären Arbeitsgruppen. Spannend ist auch die Mitarbeit bei Großprojekten mit stadtweiter Bedeutung, da die Komplexität derartiger Projekte eine neue Herausforderung für mich darstellt, die auch viel Raum für eine konzeptionelle Denkweise bietet.

Nach dem Wechsel zur Landeshauptstadt konnte ich feststellen, dass meine Kenntnisse aus meiner früheren Tätigkeit durchaus nützlich sind, etwa bei der Bearbeitung von gesellschafts- und steuerrechtlichen Fragestellungen, die sich bei den städtischen Beteiligungen ergeben. Allerdings muss die juristische Begutachtung hier auch das Kommunal- und das Haushaltsrecht sowie europarechtliche Vorgaben berücksichtigen. So steht bei der Finanzierung einer Tochtergesellschaft die Klärung der Frage, ob die angedachte Maßnahme in Anwendung des europäischen Beihilferechts überhaupt zulässig ist, an erster Stelle. Bei den zuletzt genannten Rechtsgebieten, mit denen ich seit Ende des Referendariats kaum mehr in Berührung gekommen war, bestand für mich zunächst ein Nachholbedarf, den ich jedoch durch die konstruktive Unterstützung meiner Kollegen schnell beheben konnte.

Als Mutter von zwei kleinen Kindern bin ich sehr froh darüber, dass ich derzeit in Teilzeit arbeiten kann, und dass die Stadt München als Arbeitgeberin flexible Arbeitszeiten ermöglicht. Denn neben den inhaltlichen Aspekten war die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein weiterer Motivationsgrund, mich für die ausgeschriebene Stelle zu bewerben. Die Chance, langfristig eine beruflich attraktive Laufbahn einschlagen zu können, die zu meiner familiären Situation passt, hat sich für mich voll realisiert.

<< zurück <<