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"Endlich aktiv mitgestalten"


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Statement von Petra Weber: Meine Arbeit als Juristin bei der Stadt

Nach meiner Zweiten Staatsprüfung im Jahr 2010 habe ich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn in einer Großkanzlei als Rechtsanwältin gearbeitet. Dort war ich auf dem Gebiet des Gesellschafts- und Kapitalmarktrechts tätig. Die Möglichkeiten des selbständigen Arbeitens waren als Berufseinsteiger sehr begrenzt und auch die Arbeitszeiten korrespondierten auf Dauer nicht mit meinem Wunsch nach einem Feierabend zu den gewöhnlichen Geschäftsöffnungszeiten. Daher habe ich nach einer größeren Organisation gesucht, die neben einem umfangreichen, nicht ausschließlich juristischen Aufgabenspektrum auch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Auch die Möglichkeit, meine Arbeitszeit flexibel einzuteilen, war mir wichtig. Für die Landeshauptstadt München als Arbeitgeberin habe ich mich letztendlich entschieden, weil das Angebot an unterschiedlichen Rechtsgebieten nirgendwo größer ist und ein Wechsel zwischen den Dienststellen vom Personalreferat unterstützt wird. Außerdem reizte mich die Vorstellung, die Stadt mitzugestalten, in der ich lebe.

Seit einem Jahr bin ich nun bei der Landeshauptstadt im Baureferat tätig und wurde dort im Zuge einer Umorganisation bereits nach wenigen Wochen Leiterin des Sachgebiets „Erschließung“. In meinem Bewerbungsgespräch hatte ich mein generelles Interesse bekundet, irgendwann auch Führungsaufgaben übernehmen zu wollen. Die derart schnelle Umsetzung war auch für mich überraschend. Sie illustriert aber, dass die propagierten Entwicklungsmöglichkeiten bei der Landeshauptstadt keine leeren Versprechungen sind und es durchaus möglich ist, schnell Verantwortung zu übernehmen.

In „meinem“ Sachgebiet bin ich für die Beantwortung aller rechtlichen Fragen des Erschließungs- und Erschließungsbeitragsrechts und für die Vertretung der Stadt vor Gericht zuständig. Die Rolle der Leiterin eines Sachgebiets mit knapp 30 Mitarbeitern bringt es zudem mit sich, dass immer wieder neue Herausforderungen auf mich warten. Der Arbeitsalltag bietet täglich abwechslungsreiche Beschäftigungen.

Das Augenmerk des Sachgebiets liegt auf der Refinanzierung von Erschließungsanlagen, also auf der Refinanzierung von Straßen, Wegen und Plätzen, die die Stadt München baut. Dies erfolgt zum einen durch den Erlass von Beitragsbescheiden und zum anderen durch den Abschluss von städtebaulichen Verträgen, die meist in Erschließungsverträge münden.

Im Vorfeld der Vertragsabschlüsse, die mit verschiedensten Investoren eingegangen werden, arbeite ich eng mit Juristen aus anderen Referaten wie dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung und dem Kommunalreferat zusammen. Außerdem darf ich das Baureferat in der referatsübergreifenden Arbeitsgruppe „Sozialgerechte Bodennutzung“ vertreten, in der die Weichen der städtebaulichen Planung gestellt werden. In diesem Gremium wird dafür gesorgt, dass die Planungsbegünstigten sich an den Folgekosten der Planung beteiligen und zudem Raum für sozial geförderten Wohnungsbau schaffen. Juristen und Planer aus dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung, dem Kommunalreferat, der Stadtkämmerei, dem Referat für Bildung und Sport, dem Referat für Arbeit und Wirtschaft und dem Baureferat arbeiten dort die rechtlichen Vorgaben für städtebauliche Verträge gemeinsam aus und bestimmen somit die urbane Veränderung der Stadt mit. Es ist für mich sehr reizvoll, so nah und unmittelbar an der Entwicklung Münchens beteiligt zu sein. Außerdem ist es motivierend, immer wieder in Natura zu sehen, dass ich an der einen oder anderen baulichen Maßnahme der Stadt in verschiedener Weise mitgewirkt habe.

Besonders interessant war für mich zudem die Neuorganisation des Sachgebiets, das ich mittlerweile leite. Vom ersten Tag an war ich in den Entscheidungsprozess voll einbezogen und hatte so die Möglichkeit, maßgeblich an der Neugestaltung mitzuwirken.

Meine Tätigkeit ist auch nach einem Jahr immer wieder eine Herausforderung, aber ich wurde in der Vergangenheit durch meinen Vorgesetzten und das Seminarangebot der Stadt sehr gut unterstützt. Die Stadt bietet für neue Führungskräfte eine Fortbildungsreihe an, die uns im Führungsalltag begleitet. Die Teilnehmer setzen sich aus allen Referaten zusammen. Zu den Seminarinhalten zählten u. a. die Arbeit im Team, der Umgang mit Konflikten und die Ausfüllung der eigenen Führungsrolle.

Der Wechsel zur Landeshauptstadt München war für mich der richtige Schritt. Die fachlich anspruchsvolle Tätigkeit der Großkanzlei ist mir erhalten geblieben und darüber hinaus habe ich jetzt die Möglichkeit, aktiv auf Entscheidungsprozesse Einfluss zu nehmen. Nicht zuletzt ist meine Erwartung, dass sich fordernde juristische Tätigkeit und humane Arbeitszeiten nicht ausschließen müssen, erfüllt worden.

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