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"Vom Juristen zur Führungskraft"


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Statement von Stephan Westermaier: Meine Arbeit als Jurist bei der Stadt

Ich begann nach meinen beiden juristischen Staatsexamen in Bonn und München im Mai 2001 meine berufliche Laufbahn in der Rechtsabteilung des Personal- und Organisationsreferats der Stadt München. Dort befasste ich mich mit juristischen Fragestellungen aus allen Bereichen des Dienst- und Arbeitsrechts. Ich vertrat die Stadt München in personalrechtlichen Angelegenheiten vor Gericht. Auch das Europarecht spielte unter dem Gesichtspunkt der europäischen Arbeitszeitrichtlinie eine wichtige Rolle in meinem Arbeitsalltag. Zudem beteiligte ich mich zusammen mit Kolleginnen und Kollegen am Aufbau der städtischen Antikorruptionsstelle. Wir entwickelten in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München stadtweite Konzepte für Korruptionsprävention, die in den verschiedenen Referaten umgesetzt wurden. Von Anfang an begeisterten mich die Vielfalt der Aufgaben und die Möglichkeit, die Stadtpolitik mitzugestalten.

Nach drei Jahren wechselte ich in das Büro der Referatsleitung des Personal- und Organisationsreferats als persönlicher Mitarbeiter des Referenten Dr. Thomas Böhle. Dabei handelt es sich um eine Schnittstellen- und Koordinierungsfunktion: Die zentralen Themen aller Abteilungen des Referats mit ca. 600 Beschäftigten gehen in der Regel vor Befassung des Referenten zunächst über den Tisch des persönlichen Mitarbeiters. Dazu gehören auch die Angelegenheiten des Stadtrats, die das Referat betreffen. Ich stimmte die Themen nicht nur unter juristischen, sondern auch unter verfahrensökonomischen und wirtschaftlichen Aspekten ab.

So gewann ich einen umfassenden, spannenden Einblick in das große Spektrum der Aufgaben des Personal- und Organisationsreferats. Außerdem lernte ich den Alltag von Führungskräften der obersten Managementebene kennen.

Dabei wuchs auch mein Interesse, selbst Führungsverantwortung zu übernehmen. Deswegen nahm ich an einem 1 1/2-tägigen Assessment-Center zur Potenzialerkennung teil. Ich qualifizierte mich zur Teilnahme am städtischen Kurs für Nachwuchsführungskräfte. In dieser über einjährigen, von der Stadt München konzipierten und finanzierten Kursreihe, besuchte ich zahlreiche Seminare in und außerhalb Münchens. Ich befasste mich mit Führungsthemen, wie Projektmanagement, Moderation und Konfliktfähigkeit. Gleichzeitig vernetzte ich mich mit vielen zukünftigen Führungskräften anderer Referate. Diese Kontakte bieten nützliche Chancen zur kollegialen Beratung im Führungsalltag.

Nach Abschluss der Kursreihe bewarb ich mich Ende 2007 erfolgreich als stellvertretender Abteilungsleiter im Bereich Personalentwicklung. In der Abteilung arbeiten über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als Führungskraft bringe ich mich hier maßgeblich bei der Weiterentwicklung und Einführung neuer Instrumente im innovativen Bereich des Personalmanagements ein.

Fragt mich jemand, ob ich wieder zur Stadtverwaltung München gehen würde, meine Antwort wäre ja – es macht Spaß für die Stadt zu arbeiten, in der ich gerne lebe.

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