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Erasmus-Grasser-Preisträger 2015


"Handwerk unverzichtbar bei der Ausbildung"

Josef Schmid, Bürgermeister und Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, hat vier Münchner Handwerksbetriebe und einen Ausbilder für ihr besonderes Engagement in der beruflichen Bildung von Jugendlichen mit dem Erasmus-Grasser-Preis 2015 ausgezeichnet. Wir stellen Ihnen die Preisträger vor.

Josef Schmid: "Das Handwerk ist für uns unverzichtbar bei der Ausbildung von Fachkräften und der Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt. Ausbildung garantiert den persönlichen Erfolg im Berufsleben ebenso wie den Erfolg des Wirtschaftsstandorts insgesamt. Deshalb würdigt die Stadt das Engagement von Handwerksbetrieben und ihren Ausbildenden mit einem eigenen Preis."

Ausbilder Siegfried Bothur

Herrn Bothur wurde in Abwesenheit der Preis verliehen. Herr Bothur ist seit dem Jahr 2000 als Ausbilder in der Schuhmacher-Werkstatt im Berufsbildungswerk München beschäftigt. Dort hat er für hörgeschädigte Jugendliche den Ausbildungsberuf im Orthopädieschuhmacherhandwerk etabliert. Bislang handelt es sich bundesweit um die einzige Einrichtung dieser Art für gehörlose und schwerhörige Menschen. Herr Bothurs langjähriger persönlicher Einsatz hat zahlreiche Innovationen in der Ausbildung junger Menschen mit Hörschädigungen auf den Weg gebracht, wie zum Beispiel eine berufsspezifische Online-Plattform für Gehörlose.

Erasmus-Grasser-Preisträger 2015: Maximilian Heiden  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Marion Vogel

Juwelier Heiden

Juwelier Heiden zählt zu Münchens ältesten Ausbildungsbetrieben - seit 1831 bildet er junge Menschen aus. Der Betrieb bildet nicht nur schon sehr lange und kontinuierlich aus, sondern auch in sehr hoher Qualität. Mehrere Kammersieger im Leistungswettbewerb des Handwerks haben ihren Beruf bei Juwelier Heiden erlernt.

Erasmus-Grasser-Preisträger 2015: Daniel Hagl  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Marion Vogel

Mauerer Öko Bäckerei Konditorei GmbH

In der Mauerer Öko Bäckerei Konditorei GmbH erhalten regelmäßig auch Jugendliche ohne Schulabschluss oder mit Problemen im sozialen Umfeld einen Ausbildungsplatz. Im Jahre 1898 gegründet, stellt das Familienunternehmen seit 117 Jahren und in fünfter Generation Backwaren her und bildet Bäcker selbst aus. Auch engagiert sich der Betrieb sehr stark in der Berufsorientierung an Schulen und beteiligt sich an Ausbildungsmessen.

Erasmus-Grasser-Preisträger 2015: Florian Schmid, Markus Lorenz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Marion Vogel

Schreinerei Lorenz + Schmid GmbH

Die Schreinerei Lorenz + Schmid verfügt mit rund 30 Praktikumsplätzen im Jahr über ein umfangreiches Angebot und spricht auch Flüchtlinge an: Über ein Praktikum kam zum Beispiel ein junger afghanischer Flüchtling zur Schreinerei, der aktuell das Berufsgrundschuljahr absolviert, um anschließend in der Schreinerei Lorenz + Schmid seine Ausbildung zum Schreiner aufzunehmen. Das Motto der Schreinerei lautet: Nachwuchs ist immer erwünscht. Schulabschlüsse spielen dabei nur eine sekundäre Rolle, der soziale Aspekt und freundschaftliche Umgang dafür eine umso größere im jungen Team, das einem Familienbetrieb gleicht.

Erasmus-Grasser-Preisträger 2015: Wilhelm Zinoni  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Marion Vogel

Zinoni München Heizungsbau GmbH

Seit 1946 wurden in der Firma Zinoni 200 junge Menschen erfolgreich ausgebildet. Der Betrieb gibt immer wieder auch Quereinsteigern und Lehrstellenwechslern eine Chance und unterstützt seine Lehrlinge auch bei privaten Problemen oder bei der Wohnungssuche. Der Geschäftsführer Wilhelm Zinoni ist ehrenamtlich als Obermeister der Innung tätig.