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Phönix Preisträger 2019


Gruppenfoto Phönix Preisträger 2019  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
10 Jahre PhönixPreis
© Marion Vogel

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Zum zehnten Mal verlieh die Stadt München am 3. Dezember den PhönixPreis. Bürgermeister Manuel Pretzl überreichte den fünf Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund den Preis vor 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Alten Rathaus.

Fünf Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund haben in einem Festakt den PhönixPreis der Landeshauptstadt München erhalten. Mittlerweile sind es bereits 38 Unternehmerpersönlichkeiten, die mit dem PhönixPreis ausgezeichnet wurden.

Der Münchner Wirtschaftspreis für Migrantenunternehmen wird in den Kategorien Gründungsunternehmen und etablierte Unternehmen vergeben. Der Preis würdigt herausragende wirtschaftliche Leistungen sowie das gesellschaftliche und soziale Engagement von Migrantinnen und Migranten. Zu den Gewinnern gehören: Qolware GmbH, TOD'S Deutschland GmbH, ENC Elektronetzwerktechnik Chrimpakis GmbH & Co. KG, Made in Portugal & Brasil und AJM Kfz-Service GmbH.

Die Resonanz auf die Ausschreibung des PhönixPreises war auch 2019 anhaltend hoch. 40 Bewerbungen aus 17 verschiedenen ethnischen Gruppen sind dieses Jahr eingegangen. Die vielen hochwertigen Bewerbungen aus unterschiedlichsten Branchen spiegeln die Vielfalt des Münchner Wirtschaftsstandorts wider.

Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine Experten-Jury anhand festgelegter Bewertungskriterien. Vor allem positive Unternehmensentwicklung, Einrichtung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie Vielfalt im Unternehmen wurden bewertet.

PhönixPreisträgerin 2019: Dr. Cristina Soaz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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Qolware GmbH

Die Spanierin Dr. Cristina Soaz teilt mit ihren beiden Mitgründerinnen die Leidenschaft für neue Technologien und Lösungen zur Unterstützung der Gesundheitsversorgung. Alle drei Gründerinnen teilen auch eine Migrationsgeschichte, die sie aus Spanien, Kroatien und Frankreich nach München gebracht hat. 2016 wurde Qolware geboren, das seitdem wächst. LOLA, das erste Produkt von Qolware, fungiert als digitaler Gesundheits- und Notfallassistent für mobile Geräte, mit dem Benutzer ihren Gesundheitszustand überwachen können. Sobald ein Notfall erkannt wird, alarmiert LOLA vordefinierte Notfallkontakte wie Familienmitglieder, Betreuer oder Notfallpersonal per Anruf und SMS mittels GPS-Standortinformationen. LOLA-Funktionen zur Medikamentenerinnerung gewährleisten auch die Einhaltung der Medikation und verbessern die Therapiewirksamkeit und die Sicherheit der Nutzer.

PhönixPreisträger 2019: Bortolo Venturelli  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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TOD'S Deutschland GmbH

Eigentlich wollte der Italiener Bortolo Venturelli 1982 nur Urlaub in München machen. Vom Flair der Stadt fasziniert, beschloss er, „für ein paar Jahre“ zu bleiben. Zunächst arbeitete er als „Au-Pair“, ab 1984 für eine Münchner Modeagentur. Um sich beruflich weiterzuentwickeln, beschloss er, eine Ausbildung zu absolvieren, um sich anschließend mit dem „Dualen Studium Handelsfachwirt“ gezielt auf Führungsaufgaben im Handelsmanagement vorzubereiten. Seit mehr als sieben Jahren steht Bortolo Venturelli als Managing Director Central & Eastern Europe an der Spitze der Tod's Deutschland GmbH. Feinstes Leder, das in traditioneller Handwerkskunst verarbeitet wird, um daraus Schuhe, Handtaschen und Accessoires zu erschaffen – dafür steht die Marke TOD'S schon seit mehreren Generationen. Bortolo Venturelli agiert hinter den Kulissen und zieht die notwendigen Fäden, damit die Arbeit der Designer ihre Käufer findet.

PhönixPreisträger 2019: Efthimios Chrimpakis  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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ENC Elektronetzwerktechnik Chrimpakis GmbH & Co. KG

Efthimios Chrimpakis kam mit sieben Jahren als Sohn griechischer Gastarbeiter nach Deutschland. Als Jugendlicher träumte er von einer Profikarriere als Fußballer und spielte zunächst bei der A-Jugend des FC  Bayern München, danach bei den Bayern Amateuren. mit 16 Jahren begann er eine Ausbildung zum Elektriker. Eine einschneidende und prägende Erfahrung machte er 1985, als er trotz fehlenden Ausbildungsabschlusses beim Süddeutschen Verlag als Helfer bei den Betriebselektrikern eingestellt wurde. Er versprach seinem neuen Arbeitgeber, die Gesellenprüfung nachzuholen. Diese schloss er 1989 erfolgreich ab und wurde vom Betrieb übernommen. Im Jahr 2000 legte er die Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk ab. Die in München geborene Vietnamesin My-Lan Chrimpakis begleitetet seit 1993 ihren Mann nicht nur privat, sondern auch bei seinem beruflichen Weg. 2002 gründet das Ehepaar die ENC Elektronetzwerktechnik Chrimpakis GmbH & Co. KG. Das Unternehmen ist spezialisiert im Bereich der Gebäudetechnik für Privat- und Firmenkunden, bei der Ausführung von Bauleistungen an Gewerbe- und Industriebauten sowie bei Wohnbauprojekten und auf dem Gebiet von Sicherheitssystemen.

PhönixPreisträger 2019: Maria u Bernardo Dos Reis  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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Made in Portugal & Brasil

Das Ehepaar Maria und Bernardo Dos Reis bietet Kunden in ihrem Feinkostgeschäft „Made in Portugal & Brasil“ in der Karl-Theodor-Straße die schönsten Spezialitäten ihrer Heimat an – Brot, Olivenöle, Käse, Schinken, Würzsaucen – und natürlich Wein. Die Beide haben sich in München durch eine gemeinsame Freundin kennengelernt. Bernardo machte damals eine Ausbildung als Koch, Maria fing nach einem Au-pair-Jahr zum Arbeiten an. Bernardo wollte wieder nach Portugal zurück. In Lissabon hat er zunächst bei einer internationalen Hotelkette einen Job bekommen. Doch die Liebe zu Maria und zu München haben ihn dazu bewogen wieder nach München zu ziehen. Hier machte Bernardo die Meisterprüfung zum Koch. Maria absolvierte eine Ausbildung als Arzthelferin und arbeitete später in einer HNO Praxis. 1995 beschlossen beide sich selbständig zu machen und eröffneten zunächst ein Restaurant. Ihre Gäste schätzten das familienfreundliche Ambiente, die Frische der Speisen und die landestypischen Getränke. Das Interesse an Spezialitäten aus Portugal war derart groß, dass sich die Beiden entschieden haben, ein Stück Portugal und Brasilien an den Kunden zu bringen.

PhönixPreisträger 2019: Jan Mohammad Ahmadi  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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AJM KFZ-Service

Afghanistans Jugend hat den Glauben an eine friedliche Zukunft längst verloren. Zu Tausenden machen sich die jungen Menschen deshalb auf den Weg nach Europa. Jan Mohammad Ahmadi gehört auch zu dieser Generation. Seine Flucht war eine Odyssee durch verschiedene Länder. 2001 reiste er nach Deutschland ein. In München wollte er eine Ausbildung beginnen, wusste aber, dass er diese finanzielle Hürde nicht stemmen kann. Mit der Ausbildungsvergütung hätte er seine Familie in Afghanistan nicht unterstützen können. 2007 bekam er einen Job als KFZ-Aufbereiter bei einer Münchner Firma, der nicht von langer Dauer war. Die schwächelnde Auftragslage hat die Firma gezwungen, viele Dienstleistungen auszulagern. Ihm wurde angeboten als externer Dienstleister für die Firma zu arbeiten. Er überlegte nicht lang und gründete den AJM KFZ-Service. Mit den Jahren wuchsen die Auftragsgeber und die Zahl der Mitarbeiter. Heute führt er eine GmbH mit 35 Mitarbeitern. Sein Unternehmen arbeitet mit Unternehmen wie DIW, Porsche, Audi und dem VW-Konzern zusammen, indem nicht nur an mehreren Standorten in München Neu- und Gebrauchtwagen aufbereitet, sondern der gesamte Ablauf von der Anlieferung bis zur Auslieferung gemanagt wird.