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Dritter Arbeitsmarkt


Stellen für Langzeitarbeitslose im Dritten Arbeitsmarkt  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Stellen für Langzeitarbeitslose
© M. Vogel

Neue Chancen für Arbeitslose

Der Dritte Arbeitsmarkt bietet Langzeitarbeitslosen neue Perspektiven und ist ein wichtiger, qualitativer Baustein der kommunalen Arbeitsmarktpolitik. Derzeitiger Stand: Das Referat bewilligte bislang 63 Förderungen bei den Sozialen Hilfen, 26 Förderungen bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen. Antragsformulare finden Sie unten.

Der kommunal finanzierte Arbeitsmarkt darf nicht isoliert von den Bundesprogrammen zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit betrachtet werden. Es ist originäre gesetzliche Aufgabe des Jobcenters, aktive Umsetzungsergebnisse vorzulegen. Die Stadt mit dem Dritten Arbeitsmarkt sieht sich hier in Ergänzung zu Bundesprogrammen. Das bedeutet, dass zunächst Bundesmittel vor den freiwilligen Leistungen der Stadt eingesetzt werden müssen. Für den Dritten Arbeitsmarkt in München werden Mittel von bis zu drei Millionen Euro jährlich zur Verfügung gestellt.

Der Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Bürgermeister Josef Schmid: „Langzeitarbeitslosigkeit ist immer noch das größte gesellschaftliche Armuts- und Ausgrenzungsrisiko. Wir müssen daher am Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit arbeiten. Nur so wird Teilhabe für die betroffenen Personen möglich. Mit dem Dritten Arbeitsmarkt übernimmt die Stadt Verantwortung für langzeitarbeitslose Menschen. Wir wollen mit diesem Förderprogramm vor allem Chancen für eine längerfristige Beschäftigung bieten, unter anderem für sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse.“

Das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) wurde im April 2016 um das Programm des Dritten Arbeitsmarktes ergänzt. Mit dem Dritten Arbeitsmarkt baut die Stadt den Bereich der öffentlich geförderten Beschäftigung eigenständig aus und ergänzt ihn durch kommunale Maßnahmen zur Beschäftigung.

Mit dem Programm des Dritten Arbeitsmarktes reagiert die Stadt auf die Tatsache, dass sich Beschäftigungschancen von Langzeitarbeitslosen mit den bislang zur Verfügung stehenden Instrumenten nicht wesentlich verbessern ließen. Der Dritte Arbeitsmarkt setzt auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und Soziale Hilfe-Stellen: Es sind insgesamt 200 Stellen vom Stadtrat genehmigt. Der Dritte Arbeitsmarkt wird ein eigenständiger und dauerhafter Programmteil des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ). Er erhält eigene Förderrichtlinien sowie ein Gremium, welches das Programm begleitet.

In die Erstellung des Konzeptes zum Dritten Arbeitsmarkt waren sowohl die freien Wohlfahrtsverbände als die Wirtschaftskammern eingebunden.

Antragsstellung

Anträge können beim Zuwendungsgeber (3.arbeitsmarkt.raw@muenchen.de) auf dem entsprechenden Formular jeweils zu Quartalsbeginn gestellt werden, spätestens bis zum 15. Kalendertag des ersten Quartalsmonats.