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CIVITAS ECCENTRIC


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© Civitas Eccentric

Komfortabel leben mit Shared Mobility

Das Stadtquartier Domagkpark – Parkstadt Schwabing wird zum Testfeld für neue Formen von Wohnen und Mobilität, ermöglicht durch das von der EU geförderte Projekt CIVITAS ECCENTRIC. München hat sich erfolgreich um Fördermittel bemüht. Vier Millionen Euro kann die Landeshauptstadt in den kommenden vier Jahren in das Ziel investieren, den Bürgern im Quartier durch zukunftsfähige Formen von Wohnen und Mobilität ein Höchstmaß an Lebensqualität zu gewährleisten.

CIVITAS ECCENTRIC sucht Lösungen für zukunftsorientierte Mobilität in städtischen Zentrumsrandlagen – entwickelt, getestet und wissenschaftlich untersucht. In München liegt der räumliche Fokus auf dem schnell wachsenden Münchner Norden im Allgemeinen und dem Quartier Domagkpark – Parkstadt Schwabing im Speziellen. Im Norden der Stadt leben auf gerade einmal 79 Quadratkilometern knapp 250 000 Einwohner, Tendenz stark steigend.

Modellcharakter für andere Neubauviertel

Im Neubaugebiet Domagkpark und der benachbarten Parkstadt Schwabing laufen Bürgerbeteiligung, Elektromobilität, Logistik, geteilte Mobilität und Mobilitätsmanagement in einem integrierten Ansatz zusammen. Es soll ein Modellquartier für zukunftsfähige Stadtentwicklung und stadtverträgliche Mobilität entstehen, das Vorbild sein soll für andere Münchner Neubauviertel – etwa den Prinz-Eugen-Park, die Bayernkaserne, Freiham oder auch den Münchner Nordosten.

Den Parkraumdruck reduzieren

Die Verknüpfung des immobilen, standortgebundenen Wohnens mit der mobilen Verkehrsteilnahme steht im Mittelpunkt. Um Parkraumdruck im Quartier zu reduzieren und hohes Verkehrsaufkommen zu verhindern, soll jeder die Möglichkeit bekommen, auf private Autos verzichten zu können. Damit das gelingt, bündelt das Projekt alle bestehenden Angebote und entwickelt ein neues integriertes Mobilitätskonzept. Dabei wird die klassische Erschließung durch Öffentlichen Verkehr ergänzt durch neue attraktive Angebote. An zentralen Mobilitätsstationen stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern Mobilitätsangebote aller Art zur Verfügung: Car Sharing, Elektroautos, Fahrräder und Pedelecs, Lastenräder und Elektroroller. Der Strom zum Aufladen der Akkus kommt von Solaranlagen auf den Dächern der Wohnhäuser. Per Smartphone-App können freie Stellplätze in der Tiefgarage reserviert und genutzt werden.

Eine Mitfahrer-App vermittelt spontane kurze Fahrten zum Job, ins Möbelhaus oder zum Sport. Darüber hinaus wird durch die Entwicklung einer App für barrierefreies Indoor-Routing, Trainings für Ältere zum Erlernen digitaler Mobilitätsangebote sowie der Einführung von speziellen E-Fahrrädern in das MVG Rad-Angebot insbesondere die Einbindung von mobilitätseingeschränkten Nutzern gefördert. Ein innovatives Kommunikationskonzept, ein Verkehrssicherheitskonzept und ein Parkraummanagementkonzept ergänzen übergeordnet das neue Angebot.

CIVITAS ECCENTRIC

Nicht nur die Stadtzentren, sondern auch die Stadtquartiere außerhalb der Zentren sind gefordert, Lösungen zu finden, die bei starkem Zuzug das damit verbundene Verkehrsaufkommen bewältigen. Die Landeshauptstadt München war zu diesen Herausforderungen mit vier anderen europäischen Städten mit ihrer Projektbewerbung im Rahmen von CIVITAS erfolgreich. In den Teilnehmerstädten werden zusammen 50 Maßnahmen umgesetzt und mit insgesamt 20 Millionen Euro gefördert. Weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist der Erfahrungsaustausch mit den fünf Städten Madrid (Spanien), Ruse (Bulgarien),Stockholm (Schweden) und Turku (Finnland).

Die Münchner Projektleitung liegt beim Kreisverwaltungsreferat. Partner sind das Referat für Arbeit und Wirtschaft, die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), Green City e.V. und die Green City Projekt GmbH, die Quartiersgenossenschaft Domagkpark sowie zur wissenschaftlichen Begleitung die Technische Universität München, Professur für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung ist eng eingebunden und koordiniert federführend die Abstimmung mit den zwei thematisch verwandten Schwesterprojekten Smarter Together und City2Share.