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EUROCITIES Award


Der Halle 2-Film Video abspielen
Das steckt hinter der prämierten "Halle 2" der AWM.

"Circular Cities“ Auszeichnung für München

(18.12.17) „Circular Cities“ lautete das Motto der EUROCITIES Jahreskonferenz 2017, zu der eine Münchner Delegation im November nach Ljubljana gereist ist. Nach dem Vorbild der natürlichen Kreisläufe der Ökosysteme sollen effiziente und nachhaltige Kreislaufwirtschaftssysteme die bisher dominierenden linearen Wirtschaftsmodelle und ihren Ressourcenverbrauch ablösen.

München wurde bei der Verleihung der EUROCITIES Awards unter vielen Mitbewerbern mit dem Gebrauchtwarenkaufhaus Halle 2 des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) als innovativstes Projekt in der Kategorie Kreislauf-Kooperationen gekürt. Das Projekt wird in einem eigenen Film vorgestellt.

Bürgermeister Josef Schmid mit Stadträtinnen und Stadträten bei der EUROCITIES Konferenz in Ljubljana.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Münchner Delegation mit BM Josef Schmid, Stadträtinnen und Stadträten
© EUROCITIES

Josef Schmid: Kreislaufwirtschaft braucht Bürgerbeteiligung

Bürgermeister Josef Schmid stellte bei der politischen Debatte zu Kreislauf-Partnerschaften die Halle 2 des AWM als Leuchtturmprojekt dem Publikum aus allen Teilen Europas vor. Die Halle 2 ist nicht nur das Second-Hand-Kaufhaus der Landeshauptstadt München, sondern soll auch als eine Informations- und Beteiligungsplattform der Münchnerinnen und Münchner bei der Umsetzung nachhaltiger Lebensstile fungieren. Die Kooperation mit Nichtregierungsorganisationen (NGO), Schulen, Universitäten und sozialen Projekten ist für die Stadt ein wichtiger Schritt, um die Ideen einer modernen Kreislaufwirtschaft in der Bevölkerung zu verankern. Josef Schmid betonte, dass eine effiziente Kreislaufwirtschaft nur mit einer guten Bürgerbeteiligung durch die Stadt machbar sei. Dazu nutze München vor allem auch neue Technologien und neue Plattformen, um die Münchner Bürgerinnen und Bürger einzubinden.

Ein Preis für München in Ljubljana

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Preisverleihung in Ljubljana

And the winner is...

Europaweite Auszeichnung für das Münchner Projekt Halle 2. Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Auf der großen Bühne

...MUNICH! Europaweite Auszeichnung für das Münchner Projekt Halle 2.

Bürgermeister Josef Schmid und die Vizebürgermeisterin von Ljubljana mit Günther Langer (AWM) und Bettina Folger (Halle 2). Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

EUROCITIES Preis für Halle 2

Bürgermeister Josef Schmid und die Vizebürgermeisterin von Ljubljana mit Günther Langer (AWM) ...

Städte müssen nachhaltiger werden

Der Hauptredner auf der Konferenz, der ehemalige EU-Kommissar für Umwelt Janez Potocnik, appellierte an die Städte, nicht auf Aufforderungen seitens der EU oder anderer Akteure zu warten, sondern selbst die Zukunft in die Hand zu nehmen und Vorreiter für eine nachhaltige Entwicklung zu werden. Klimawandel und schrumpfende Ressourcen beträfen alle, ohne nachhaltige Städte gebe es keine nachhaltige Zukunft.

Die Münchner Referentin für Gesundheit und Umwelt Stephanie Jacobs ergänzte mit Blick auf die Konferenz: „Städte müssen nachhaltiger werden, denn nur mit der Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbrauch können wir unserer Verantwortung für nachkommende Generationen gerecht werden. Wir haben jetzt die Chance, wir müssen sie nutzen.“

EUROCITIES 2017 Ljubljana

Halle 2: Schraubenzieher statt Abfalltonne

„Die Halle 2 soll mehr sein, als „nur“ ein Verkaufsraum“, erklärt Bettina Folger, Projektleiterin der Halle 2. „Sie soll ein Partner für nachhaltige Lebensstile sein“. Aus diesem Grund bietet die Halle 2 auch ein Forum und Lernfeld für Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel der Universität Augsburg, die aktuell ein Projekt durchführt, um die Wiederverwendung zu steigern, oder die Munich Business School, deren Studenten kürzlich eine Umfrage zur Halle 2 durchgeführt haben.

„Wir freuen uns sehr, solch junge Initiativen zu unterstützen, um die nachfolgenden Generationen schon frühzeitig dafür zu sensibilisieren, Abfall so weit wie möglich zu vermeiden“, sagt Michaela Jüngling, Kommissarische Zweite Werkleiterin des AWM. Schraubenzieher statt Abfalltonne, so laute die Devise, um der Wegwerfmentalität und unnötigem Konsumverhalten entgegen zu wirken. „Eines der Ziele des AWM ist es, gerade die jüngeren Zielgruppen wieder auf den Wert der Dinge aufmerksam zu machen, ihnen den Spaß am Reparieren zu vermitteln und sorgsam mit Ressourcen, Umwelt und Geld umzugehen“, betont Jüngling.