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EU-Projekte in München


EU Projekte  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© LHM/Anke Schlee

München erprobt viele neue Ansätze und Ideen in Projekten, die die EU fördert...

Die EU fördert in München zahlreiche Projekte aus ganz unterschiedlichen Bereichen: soziale Hilfen werden auf den Weg gebracht, Aktionen für Arbeitssuchende umgesetzt, Konzepte zur optimalen Mobilität in der Stadt entwickelt und vieles mehr … alles Maßnahmen und Initiativen, die ohne die Gelder aus Brüssel nur schwer oder gar nicht möglich wären. Die meisten Projekte sind europaweit angelegt, so entwickelt sich ein Austausch, der es möglich macht, aus den Erfahrungen anderer zu lernen.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Förderung von Beschäftigung, der Ausbildung von Jugendlichen und der Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Mit Hilfe des ESF soll der Zugang zum Arbeitsmarkt für Arbeitssuchende und weitere benachteiligte Personengruppen erleichtert werden. Um passende Fördermöglichkeiten zu finden, steht das interaktive PDF-Dokument „Europäischer Sozialfonds (ESF) auf Bundesebene 2014-2020“ online zur Verfügung. Das Dokument, an dessen Erstellung die Landeshauptstadt München mitgearbeitet hat, gibt einen Überblick über die wichtigsten ESF-Bundesprogramme und enthält die Kontaktdaten der Bundesbehörden, die für das jeweilige Programm zuständig sind. Weiterführende Informationen liefert die Website www.esf.de.

Der Europa-Jahresbericht 2016 liefert einen Überblick über alle Projekte, die im vergangenen Jahr in München durchgeführt wurden.

Smarter Together, ein Smart Cities-EU-Projekt von München, Lyon und Wien, plant den Stadtteil der Zukunft mit Bürgerinnen und Bürgern, um höchste Energieeffizienz und vernetzte Mobilität zu erreichen.


Auswahl aktueller Münchner Projekte:

IECEC - Inklusion in der frühkindlichen Bildung. Inklusion rückt mehr und mehr in den Fokus des Referats für Bildung und Sport, das die integrativen Ansätze an Münchner Kindertageseinrichtungen beständig um diesen Aspekt weiterentwickelt. Bei diesem umfangreichen Prozess hilft der Blick über die Grenzen: An diversen Einrichtungen in Edinburgh ist man auf dem Weg zur Inklusion schon weit fortgeschritten. Hier setzt das Projekt IECEC an, das aus dem Leonardo Da Vinci-Programm gefördert wird. Eine Gruppe von Fachberaterinnen und Fachberatern der Fachabteilung KITA fuhr immer im Tandem mit Leitungskräften aus integrativen Einrichtungen vom 1. bis 14. September 2013 nach Edinburgh. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten dabei die Möglichkeit, sich intensiv mit dem schottischen frühkindlichen Bildungssystem vertraut zu machen. Kern des Aufenthalts war die Mitarbeit in ganz verschiedenen inklusiven Einrichtungen. Die dabei gewonnenen Eindrücke werden in mehreren Workshops vor Ort reflektiert und anschließend in München durch die Erstellung einer Broschüre sowie durch Fortbildungsveranstaltungen weitergegeben.
Kontakt: Referat für Bildung und Sport, iae@muenchen.de

 

EUMUC-IVT - Auslandserfahrung für Auszubildende
Durch die Teilnahme an EUMUC-IVT (Programm Leonardo Da VinciI) wird Münchner Berufsschülerinnen und Berufsschülern die Möglichkeit gegeben, die Besonderheiten ihres jeweiligen Berufszweigs im Ausland zu erlernen und im Optimalfall später auch in Deutschland anwenden zu können. Durch gezielte Vorbereitung und durch den Aufenthalt selbst werden dabei ihre fremdsprachlichen und interkulturellen Kenntnisse und Fähigkeiten verbessert und gefestigt. Aus diesen Einzelaspekten ergibt sich die Gesamtzielsetzung: die Auszubildenden der Münchner Beruflichen Schulen sollen nicht nur fachlich, sondern auch und vor allem in Bezug auf ihre Softskills optimal auf die sich in allen Bereichen internationalisierende Arbeitswelt vorbereitet werden.
Das Projekt läuft von 2013 bis 2015. Dahinter steht eine Europäisierungsstrategie für die Münchner Beruflichen Schulen: Diejenigen, die bisher noch keine Leonardo-Projekte durchführten, sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Schüler so ins Ausland zu schicken. Dabei sollen Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft werden, um schließlich selbst vergleichbare Projekte durchzuführen.
Kontakt: Referat für Bildung und Sport, iae@muenchen.de
 

PREVENT – Die Rolle von Eltern bei der Verhinderung von frühen Schulabgängen
Die Landeshauptstadt München engagiert sich seit Januar 2013 im Europa-Projekt PREVENT - Kooperation mit Eltern zur Prävention von frühen Schulabgängen. Gefördert wird das Projekt durch URBACT, ein europäisches Austausch- und Lernprogramm zur Förderung nachhaltiger Stadtentwicklung. Ziel des circa zweijährigen Projekts ist ein intensiver Ideen- und good-practice-Austausch zwischen den zehn beteiligten europäischen Städten sowie die konkrete Weiterentwicklung und Vernetzung von bestehenden Münchner Projekten und Ansätzen zum Thema. Die Reduzierung von frühen Schulabgängen (18 bis 24-Jährige, die sich nicht in Bildung oder Ausbildung befinden und über keinen Abschluss des Sekundarbereichs II verfügen) ist auf europäischer Ebene von großer Bedeutung: Die Zielmarke von unter 10 Prozent ist in der Strategie „Europa 2020“ aufgeführt. Die Kooperation mit Eltern wird dabei von allen europäischen Partnern als wichtiger präventiver Ansatz gesehen.
Geleitet wird PREVENT in München von der Kommunalen Servicestelle Übergangsmanagement, dem Internationalen Austausch / Europabüro und dem Fachbereich Kindertageseinrichtungen im Pädagogischen Institut.
Kontakt: Referat für Bildung und Sport, iae@muenchen.de

 

Do the right mix - „Mobilität aus einer Hand“
Vollständige Mobilität in der Stadt auch ohne eigenen PKW will das Pilotprojekt "Mobilität aus einer Hand" aus München bieten. Das Projekt, das vom Kreisverwaltungsreferat, der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Wohnungsbaugenossenschaft WOGENO an einem Standort in Schwabing initiiert wurde, erhält als einzige deutsche Initiative Fördermittel der EU-Kampagne für nachhaltige urbane Mobilität "Do the right mix".
„Mobilität aus einer Hand“ vereint erstmals in Deutschland verschiedene nachhaltige Verkehrsangebote. Den Münchnerinnen und Münchnern soll Mobilität in ihrer Stadt ohne eigenen PKW schmackhaft gemacht werden: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können Autos, Pedelecs, Anhänger und Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel ganz bequem an einer Station und über ein Buchungssystem ausleihen.
Kontakt:
Kreisverwaltungsreferat, johanna.balthesen@muenchen.de

 

Schule für alle - Sprachförderung & interkulturelle Öffnung
Im Juli 2012 startete das Sozialreferat ein neues EU-Projekt: Schule für Alle. Das dreiteilige Kooperationsprojekt zur individuellen, sprachlichen Förderung von Kindern und Jugendlichen und zur interkulturellen Öffnung von Schule wird vom Europäischen Integrationsfonds (EIF) gefördert. Beim Teilprojekt 1 geht es um Sprachbegleitkurse für Schülerinnen und Schüler aus Drittstaaten beziehungsweise mit Migrationshintergrund an Münchner Schulen. Teilprojekt 2 befasst sich mit der Verankerung von Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung und dem Thema Fortbildungen. Das letzte Teilprojekt möchte interkulturelle Schulentwicklung erproben und das Thema stärker strukturell verankern. Schule für Alle wird mit Partnern realisiert und läuft bis Mitte 2015.

 

PUMAS - Planung nachhaltiger regional-städtischer Mobilität in den Alpen
Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) und der Münchner Verkehrsverbund (MVV) sind Partner im Projekt PUMAS des Alpine-Space Programms der Europäischen Union. Es läuft seit Juli 2012 für die Dauer von zweieinhalb Jahren. Das Akronym PUMAS steht für Planning sustainable regional-Urban Mobility in the Alpine Space. Weitere Projektpartner sind Venedig (Projektleitung), Wien, Turin, Lyon sowie UIRS Nova Gorica, das Institut für Stadtplanung der Republik Slowenien und die Fernuniversität Hagen.
Ziel von Pumas ist eine nachhaltige umweltfreundliche Verbesserung der Mobilität in städtischen Ballungs- und den umgebenden Siedlungsräumen. Die in den Partnerstädten entwickelten lokalen Lösungen werden zwischen den Projektpartnern diskutiert, bewertet und auf ihre Anwendbarkeit im gesamten Alpenraum abgestimmt.
Das RGU und der MVV beschäftigen sich im Rahmen von Pumas mit einer verbesserten Integration des Fußgänger-, Rad- und des öffentlichen Nahverkehrs. Das derzeit vom RGU im Internet angebotene rein innerstädtische Fahrradrouting soll in geeigneter Weise mit dem Fahrplanangebot des MVV vereinigt und in die Region ausgedehnt werden, sodass interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Fahrstrecken auch in einer Kombination aus Fahrrad-, MVV- und Fußweg-Teilstrecken bei Fahrradmitnahme in der U- und S-Bahn oder Nutzung von Mietangeboten planen können. Besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Bewegungseinschränkungen soll dabei ebenso Rechnung getragen werden wie dem derzeitigen Trend zu Elektrofahrrädern und zu vernetzten Mobilgeräten für Planung und Navigation.
Kontakt: Referat für Gesundheit und Umwelt, pumas.rgu@muenchen.de

 

MORECO – Zusammenhang von Mobilitäts- und Wohnkosten
(Mobility and Residential Costs)

Im MORECO-Projekt beschäftigen sich europäische Partner mit dem Zusammenhang von Mobilitäts- und Wohnkosten für Privathaushalte und öffentliche Akteure. Mit welchen finanziellen Belastungen muss ich als Privatperson zum Beispiel nach einem Umzug in meiner neuen Wohnung rechnen? Wie teuer wird der Weg zur Arbeit von meiner neuen Bleibe aus, welches Verkehrsmittel wird dann das günstigste sein? Diese Fragen und ähnliche, die sich auch für Kommunen oder Kreditgeber wie Sparkassen stellen, eruieren die MORECO-Verantwortlichen, um bessere Voraussagen treffen zu können. Ein Ziel für München ist, den Wohn- und Mobilitätskostenrechner des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds MVV und den Erreichbarkeitsatlas der Europäischen Metropolregion München weiter zu entwickeln.
Das Projekt wird aus dem EU-Förderprogramm Alpine Space unterstützt und läuft von Sommer 2011 bis Sommer 2014.


FIBA - Flüchtlinge in Beruf und Ausbildung
Das Projekt Flüchtlinge in Beruf und Ausbildung Ostbayern (FIBA) fördert die Integration von Bleibeberechtigten und Personen mit unsicherem Aufenthalt in den Arbeitsmarkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu ihren Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt und zu Bildungsangeboten beraten, außerdem gibt es für sie Angebote zur beruflichen Qualifizierung und zur Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse.
Ein wesentlicher Bestandteil der Projektaktivitäten besteht in der Vermittlung in Arbeit und Ausbildung. Hierzu werden arbeitsmarktrelevante Akteure für die spezifische Lebenssituation der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer sensibilisiert.
Das dreijährige Projekt startete 2011 und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundes gefördert. Projektpartner sind Träger aus München, Nürnberg und Ostbayern.
Kontakt: Sozialreferat, astrid.blaschke@muenchen.de + maria.prem@muenchen.de
http://www.muenchen.de/Rathaus/soz/fiba/index.html
 

 

guide - Die Initiative für Gründerinnen

guide möchte Frauen im Großraum München motivieren, sich selbstständig zu machen und unterstützt sie bei der Vorbereitung einer erfolgreichen freiberuflichen oder unternehmerischen Tätigkeit. Die Angebote konzentrieren sich auf die Vorbereitungsphase der Existenzgründung, die Konkretisierung der Geschäftsidee, die Unterstützung beim Verfassen eines professionellen Businessplans und den Start in die berufliche Selbstständigkeit. Teilnehmerinnen erhalten qualifizierte, individuelle Existenzgründungsberatung, Coaching und Weiterbildungsangebote, die alle speziell auf die Bedürfnisse von Gründerinnen zugeschnitten sind.
guide wird aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert.
Sie haben eine interessante Geschäftsidee und wollen sich selbständig machen, wissen aber noch nicht wie? Dann kommen Sie zu guide: http://www.guide-muenchen.de/
Oder kontaktieren Sie das Referat für Arbeit und Wirtschaft: wirtschaftsfoerderung@muenchen.de

 


SEGMENT - Mobilitätsprojekt für Menschen in Lebensumbruchsituationen
Das EU-Projekt SEGMENT (SEGmented Marketing for ENergy efficient Transport) setzt den Fokus auf Mobilitätsmanagement für Menschen, die sich in "Lebensumbruchsituationen" befinden: zum Beispiel Neubürger, Familien mit Kindern, die von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule wechseln oder Personen, die einen neuen Arbeitsplatz antreten. Bei ihnen wird die höchste Informations- und Wechselbereitschaft zu umweltfreundlicherer Mobilität angenommen.
Während der Projektlaufzeit zwischen 2010 und 2013 wurden in München drei Kampagnen entwickelt, umgesetzt und evaluiert: speziell für Neubürger, für Migrantinnen und Migranten und zum Thema Fahrradfahren an weiterführenden Schulen. In sechs weiteren europäischen Städten (Almada, Athen, Gdynia, Hounslow, Sofia und Utrecht) wurden ebenfalls drei Kampagnen entwickelt, um einen möglichst großen Erfahrungsaustausch und Lernprozess während der gesamten Projektlaufzeit zu ermöglichen. SEGMENT wurde im Rahmen des EU-Programms Intelligente Energie Europa gefördert.
Kontakt:
Kreisverwaltungsreferat, kerstin.langer@muenchen.de
http://www.segmentproject.eu/

 

Energycity – Energie und CO2-Ausstoß in europäischen Städten reduzieren
Im Rahmen von „Energycity – Reducing energy consumption and CO2-emissions in cities across Central Europe“ soll ein web-basiertes räumliches Informationssystem zur Messung und Visualisierung von CO2-Emissionen in verschiedenen Städten Mitteleuropas – darunter auch München – entwickelt und für Teilgebiete realisiert werden. Das Informationssystem soll Wärmeverluste im Gebäudebestand und damit verbundene CO2-Emissionen auf der Grundlage von Thermalbildern identifizieren und kartographisch darstellen. Die Wirksamkeit und die Kosten verschiedener Maßnahmen zur energetischen Sanierung und zum Einsatz erneuerbarer Energien sollen verglichen werden.
Energycity wird zum Beispiel dazu beitragen, dass das städtische CO2-Monitoring europaweit abgestimmt und effektiver erledigt werden kann. München erwartet außerdem durch den Austausch von Erfahrungen und Know How mit den Projektpartnern wertvolle Impulse für die Fortschreibung des Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München. Zehn Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Stadtverwaltungen aus sechs Ländern beteiligen sich an Energycity. Das Projekt wird durch das EU-Förderprogramm Central Europe ermöglicht und läuft von 2010 bis 2012.

 

mona lea - Qualifizierung für Migrantinnen
Seit 2008 bietet mona lea an der Münchner Volkshochschule (MVHS) Migrantinnen vielfältige Möglichkeiten einer sprachlichen und beruflichen Qualifizierung. mona lea, das aus Mitteln des Sozialreferats und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird, steht für „Münchner Orientierungs- und Qualifizierungsnetz für Arbeitssuchende, Angebot für Migrantinnen – Leben und Arbeiten in München". Es ist ein Teilprojekt des städtischen Verbundprojekts Perspektive Arbeit.
Mehr als 300 Frauen haben von 2008 bis 2012 die Qualifizierungsmaßnahme absolviert und dabei Kenntnisse und Fähigkeiten erworben, die vielen den Weg in Arbeit und Ausbildung ebneten. Die aktuellen Berufsfelder sind Bürokommunikation, Gesundheits- und Krankenpflege, Handel und Verkauf sowie Kinderpflege.
2012 wurde mona lea ausgeweitet, so dass sich seit April mehr als 100 Migrantinnen aus 43 Herkunftsländern eine berufliche Perspektive eröffnete.
Kontakt: Sozialreferat, helga.schlumberger@muenchen.de



Coming Home - Rückkehrhilfen für Migrantinnen und Migranten
Coming Home unterstützt Flüchtlinge, Asylsuchende und ausreisepflichtige Migrantinnen und Migranten bei der Rückkehr und Reintegration in ihre Heimat. Angeboten werden persönliche Beratung, Reiseorganisation, finanzielle und materielle Hilfen, Existenzgründungsförderung, berufliche Teilqualifizierung und die Vermittlung von Kontakten im Heimatland. Projektpartner sind Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene. Coming Home startete im Jahr 2000. Es wird vom Europäischen Rückkehrfonds und vom Freistaat Bayern gefördert.
Kontakt: Sozialreferat, sylvia.glaser@muenchen.de