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Gharb Irbid


Ansicht der jordanischen Stadt Gharb Irbid  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© LHM

Berufliche Perspektiven für Geflüchtete und Einheimische

Die jordanische Stadt Gharb Irbid möchte geflüchteten und einheimischen Menschen einen besseren Zugang zu beruflicher Qualifizierung bieten. Damit soll ein friedliches und soziales Miteinander geschaffen werden.
Der berufliche Bildungssektor ist für Gharb Irbid – wie auch für andere jordanische Kommunen – ein neues Kompetenzfeld, das durch die allmählich stattfindende Dezentralisierung an die kommunale Ebene übergeht. Hierzu müssen Kompetenzen erst noch aufgebaut werden, wobei das deutsche duale Ausbildungssystem jordanischen Kommunen als gutes Beispiel dienen kann. Die Landeshauptstadt München möchte deshalb ihr Wissen und ihre Erfahrungen bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.
Ziel der Kooperation ist es, auf partizipativem Weg mit der Partnerkommune und dort aktiven Akteuren - aus Ausbildungseinrichtungen, Zivilgesellschaft, Repräsentanten der Zielgruppe, lokale Wirtschaftsvertreter - ein berufliches Qualifizierungsprojekt in 2018 zu planen. Hierfür ist zunächst die Durchführung einer Studie zu Marktpotentialen, Bedarfen und Machbarkeitsfragen grundlegend. In einem abschließenden Schritt wird eine Workshopreihe durchgeführt, die Planungsschritte zur Implementierung des beruflichen Qualifizierungsprojekts herausarbeitet.
Fachlich berät der Fachbereich 3 (Kommunale Beschäftigungspolitik und -qualifizierung) des Referats für Arbeit und Wirtschaft. Eingebunden ist ebenso die Diakonie Hasenbergl. Der Fachbereich 1 (Europa, Internationale Kooperationen) des Referats für Arbeit und Wirtschaft übernimmt die Projektkoordination.
 

Situation vor Ort

Zwischen Syrien, Irak, Saudi-Arabien, Ägypten, Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten liegt das kleine Königreich Jordanien. Die Einwohnerzahl hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt: von 5 auf rund 9,5 Millionen. Gegenwärtig haben also knapp 50 Prozent aller Bewohnerinnen und Bewohner des Landes einen Fluchthintergrund. Davon stammen etwa 1,2 Millionen Menschen aus Syrien. Statistisch gesehen ist jeder zehnte Einwohner ein Flüchtling. Knapp 80% der Geflüchteten leben außerhalb der Flüchtlingslager, vornehmlich in städtischen Ballungszentren.

Die Stadt Gharb Irbid hat 79.000 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt im Nordwesten Jordaniens, in unmittelbarer Nähe zur syrischen Grenze. Nahezu jede fünfte Person Gharb Irbids ist aus Syrien geflüchtet, dies entspricht 17% der Bevölkerung. Dies stellt die Kommune vor besondere Herausforderungen in der Daseinsvorsorge.
 

Förderung durch die Bundesebene

Die Kooperation ist Bestandteil des Programms "Schnellstarterpaket Nahost" und wird mit Bundesmitteln von Engagement Global gGmbH / Servicestelle Kommunen in der Einen Welt unterstützt. Dieses Programm ist Teil der übergeordneten Bemühungen der Bundesregierung, durch eine Vielzahl an Instrumenten die Staaten und Kommunen in der MENA Region zu stärken und somit Fluchtursachen nachhaltig zu mindern.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Arbeit und Wirtschaft
Europa
Internationale Kooperationen

Herzog-Wilhelm-Straße 15
80331 München