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Kasserine


In der tunesischen Stadt Kasserine leben rund 100.000 Menschen.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadt Kasserine

Bürgerbeteiligung und Transparenz in Tunesien fördern

Die tunesische Stadt Kasserine beabsichtigt, eine große öffentliche Grünanlage als Begegnungsstätte für die Bevölkerung einzurichten und diese mit intensiver Bürgerpartizipation zu planen und umzusetzen. Damit soll Bürgerbeteiligung geübt und etabliert und die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Stadt gestärkt werden. Die Grünanlage soll aber auch zu einer deutlichen Aufwertung des öffentlichen Raums und damit der Lebensqualität in der tunesischen Stadt führen.
Wie in vielen tunesischen Kommunen, ist die Möglichkeit zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei der Entscheidungsfindung und Verwaltung kommunaler Angelegenheiten bislang mangelhaft. Die Kommunalverwaltungen und die Bevölkerung vor Ort haben wenig Erfahrungen mit partizipativen Abstimmungsverfahren und sind es nicht gewohnt, zusammenzuarbeiten.
Daher berät das Münchner Baureferat, das vielfältige Erfahrung mit unterschiedlichen Formen der Bürgerbeteiligung hat – von der Gestaltung einzelner Spielplätze bis hin zur Entwicklung von Grünflächen in neuen Wohngebieten – die Kolleginnen und Kollegen aus Kasserine. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft - Internationale Kooperationen koordiniert die Kooperation.
 

Situation in der Maghreb-Region

Die Staaten Nordafrikas stehen vor wichtigen Reformen zur Demokratisierung ihrer Länder, die auch mit einer Stabilisierung der kommunalen Ebene einhergehen müssen. Eine teils jahrhundertealte zentralistische Staatsstruktur in der Maghreb-Region hat unter anderem dazu geführt, dass Kommunen wenig Kompetenzen und Kapazitäten zur Steuerung ihrer Entwicklung und Daseinsvorsorge haben. Nach dem „Arabischen Frühling“ fordern Bürgerinnen und Bürger Qualität und Effizienz der kommunalen Dienstleistungen sowie Transparenz und Mitwirkungsmöglichkeiten in der Kommunalpolitik. München engagiert sich in dieser Region, um mittelfristig Perspektiven vor Ort zu schaffen und dezentrale Strukturen zu stärken.
 

Förderung durch die Bundesebene

Das Projekt ist Bestandteil des Programms "Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland" und wird mit Bundesmitteln von Engagement Global gGmbH/Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Dieses Programm ist Teil der übergeordneten Bemühungen der Bundesregierung, durch eine Vielzahl an Instrumenten die Staaten und Kommunen in der MENA Region zu stärken und somit Fluchtursachen nachhaltig zu bekämpfen.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Arbeit und Wirtschaft
Europa
Internationale Kooperationen

Herzog-Wilhelm-Straße 15
80331 München