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Mehr Freiraum durch neue Mobilitätsangebote


Anlage der Mobilitätsstation Westkreuz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Entwurf der E-Mobilitätsstation Westkreuz
© MVG

Münchner Klimaherbst im Stadtteillabor Neuaubing-Westkreuz

Im Rahmen des Münchner Klimaherbstes fand im Stadtteillabor Neuaubing-Westkreuz eine Veranstaltung zum Thema Mobilität statt. Das Stadtviertel ist in München ein Mobilitäts-Vorreiter: Acht Mobilitätsstationen entstehen hier im Rahmen von Smarter Together. Hier stellt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zusätzliche Mobilitätsbausteine, wie E-Carsharing, Pedelecs, E-Lastendreiräder und Ladesäulen für Elektro-Autos zur Verfügung. Vier der acht Mobilitätsstationen gehen Mitte 2018 an den Start.

Mobilitätsstationen im Quartier

„Mit den Mobilitätsstationen verbindet die Stadt die Erwartung, dass sich in der weiteren Zukunft die Zusammensetzung des Verkehrs verändert, vor allem: dass der Anteil des motorisierten Individualverkehrs sinkt. Nur so lassen sich die Ziele der Stadt München erreichen, zu denen unter anderem Klimaneutralität bis 2050 zählt“, stellte Sylvia Hladky, Mitglied des Vorstands Netzwerk Klimaherbst e. V., die Aktivitäten im Quartier in einen größeren Kontext. In die konkrete Ausgestaltung der Mobilitätsstationen sind die Ergebnisse des intensiven Beteiligungsprozesses der Bürgerinnen und Bürger eingeflossen.

Wünsche zur Mobilität

Auch im Rahmen der Klimaherbst Veranstaltung formulierten die Teilnehmer, nach anfänglicher Skepsis, konkrete Wünsche an ein neues Mobilitätsangebot der Stadt. Dazu zählten unter anderem eine Verbesserung der Radinfrastruktur im Viertel, die Anpassung der Stationen an die Bus- und S-Bahn-Haltestellen sowie die Forderung, einer schnellen Nutzungsauswertung, um so auf steigende Nachfrage mit der Erweiterung des Angebotes zu reagieren. Hinzu kam der Wunsch nach unterschiedlichen Leihfahrzeugen, beispielsweise Kinderrädern, Fahrradanhängern und Lastenräder mit einer Klappbank für den Transport von Kindern. Die Stationen sollten außerdem mit einer Pumpstation für Fahrräder und, wenn möglich, mit einer Trinkwasserstelle ausgestattet werden. Unabdingbar für sei eine breite Nutzung ist die einfache Handhabung des Leihvorgangs und eine umfassende Information der Bürger im Quartier.

Im Stadtteillabor hatten sich zu der Veranstaltung des Klimaherbstes viele interessierte Bürgerinnen und Bürger – auch von außerhalb des Stadtviertels – eingefunden. Ebenfalls anwesend waren Stadtrat Johann Sauerer und BA Vorsitzender Sebastian Kriesel. Auf dem Podium diskutierten aus dem Smarter Together Team Andrea Zähle vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie Carina Niedermeier und Helmut Barthe, beide SWM/MVG.

Neben den konkreten Wünschen an urbane Mobilität nahmen die Veranstalter und Verantwortlichen die Erkenntnis mit, dass weiterhin viel Überzeugungs- und Informationsarbeit zu leisten ist. Die Bürger wünschen sich Aktionen, bei denen die Fahrzeuge ohne großen Aufwand und vor allem kostenfrei erprobt werden können.