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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Open Calls für städtische Innovationen


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© Philipp von Derschau/IT-Referat

Wie kommen Innovationen in die Verwaltung?

23.7.2020 – Wer an Stadtverwaltungen denkt, verbindet das meistens nicht als erstes mit Innovation oder Smart City. Das EU-geförderte Projekt „Smarter Together“ hat dennoch einen Weg gefunden, diese Verbindung herzustellen:

Auf der Suche nach innovativen sensorbasierten Lösungen für intelligente Lichtmasten entwickelten die Smart City Expert*innen der Landeshauptstadt München den sogenannten Open Call. In Form eines Innovationswettbewerbs kommt so frischer Wind in die Verwaltung.  

Smarter Together ist ein EU-gefördertes Projekt, in dem die Landeshauptstadt München seit 2016 innovative Smart City Lösungen entwickelt und erprobt. Ein Aspekt war dabei die Entwicklung von intelligenten Lichtmasten. Diese Lichtmasten sollten mit Sensoren ausgerüstet werden, die Informationen z.B. über Luftqualität, Wetter oder den Verkehrsfluss liefern. Ziel dabei war es, zu testen, ob Lichtmasten eine geeignete Infrastruktur für Sensoren sind. Außerdem ging es darum herauszufinden, welche Sensorsysteme geeignet sind und welche der gewonnenen Daten in Zukunft bei der Stadtplanung und -entwicklung sinnvoll verwendet werden können.

Herausforderung

Die Expert*innen der Landeshauptstadt München standen somit vor der Herausforderung, dass sie an den im Projekt entwickelten intelligenten Lichtmasten verschiedene innovative Sensoren testen wollten ohne die Lösungen, vorab genau beschreiben und am Markt suchen zu können. So kam der Gedanke auf, die Expertise externer Anbieter in die Gestaltung der Lösungen mit einzubeziehen. Gerade bei so schnelllebigen Themen wie Smart City bringt eine solche Herangehensweise großen Mehrwert. Denn tatsächlich nutzbare Innovationen entstehen oftmals erst, wenn unterschiedliche Ideen und Expertisen zusammengetragen werden und alle Beteiligten daraus gemeinsam eine Lösung entwickeln.

Um innovativen Ideen mehr Raum zu geben, stellte sich das Team von Smarter Together also der Aufgabe, ein neuartiges Vorgehen zu konzipieren, das es erlaubt, innovative Ideen und Lösungen am Markt zu suchen und die Freiheit bietet, die besten Vorschläge dann auch tatsächlich in der Stadt aufzubauen und testweise zu betreiben. So wurde das Konzept entwickelt, die Aufgabe als Innovationswettbewerb (Open Call) zu gestalten.

Innovationswettbewerb Open Call

Im neu konzipierten Vorgehen, den so genannten Open Calls, ist die Kreativität und Innovationsfähigkeit der Bewerber gefragt. Statt einzelne Sensoren mit bestimmten Funktionalitäten anzufragen, wurden in diesem Innovationswettbewerb themenbezogene Gesamtlösungen gesucht. Die offene Aufgabenstellung gab den Bewerbern die Möglichkeit eigene Zusatzaspekte und Ideen einzubringen. Eine Jury von Expert*innen verglich und beurteilte die eingegangenen Lösungsvorschläge danach nach vorab festgelegten Kriterien.

„Die Entwicklung des Innovationswettbewerbs Open Call zeigt, dass es innerhalb der Münchner Stadtverwaltung möglich ist, neue Wege zu finden, die uns allen tägliche Arbeit erleichtern und gleichzeitig innovative Ideen in die Stadt bringen“, lobt Wolfgang Glock, Abteilungsleiter "E-/Open-Government & Smart City" im IT-Referat der Landeshauptstadt. „Besonders hervorzuheben ist dabei die gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit über verschiedene Referate hinweg.“

Weiter geht’s

Die derzeit im Projekt Smarter Together eingesetzten Sensoren wurden in zwei Open Calls im Herbst 2017 und im Sommer 2018 gesucht – dabei ging es um sensorbasierte Lösungen zu den Themen Wetterdaten, Luftqualität, Verkehrsdatenerfassung und Parkraummanagement. Inzwischen wurde das neue Format auch bereits außerhalb von Smarter Together eingesetzt und zur Suche nach innovativen Apps für die Landeshauptstadt München verwendet.

Alle bisherigen Umsetzungen konnten das liefern, was sich die städtischen Expert*innen davon versprochen haben: neue Ideen, innovative Ansätze und eine gute Zusammenarbeit mit den am Wettbewerb teilnehmenden externen Bewerbern – vom Startup bis zum etablierten Unternehmen. Weitere Open Calls sind schon in Planung.

Hintergründe zu den Lichtmasten

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