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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Smarter Together testet Quartiersbox


Mobilitätsstation mit Get Now Boten an der Quartiersbox  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Dominik Parzinger

Teilen, Tauschen, Miteinander – schlaue Modelle für die Stadt von morgen

5.5.2020 - Online-Shopping, Lieferservices, Paketdienste– das Bild der täglichen Einkäufe zeigt sich so vielfältig wie die heutige Gesellschaft selbst. Vieles ist ständig und sofort verfügbar. Dem ohnehin hohen Verkehrsaufkommen in Städten fügt dies einen weiteren Aspekt hinzu: durch die individuellen Warenlieferungen wächst der Lieferverkehr stetig an.

Die Landeshauptstadt München und die MVG, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke München, bieten im Zuge des EU Projekts Smarter Together eine Alternative: An zwei Standorten im Smarter Together Entwicklungs-Quartier Neuaubing-Westkreuz ermöglichen so genannte Quartiersboxen einen 24-Stunden-Liefer-, Einkaufs- und Tauschservice.

Mit Kühl-, Tiefkühl- und Raumtemperaturfächern ausgerüstet, sind sie ein zentraler Umschlagplatz für die unterschiedlichsten Artikel. Lokale Unternehmen sowie landwirtschaftliche Betriebe aus dem Umkreis können sie als Logistikpunkt für Warenlieferungen nutzen und haben so im Viertel einen zusätzlichen Vertriebskanal.

Eine intelligente Schließfachfunktion bietet flexible Möglichkeiten: Zum einen dienen sie – wie übliche Schließfächer – zum Ablegen und Zwischenlagern. Zum anderen können mehrere Personen auf dasselbe Fach zugreifen und es so zum Teilen von Waren oder eigenem Werkzeug nutzen. Der Tauschpartner kann die Gegenstände an der Quartiersbox abholen und nach Benutzung wieder dort deponieren. Eine Altersverifikation stellt sicher, dass Waren, die für Erwachsene bestimmt sind, nur für Erwachsene zugänglich sind.

Online-Supermarkt ist dabei

Um zu testen, wie die Anwohner in Neuaubing-Westkreuz die neuen Möglichkeiten annehmen ist unter anderem auch der Online-Supermarkt Getnow mit dabei: Kunden die dort Waren bestellen, können ihre Bestellung an einer der Quartiersboxen vor Ort abholen. Geordert wird über www.getnow.de. Da die Quartiersbox die Fächer mit verschiedenen Temperaturen anbietet, können beispielsweise auch Waren aus Frische- und Kühlabteilungen bestellt werden. Wer bestellt hat, bekommt eine Mail mit einem Code zum Öffnen der Fächer. In einem Zeitfenster von vier bis acht Stunden kann die Bestellung dann aus der Quartiersbox abgeholt werden.

Die smarte und gleichzeitig nachhaltige Idee: Als Alternative zur individuellen Lieferung, spart die Quartiersbox als zentrale Anlaufstelle CO2-Emissionen. Statt einer Anfahrt an viele, über den Bezirk verstreute, einzelne Empfänger, erfolgt sie gebündelt und reduziert so die Häufigkeit und Anzahl von Lieferverkehr.