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EU-Projekt „Smarter Together“ in München gestartet


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Teilnehmer beim Münchner Kick-off (Details am Ende der Seite)
© Andreas Heddergott

Projektpartner treffen sich zum Kick-off

Der Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Bürgermeister Josef Schmid, hat am 16. Februar offiziell den Startschuss für das EU-Smart Cities-Projekt von München, Lyon und Wien „Smarter Together“ gegeben. Mit diesem Projekt plant die Landeshauptstadt gemeinsam mit städtischen Gesellschaften und Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft den Stadtteil der Zukunft, um höchste Energieeffizienz und vernetzte Mobilität zu erreichen.

„Mit Smarter Together entwickeln wir die Stadt von morgen“, hebt Josef Schmid hervor. „München kann mit seinen Partnerstädten in diesem Projekt innovative Maßstäbe setzen und neue Modelle für andere Städte oder Quartiere schaffen.“

München erhält innovatives Projekt

Modellregionen des Projekts sind Neuaubing-Westkreuz und Freiham. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. So wird beispielsweise im Frühjahr eine Auftaktveranstaltung vor Ort darüber informieren, wie sich die Bürgerinnen und Bürger konkret beteiligen können.

Ende September 2015 hatte das Städtekonsortium den Zuschlag von der EU bekommen, an zweiter Stelle von nur vier Projekten, die unter mehr als 40 Anträgen ausgewählt wurden. Die EU-Fördermittel belaufen sich insgesamt auf 24,7 Millionen Euro. Die Stadt München und ihre Gesellschaften Stadtwerke München (SWM), MVG und Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS) erhalten rund 4 Millionen Euro, der gesamte Münchner Verbund 6,85 Millionen Euro. Hinzu kommen Eigenmittel und Gelder aus Wirtschaft und Forschung, sodass insgesamt rund 20 Millionen Euro in das sanierungsbedürftige Viertel Neuaubing-Westkreuz und das Neubaugebiet Freiham in unmittelbarer Nachbarschaft fließen.

Die EU-Kommission fördert dabei nur Innovatives: neue Technologien und nachhaltige Lösungen kommen zum Einsatz, um eine zukunftsfähige Stadtentwicklung für Mobilität und Klimaschutz aufzeigen, die von anderen Städten und Quartieren übernommen werden kann.
Für viele Themen hat die Landeshauptstadt bereits smarte Lösungen entwickelt, doch mit “Smarter Together” geht sie weit darüber hinaus, etwa bei der ganzheitlichen Sanierung von Wohnungsbestand in privatem Besitz (energetische Sanierung von 42.000 Quadratmetern Wohnfläche mit hohen Standards, Vor-Ort-Beratung) und der Absicherung bestehender Mietniveaus. Teil des Projekts wird darüber hinaus der Aufbau von Niedrigenergiequartieren auf Basis erneuerbarer Fernwärme (Geothermie und Niedrigtemperatur-Fernwärme) sowie erneuerbarer Energieversorgung sein. Auch der Ausbau smarter Infrastrukturen durch Smart-Data-Management-Plattformen und Smart-Service-Angebote (zum Beispiel intelligente Laternenmasten, Verteilerstationen für Güter, Dienstleistungen und quartiersbezogene Sharing-Economy-Ansätze, Apps) steht im Fokus. Außerdem werden Lösungen nutzerzentrierter Mobilitätskonzepte entwickelt werden (zum Beispiel Carsharing-Systeme, Fracht-Pedelecs, Mobilitätsstationen mit Infosäulen).

Fokus auf Bürgerbeteiligung

Besonderes Augenmerk liegt auf smarten Formen der aktiven Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. In einem „Stadtteil-Labor“ soll Gegenwart gemeinsam gestaltet werden. Dabei sollen künftige Nutzerinnen und Nutzer mit Unternehmen und örtlichen Umsetzern Lösungen erarbeiten.

„Smarter Together“ wird in Zusammenarbeit mit städtischen Unternehmen, Non-Profit-Organisationen, führenden europäischen Industrie- und Forschungspartnern sowie hochspezialisierten kleinen und mittleren Unternehmen realisiert. Das Projektmanagement liegt beim Referat für Arbeit und Wirtschaft, in den Modellregionen koordiniert die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH (MGS) das Projekt. Start war im Februar 2016, die Laufzeit beträgt fünf Jahre.

Das Bild zeigt von links nach rechts:1. Tobias Wagner, TUM LS Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen 2. Prof. Dr. Ignacio Farias, TUM MTCS 3. Ulf Hofmann, Securitas Alert Services 4. Prof. Dr. Gunnar Grün, Fraunhofer IBP 5. Pedro Miranda, Corporate Vice President, Head of Corporate Development SiemensOne, Siemens AG 6. Ulf Millauer , Geschäftsführer, Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH 7. Josef Schmid, 2. Bürgermeister und Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Landeshauptstadt München 8. Dr. Christian Schwingenschlögl, Manager Sustainable Cities, Siemens AG 9. Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung, Stadtwerke München 10. Wolfram Scholl, Geschäftsführer, G5 Partner 11. Georgi Georgiev, Fraunhofer IBP