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Bayerisch-Chinesisches Frühlingsfest 2017


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Eindrücke vom Bayerisch-Chinesischen Frühlingsfest im März 2017, Alte Kongresshalle München.

Auftakt zum chinesischen "Jahr des Hahn"

(20.3.17) Rund 550 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Bayerns und Chinas feierten gemeinsam das Bayerisch-Chinesische Frühlingsfest in der Alten Kongresshalle in München. Im Fokus des Wirtschaftsteils der Veranstaltung standen in diesem Jahr Chinas Firmenübernahmen in Deutschland.

Dass chinesische Investoren im Freistaat herzlich willkommen sind betonte der Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Franz Josef Pschierer, gleich in der Begrüßungsrede des Frühlingsfests. Jedoch sei es wichtig, für bayerische Unternehmen die gleichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Volksrepublik zu schaffen, wie sie chinesische Firmen im Freistaat genießen.

Quasi aus dem Nichts startete vor 20 Jahren Chinas Lichtunternehmen MLS seine Geschäfte und ist heute nicht nur der führende Hersteller von LED-Komponenten in der Volksrepublik, sondern auch einer der neuen Eigentümer von LEDVANCE. Für die ehemalige Lampensparte von Osram eröffnen sich dadurch ganz neue Möglichkeiten, betonte Oliver Neubrand, Geschäftsführer von LEDVANCE, in seiner Keynote.

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© Chinaforum Bayern e.V.

Erfahrungen bei LEDVANCE und Waldrich Coburg

Auch für den Geschäftsführer von MLS, Lawrence LIN, ist der Kauf von LEDVANCE eine Win-Win-Situation. „Unsere Vorteile liegen in der Fertigung von LED-Komponenten, während LEDVANCE über eine starke Position am Markt verfügt. Das ergänzt sich hervorragend“ verkündete er in seiner Ansprache.

Nicht nur LEDVANCE, auch Waldrich Coburg freut sich über einen Investor aus der Volksrepublik. Bereits vor zwölf Jahren wurde der Maschinenbauer von einem chinesischen Staatsunternehmen übernommen. „Wir hatten vorher einen amerikanischen und einen deutschen Investor. Keiner ließ uns so viel Entfaltungsfreiheit wie unser jetziger Eigentümer“ erklärte Hubert Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung von Waldrich in der Podiumsdiskussion des Abends.

Dr. Markus Wittmann, Ministerialdirigent im Bayerischen Wirtschaftsministerium und ehemaliger Leiter der Bayerischen Verbindungsbüros in China, erklärte, dass in den allermeisten Fällen nicht nur die Geschäftsleitung, sondern auch die Mitarbeiter der übernommenen deutschen Firmen äußerst zufrieden mit dem Investor aus Fernost sind. Dies haben Umfragen bei den Betriebsräten der Unternehmen belegt.

Wie wichtig es ist, Unternehmen nach einer Übernahme nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell zu konsolidieren, erklärte Veronika Frankenberger, Expertin für Post-Merger-Integration. "Gerade in der Post-Merger-Phase sollten Unternehmen Formate für Austausch und Dialog anbieten und das mit solider interner Kommunikation und Marketing unterstützen. Außerdem sollten sie bei der Integration den Blick auf die Führungskräfte richten und sie dazu befähigen, auf Fragen und Bedenken ihrer Mitarbeiter gut zu reagieren."

Auf den wirtschaftlichen Teil des Frühlingsfests folgte eine bunte Mischung kultureller und sportlicher Darbietungen aus Bayern und China. Das Highlight des Abends bildete das junge A Cappella-Sextett „MICappella“, das in einzigartiger Weise westliche und chinesische Einflüsse vereinte.

Hintergrund Bayerisch-Chinesisches Frühlingsfest

Das „Bayerisch-Chinesische Frühlingsfest“ richtet sich an Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Presse aus Bayern und China. Damit soll der Austausch bayerischer und chinesischer Unternehmen gefördert und das Netzwerk für Vertreter der Politik und Gesellschaft Bayerns und Chinas weiter vertieft werden.

Durch die Schaffung dieser Plattform werden zum einen Chancen für Kooperationen im wirtschaftlichen und politischen Bereich geboten, zum anderen soll durch die Veranstaltung die Attraktivität des Standorts Bayern für chinesische Unternehmen erhöht werden. Ziel ist es weiterhin, Bayern und München langfristig als Top-Destination für chinesische Touristen und Investoren aufzubauen.

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