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ÖKOPROFIT Beispielmaßnahmen


Beste Maßnahme ÖKOPROFIT 2015/16  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Arqum GmbH

Geld sparen mit Umweltschutz - so geht's

(19.4.2016) Umwelt, Klima sowie Ressourcen schonen und gleichzeitig Kosten senken - das ist Ziel des Projektes ÖKOPROFIT, an dem aktuell zehn Münchner Einsteiger-Betriebe und Einrichtungen teilnehmen. Beim aktuellen Workshop präsentierten diese als Zwischenbilanz ihre beste Maßnahme zum Umweltschutz.

Eine Maßnahme, die mit kalkuliertem Aufwand ein beachtliches Ergebnis liefert und damit begeistert, präsentierte allen voran die Bremicker Verkehrstechnik GmbH & Co. KG.
Auch das vfkv Ausbildungsinstitut München gGmbh und die Offsetdruck Dersch GmbH & Co. KG punkteten mit besonders überzeugenden Strategien.

Farbabfälle beim Druck  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Bremicker Verkehrstechnik GmbH & Co. KG

Farbkomponente spart fünfstellig

Gewonnen hat die Maßnahme „Umstellung unserer Siebdruckfarbe von 2K auf 1K“ der Bremicker Verkehrstechnik GmbH & Co. KG. Durch die Umstellung der Siebdruckfarbe von Zwei-Komponentenfarbe auf Ein-Komponentenfarbe spart das Unternehmen nicht nur Energie ein, es verringert auch mittels vielfältiger Maßnahmen die Abfallmenge und spart Strom-, Entsorgungs- und Farbkosten ein.

Unterm Strich werden dadurch 30.000 kWh Strom und 240 kg Farbabfall im Wert von 29.900 Euro pro Jahr an Einsparungen realisiert!

Energiefresser suchen und abschalten

Den zweiten Platz belegte die Maßnahme „Energie sparen“ des vfkv Ausbildungsinstituts München gGmbH.

Eine Messung der größten Energie-Fresser und der größten Einsparpotentiale regte das Ausbildungsinstitut dazu an, seine PCs nicht mehr durchgängig angeschaltet zu lassen. Durch die automatische Abschaltung nach 15 Minuten Inaktivität konnten bisher täglich gut 16 Stunden Leerlauf pro PC vermieden werden. Das entspricht rund zwei Drittel der täglichen Laufzeit.

Es ergibt sich eine Energieeinsparung von 1.869 kWh pro Jahr und eine Kostenersparnis von 500 bis 600 Euro pro Jahr.

Weniger ist mehr

Den dritten Platz belegte die Maßnahme „Farbreduktion im Druck“ von Offset Druck Dersch GmbH & Co. KG.

Ein Druckbild ist aus vier Grundfarben aufgebaut – Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz. Die Farbreduktion im Druck auf eine maximale Farbdeckung von 300 Prozent in den Tiefen statt bisher maximal 400 Prozent bringt verschiedene Vorteile. Es werden zum einen drucktechnische Probleme durch weniger Farbauftrag in den Tiefen reduziert und zum anderen Farbkosten um ca. 10 Prozent eingespart.

Dies entspricht etwa 180 kg Farbe oder 1.100 Euro pro Jahr.

Die weiteren Teilnehmer der aktuellen Einsteigerrunde ÖKOPROFIT 2015/16 sind:

  • Abfallwirtschaftsbetrieb München AWM
  • Anna-Maria Fahrenschon
  • Bremicker Verkehrstechnik GmbH & Co. KG
  • Claudia und Christian Fahrenschon GbR
  • EDAG Engineering GmbH
  • Ingenieurbüro M. Zeuner + Partner
  • Maximilian Fahrenschon
  • Offsetdruck Dersch GmbH & Co. KG
  • Platzl Hotel Inselkammer KG
  • vfkv Ausbildungsinstitut München Gmbh

Erste Bilanz der Einsparungen

Die finanziellen Einsparungen nur der vorgestellten besten Maßnahmen addieren sich für die Betriebe auf rund 31.500 Euro pro Jahr. Viele dieser Maßnahmen rechnen sich bereits innerhalb des ersten Jahres.
Durch die vorgestellten Maßnahmen sparen die Betriebe pro Jahr etwa 31.869 Kilowattstunden Strom und rund 240 Kilogramm Abfall ein. Im Laufe des Projektes werden bis zur Auszeichnung der Betriebe durch die Landeshauptstadt im November diesen Jahres weitere Maßnahmen entwickelt und schrittweise umgesetzt.


ÖKOPROFIT

ÖKOPROFIT ist ein Projekt der Referate für Arbeit und Wirtschaft sowie für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München. Unterstützt werden sie von der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, dem Abfallwirtschaftsbetrieb München und den Stadtwerken München. Die Umweltberatungsfirma Arqum aus München betreut das Projekt.

Kontakt

Referat für Arbeit und Wirtschaft - Beratung zu Energieeffizienz im Gewerbe, ÖKOPROFIT

Kontakt:
Dr. Ursula Triebswetter

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
SG Immissionsschutz Nord

Kontakt:
Helmut Fink