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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Bundesmittel für Datenplattform Mobilität


Übergabe des Förderbescheides "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" am 15.6.18 in Berlin an die Landeshauptstadt München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Projektpartner mit Verkehrsminister Scheuer (vorne Mitte), 15.6.18
© BMVI

München erhält 1,1 Mio Euro

(27.6.18) Unter Federführung des Referats für Arbeit und Wirtschaft startet im Juli die Stadt München im Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“. Dazu erhält die Stadt 1,1 Millionen Euro vom Bund.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017“ der Bundesregierung mit dem Projekt „Verbesserung der Verkehrsdatensituation in München für die Planung und Bewertung verkehrsplanerischer und -steuernder Maßnahmen“ (Acronym: VVD-M).

Am Projekt beteiligt sind neben sechs städtischen Referaten (RAW, RIT, PLAN, KR, KVR, RGU) auch die Stadtwerke München und als assozierte Partner die TU München, die Universität der Bundeswehr, die UnternehmerTUM, BMW, Nokia und TÜV Süd.

Mitte Juni überreichte Bundesminister Andreas Scheuer in Berlin den Förderbescheid an Vertreter der Landeshauptstadt.

Das Projektkonsortium hat das Ziel, eine umfassende digitale Plattform für München aufzubauen, mit deren Hilfe Maßnahmen des Verkehrsmanagements auf ihre Wirkung hinsichtlich der Einhaltung von Immissionsgrenzwerten, aber auch der Qualität von Erreichbarkeit und Mobilität in der Stadt, untersucht werden können. Hierbei spielen Aspekte der verbesserten Datenerfassung und der Einbeziehung aller Verkehrsträger eine entscheidende Rolle, um mittels Simulationen wirksame verkehrsplanerische und -steuernde Maßnahmen für Städte zu identifizieren.

Die Plattform soll es den beteiligten Referaten der Stadt und den Verkehrsbetrieben ermöglichen, nach dem Prinzip „Erfassung – Planung – Bewertung“ kurz- bis mittelfristige Maßnahmenbündel zu planen, zu evaluieren und miteinander zu vergleichen. Die transparente Darstellung von Wirkungen soll den politischen Entscheidungsprozess zur Umsetzung von Maßnahmen unterstützen und beschleunigen. Perspektivisch soll die Plattform für weitere Anbieter von Mobilitäts- und Informationsdiensten geöffnet werden.

Zentrale Anwendungsfälle (Use-Cases)

  • Radverkehrsplanung: makroskopische Modellierung von Radverkehr (z.B. Radschnellwege simulieren und deren Auswirkungen auf den lokalen Verkehr). Für den Aufbau des Modells ist die Durchführung von Verkehrszählungen und -befragungen sowie die Inventarisierung von Verkehrszeichen im Radverkehr notwendig.
  • Vernetzte Verkehrssysteme: Untersuchung der Auswirkungen von Mobilitätsstationen sowie Einrichtung / Privilegierung von Carsharing-Parkplätzen auf die Verkehrsmittelwahl und Fahrleistung. Simulation von Szenarien mit unterschiedlichem Vernetzungsgrad der Verkehrssysteme.
  • Verkehrssicherheit und Baustellenmanagement: Vermessungstechnische Straßenbefahrung inkl. 3D-Aufnahme des Straßenraums, Verkehrszeicheninventarisierung in Modellquartieren, Schlussfolgerungen für Verkehrssicherheit und Baustellenmanagement und Möglichkeiten der NOX-Reduzierung.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Arbeit und Wirtschaft
Wirtschaftsförderung
Grundlagen der Wirtschaftspolitik

Herzog-Wilhelm-Straße 15
80331 München

Kontakt:
Attila Lüttmerding