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Münchner Innovationspreis 2018 verliehen


Preisträger des Münchner Innovationspreis 2018 mit 2. Bürgermeister Josef Schmid zeigen ihre Urkunden  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy/Presseamt München

Vier Preisträger

Preisträger sind die Firmen „Holo Light“ in der Kategorie „Augmented Reality – Darstellung digitaler Informationen“ sowie „Teratrace“ und „LXElectronics“ in der Kategorie „Crowd Awareness – Erfassung der Auslastung der Münchner U-Bahn“.

Bürgermeister Josef Schmid hat zusammen mit dem IT-Referenten Thomas Bönig und Claudius Blank, Bereichsleiter Digitalisierung und Telematik bei den Stadtwerken München (SWM), gestern Abend im Vorhoelzer Forum den Innovationspreis der Landeshauptstadt München überreicht. Preisträger sind die Firmen „Holo Light“ in der Kategorie „Augmented Reality – Darstellung digitaler Informationen“ sowie „Teratrace“ und „LXElectronics“ in der Kategorie „Crowd Awareness – Erfassung der Auslastung der Münchner U-Bahn“.

Augmented Reality – Darstellung digitaler Informationen

Aufgabenstellung in der Kategorie „Augmented Reality – Darstellung digitaler Informationen“ war es, auf Basis des digitalen 3D-Stadtmodells die zukünftige Bebauung im neuen Stadtteil Freiham zu visualisieren und virtuell zu modellieren. Mit dem Innovationspreis in der Kategorie „Augmented Reality“ wurde die Firma „Holo Light“ ausgezeichnet. Der Lösungsansatz, der die Jury überzeugte, bietet zum einen die Darstellung des Stadtmodells in Raumgröße (Room Scale), zum Beispiel als Projektion auf einen Tisch zur Diskussion in Gremien oder bei öffentlichen Veranstaltungen. Denkbar ist es auch, in einem unbebauten Gebiet wie Freiham, von einer Plattform aus den neuen Stadtteil in realer Größe (World Scale) darzustellen.

Crowd Awareness – Erfassung der Auslastung der Münchner U-Bahn

In der Kategorie „Crowd Awareness – Erfassung der Auslastung der Münchner U-Bahn“ wurden Ideen gefordert, wie an U-Bahnhöfen die Besucherströme und deren Verteilung gemessen, dargestellt und ausgewertet werden können. Die Jury hat sich entschieden, in dieser Kategorie zwei Preise zu vergeben, da am Ende zwei vollkommen unterschiedliche Lösungsansätze zur Diskussion standen. Die SWM werden daher an zwei getrennten U-Bahnhöfen gemeinsam mit den Bewerbern die Lösungsansätze erproben.

Der Innovationspreis geht zum einen an die Firma „Teratrace“, eine Ausgründung der Technischen Universität München. Über Sensoren werden über Bluetooth die IP Adressen von mobilen Endgeräten erfasst. Durch unmittelbare Anonymisierung der Daten werden die Datenschutzvorgaben eingehalten. Somit ist es möglich, die einzelne Bewegung eines Endgerätes zu verfolgen ohne auf den Nutzer zurückzuschließen und ein Bewegungsprofil zu ermitteln. Für Teratrace bedeutet die Auszeichnung mit dem Innovationspreis die Möglichkeit, ihr Datenmodell erstmals im öffentlichen Raum zu erproben. Die Jury überzeugte an dem Lösungsansatz die Skalierbarkeit und die mittelfristige Möglichkeit, dieses System auch auf andere Verkehrsmittel zu übertragen und so mehr über Verkehrsströme zu lernen.

Zum anderen geht der Innovationspreis an die Firma „LXElectronics“, ein 2017 gegründetes Start-up, das einen völlig anderen Ansatz wählt. Über Mikrofone wird der Trittschall der Passanten aufgezeichnet und ausgewertet. Die so erhaltenen Passantenzahlen dienen der Erfassung und Prognose der Fahrgastbewegungen. Für LXElectronics bedeutet die Auszeichnung mit dem Innovationswettbewerb, die selbst entwickelten Mikrofone als Prototypen zu testen und zur Marktreife zu entwickeln. Die Jury überzeugte der Ansatz, mit einem vergleichsweise kleinen Installationsaufwand zu soliden und belastbaren Messergebnissen zu kommen, die Prognosen erlauben. Zudem wird mit dem Trittschall eine Messgröße ausgewertet, bei der hinterher keine personenbezogenen Daten anonymisiert werden müssen

Zielrrichtung des Preises: Neue Ansätze mit der Stadt erproben

Ziel dieses im Jahr 2018 erstmals durchgeführten Wettbewerbs ist es, die öffentliche Verwaltung für Innovationen zu öffnen und innovativen Unternehmen und Gründern eine Gelegenheit zur Umsetzung und Erprobung neuer Ansätze zu bieten. Die Wettbewerbsteilnehmer reichen zu vorgegebenen städtischen Aufgabenstellungen Lösungsideen ein. Die Preisträger erhalten die Möglichkeit, ihre Ideen umzusetzen, weiterzuentwickeln und im Praxiseinsatz zu erproben. Dabei werden sie begleitet vom Inkubationsprogramm XPRENEURS der UnternehmerTUM.