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Integreat, NUI Care und StartSomewhere bei OYW Munich 2021


Titelmotiv für die Social Business Challenge Munich: Stadtpanorama mit Frauenkirche, Kindl-Logo, One Young World- und Social Business Challenge Logos  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© SBC

Starke Social Start-ups aus Bayern im Finale

(28.7.21) Im Finale der Social Business Challenge Munich stellten sich ausgewählte junge Unternehmen aus Bayern mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Soziales der Jury vor. Am meisten überzeugen konnten die drei Gewinner Integreat, NUI Care und StartSomewhere.

Sie präsentierten sich anschließend beim One Young World Summit und lieferten mitreißende Präsentationen vor dem sehr interessierten, internationalen Publikum.

Der  OYW Munich Summit, bei dem über 2000 junge Menschen aus über 190 Ländern diesmal live und virtuell zusammenkamen, fand vom 22.-25. Juli in München statt. One Young World vernetzt junge Führungskräfte und Aktivist+innen aus aller Welt, um nachhaltige und soziale Veränderungen zu beschleunigen. 

Eine Gruppe von OYW-Botschaftern aus München hat dazu im Vorfeld die Social Business Challenge Munich ausgeschrieben. Gesucht wurden Start-ups aus Bayern, die Businesskonzepte im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele verfolgen. Die drei Sieger trafen auf der globalen Konferenz auf Teilnehmer*innen und Persönlichkeiten aus aller Welt.

Die Endauswahl fiel der Jury nicht leicht, denn das Bewerberfeld zeigte überaus spannende und engagierte junge Unternehmen. Ein breites Spektrum war vertreten - vom ehrenamtlich gestarteten Non-profit-Unternehmen bis hin zu Start-ups, die mit ihrer Geschäftsidee grundlegende Veränderungen zum Positiven bewirken wollen.

Deshalb stellen wir unten die Gewinner, aber auch alle übrigen Finalisten kurz vor.

App Integreat  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© http://stock.adobe.com/

Die Gewinner

Bayern und München haben in der Sparte Social Entrepreneurship viel zu bieten. Die Jury  überzeugten am meisten Integreat, Nui Care und StartSomewhere. Mitglieder der Jury waren Vertreter*innen der Stadt München, vom Veranstalter One Young World, von Yunus Social Business, BonVenture und FASE sowie die Organisatorinnen der Challenge, die Münchner OYW-Botschafterinnen.

Das sind die drei Gewinner:

Integreat

Integreat  ist eine App für Neuzuwandernde, die in zahlreichen Sprachen schnellen Zugang zu lokalen Informationen bietet, etwa zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulbesuch, Arbeitssuche, Gesundheit oder Vergünstigungen sowie Hinweise zu Beratungs- und Hilfsmöglichkeiten.

Die digitale Plattform, die auch die Stadt München nutzt,  wurde von Studierenden und Forscher*innen der TU München und der Universität Augsburg entwickelt. Anfänglich auf ehrenamtlicher Basis arbeitet Integreat inzwischen als Non-Profit-Organisation mit 22 Angestellten und 20 Volunteers. Mehr als 70 Städte und Landkreise international nutzen bereits die Open Source App.

NUI Care

NUI  betreibt eine App, die pflegende Angehörige mit einem Chatbot zur Seite steht, um die vielen Herausforderungen rund um häusliche Pflege zu meistern. Ein "intelligenter Chatbot" stellt sich auf den Pflegefall ein, berät und erspart den oft stark geforderten oder überforderten Angehörigen komplizierte Recherchen. Gestartet haben NUI Care Christian Ehl und Markus C. Müller; inzwischen hat NUI ein 13-köpfiges Team in München, das weiter wächst.

NUI wird über Krankenversicherungen und Arbeitgeber finanziert, die ihren Kunden oder Mitarbeitern, die pflegen, die App zur Verfügung stellen. Ziel ist es auch, dass Pflegebedürftige so lange es geht zuhause gepflegt werden können und nicht in ein Pflegeheim müssen.

Start Somewhere

Start Somewhere ist eine gemeinnützige GmbH in München mit viel Erfahrung in Entwicklungszusammenarbeit, vor allem in Kenia. Als Architekt hat Gründer Oliver von Malm wiederverwendbare Bausteine, sogenanne "TwistBlocks" aus Hohlbeton entwickelt. Sie ermöglichen bessere Bauten in Slums, die sogar umgezogen werden können, und sind gezielt für Areale entwickelt, wo Menschen gezwungen sind, sich auf Zeit und ohne Grundbesitz eine Bleibe zu schaffen. Die Herstellung kann vor Ort erfolgen und Arbeitsplätze schaffen. 

Als gemeinnützige Organisation unterstützt Start Somewhere parallel über Spenden zwei Schulen im Kibera-Slum mit derzeit insgesamt über 800 Kindern. Auch eine zweistöckige Schule wurde schon mit den TwistBlocks gebaut.

Mit ebenso spannenden Bewerbungen im Finale

Mit ebenfalls tollen Konzepten beworben hatten sich diese Unternehmen:

Communitree

Communitree ist ein Team aus Studierenden der TU München. Sie haben eine App entwickelt, die mit Hilfe von Gaming dazu motiviert, im Hinblick auf den Klimaschutz aktiv zu werden. Von bewussten Klilmaschützern bis hin zu bisher wenig Aktiven werden unterschiedliche Gruppen angesprochen. Ziel ist es, Klimaschutz anschaulich zu machen und zugleich Mittel zu generieren, die für Aufforstung verwendet werden.

FoodHub

FoodHub ist ein neues Supermarkonzept in München, das als Kooperative organisiert  ist und saisonale, biologisch produzierte Lebensmittel und nachhaltige Produkte an die Mitglieder vertreibt. Das Team, dem auch Karl Schweisfurth angehört, orientiert sich an großen Vorbildern in USA und Frankreich. Da alle Mitglieder einige Stunden mitarbeiten, soll das Projekt auch die Community vernetzen.

KEWAZO

Die heutige Baubranche kämpft mit Ineffizienz, Arbeitskräftemangel und niedrigen Sicherheitsstandards. KEWAZO arbeitet daran, diese Probleme durch Digitalisierung des Bauwesens mit Robotik und Datenanalyse zu überwinden. Das starke, interdisziplinäre Team, das sich in einem Entrepreneurship-Kurs der UnternehmerTUM zusammenfand, vereint Know how aus Robotik, Wirtschaftswissenschaften, Automation, IT und Ingenieurswissenschaften.

MyCollective

MyCollective ist ein Coaching und Leadership-Programm, das Mitarbeiter - Frauen und Männer - während einer Familienpause so unterstützt, dass sie im Anschluss ohne Einbußen ihre berufliche Karriere fortsetzen können. Das dreiköpfige Team um Gründerin Ricarda Engelmeier beschäftigt sieben Trainer und bietet Firmen ein einzigartiges Programm mit vielen Komponenten. Ziel von MyCollective ist es, Talente so zu fördern, dass sich auch Diversität und Kompetenzen nachhaltig verbessern.

PLANETICS

Die Online-Plattform PLANETICS aus München ist die erste Marktplatz in Deutschland für nachhaltige und faire Sportausrüstung. Planetics will dabei besonders kleine Hersteller unterstützen und für alle Produkte klare und transparente Kriterien und einen individuellen "Fußabdruck" im Hinblick auf Wasserverbrauch, CO2-Ausstoß, Mikroplastik, Arbeitsbedingungen und chemische Zusatzstoffe bereitstellen. Dies soll bewussten Konsumentinnen und Konsumenten die Orientierung erleichtern.

Treesense

Treesense aus München hat Sensoren entwickelt, die an Bäumen angebracht werden, um deren Gesundheit und Wasserbedarf zu überwachen. Ziel ist es, dass sich etwa Städte effizienter um Bäume in Parks und Straßen kümmern können, besonders, da der Klimawandel und Wetterextreme Bäumen stark zusetzen. Das Team aus vier Gründern und einem 8-köpfigen Studierenden-Team der TU München will Technologie in den Dienst von Pflanzen stellen, so dass deren Bedürfnisse und Nutzen besser messbar werden.

Ver.de

Die Genossenschaft ver.de e.G.  aus München gründete Dr. Marie-Luise Meinhold, Wirtschaftswissenschaftlerin und Biologin, die einige Jahre in einem großen Versicherungskonzern gearbeitet hatte. Ver.de soll eine Versicherung sein, die Beiträge konsequent nach nachhaltigen und sozialen Kritierien investiert. Zudem sollen die Beiträge gezielt zur zukunftsfähigen Transformation beitragen. Neben dem Bereich der Investments zielt Ver.de auch darauf ab, bei den Leistungen zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen.