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Neues Gründer- und Innovationszentrum im Kreativquartier


Pressetermin zum neuen Gründer- und Innovationszentrum  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Michael Nagy / LHM

Landeshauptstadt München und UnternehmerTUM planen die Stadt der Zukunft

(25.2.2016) Die Landeshauptstadt München und die von der Unternehmerin Susanne Klatten gegründete UnternehmerTUM GmbH planen im Kreativquartier ein neues Innovations- und Gründerzentrum: Start-ups, etablierte Unternehmen, Kreative und Wissenschaftler sollen hier im Dialog mit Stadtplanern, Architekten und der Öffentlichkeit gemeinsam an innovativen Produkten, intelligenten Technologien und Dienstleistungen für die Stadt der Zukunft arbeiten.

Dieser Ansatz ist einzigartig – München kann mit dem neuen Innovations- und Gründerzentrum eine internationale Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Smart City Lösungen einnehmen. Der Stadtrat stimmte am 25. Februar dem Bau des neuen Zentrums zu (→ vgl. Beschluss).

Mit der Errichtung des neuen Innovations- und Gründerzentrums für Smart City Solutions mit rund 10.000 qm Nutzfläche für Büro- und Veranstaltungsräume, Co-Working-Spaces und einer Prototypenwerkstatt soll 2017 begonnen werden. Die Landeshauptstadt München stellt das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung; UnternehmerTUM übernimmt die Kosten für den Bau und Betrieb des neuen Gebäudes.

Die nächsten Schritte nach dem positiven Entscheid des Stadtrats sind nun die Erarbeitung eines detaillierten Konzeptes für den Neubau, die Gewinnung weiterer Partner sowie die Ausschreibung eines Generalübernehmerwettbewerbes unter Einbindung des Stadtrates.

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Andreas Heddergott / RAW

Technologie für Herausforderungen der Zukunft

Bereits heute lebt mehr als die Hälfte der Menschen in städtischen Räumen - 2050 werden es weltweit zwei von drei Menschen sein. Auch München wächst kontinuierlich: Heute hat die Stadt 1,5 Mio. Einwohner – bis 2030 sollen es 1,8 Mio. werden.
Die zunehmende Urbanisierung verändert das Leben der Menschen und stellt Städte vor eine Reihe großer Herausforderungen wie Vernetzung, Mobilität, erneuerbare Energien und Energieversorgung oder auch die Gestaltung des öffentlichen Raums. Die nachhaltige Lösung dieser Herausforderungen wird in hohem Maße von neuen Technologien abhängen und eröffnet vor allem innovativen Start-ups und Gründern unternehmerische Chancen. Technologie-Start-ups finden in München ein hervorragendes Umfeld: Sechs Dax-Konzerne, ein starker Mittelstand, eine einzigartige Branchenvielfalt, die inspirierende Nähe zu Hochschulen und Forschungsinstituten, eine ausgeprägte Investorenszene, hochqualifizierte Arbeitskräfte und die in Deutschland umsatzstärkste Kultur- und Kreativwirtschaft zeichnen die Landeshauptstadt aus.

Mit vielen Angeboten für Gründer und junge Technologieunternehmen leistet die 2002 gegründete UnternehmerTUM einen zentralen Beitrag zur Entwicklung der Gründerszene in München. Schon heute arbeiten bei UnternehmerTUM Start-ups wie Invenox, Navvis oder Park Here zusammen mit etablierten Unternehmen an neuen Technologien und innovativen Lösungen, die städtische Infrastrukturen nachhaltiger machen und mithilfe von Vernetzung den Informationsaustausch im städtischen Raum nutzen.

Übersicht der Quartiere  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Auch die Stadt München engagiert sich seit Jahren intensiv in der Gründungs- und Entrepreneurshipförderung. So konnten in den vergangenen Jahren wichtige Projekte auf den Weg gebracht werden: Im September startete die Onlineplattform munich-startup.de, die alle Akteure und Aktivitäten der Müncher Gründerszene virtuell bündelt. Das Münchner Technologiezentrum MTZ bietet Raum für Technologiegründungen, ebenso wie das Werk 1 im Werksviertel, an dem die Stadt seit 2015 beteiligt ist. Trotz aller Angebote fehlt es jedoch an einem zentralen Ort im Herzen der Stadt, der Nachwuchsunternehmen in der Gründungs- und Expansionsphase unterstützt und vernetzt und ihnen den Freiraum zum Experimentieren und Ausprobieren lässt.

In Zukunft sollen diese Kräfte unter einem Dach gebündelt und die im Kreativquartier ansässige Kreativwirtschaft einbezogen werden. Die Vernetzung mit der Kreativszene eröffnet neue Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Künstlern, Designern und Architekten und stellt für das Thema Smart City eine große Bereicherung dar. Hinzu kommt die Nähe des Standorts zur Wissenschaft – ideal für die Entwicklung von Technologien zur Luft- und Umweltreinhaltung, Energieeffizienz, Rohstoff- und Materialeffizienz, Datenaustausch und Vernetzung, Energieversorgung und urbaner Mobilität. Neben dem starken Partner TU München sind Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland eingeladen, sich mit ihrer Expertise einzubringen. Die Lage des geplanten Neubaus im Kreativquartier auf dem Gelände der ehemaligen Luitpoldkaserne bietet die besten Voraussetzungen, Lösungen für die Stadt von morgen inmitten der Stadt zu erproben und die Öffentlichkeit frühzeitig miteinzubeziehen. Auch die Stadtwerke München haben bereits einen umfangreichen Letter of Intent zur Zusammenarbeit mit dem neuen Zentrum unterzeichnet. München könnte mit diesem Ansatz – unter Einbindung bestehender Initiativen wie dem europäischen Projekt smarter together – eine international führende Rolle für Smart City Lösungen einnehmen.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner begrüßt das Engagement der UnternehmerTUM und der Stadt München – auch das Bayerische Wirtschaftsministerium wird das Vorhaben in Zukunft unterstützen.

Das gemeinsame Projekt von UnternehmerTUM, Landeshauptstadt München und Bayerischer Staatsregierung eröffnet die große Chance, München und Bayern als herausragenden Innovations- und Gründerstandort zu stärken und so auf Augenhöhe mit anderen internationalen Großprojekten wie in Paris, London, Singapur und Peking zu agieren.

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