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Innovations- und Wissenschaftsstandort München


Titelbild der Studie Innovations- und Wissenschaftsstandort München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Referat für Arbeit und Wirtschaft

Neue Studie zeigt Spitzenfelder, Akteure und Effekte

(25.6.19) Stadt und Region München stehen national und international für herausragende Forschung und Innovation. Neben exzellenter Forschung in Spitzenfeldern ist es die große Breite an Fachgebieten und die Vielzahl unterschiedlicher Akteure, die den Standort München prägen und für hohe Innovationsdynamik sorgen.

Diese Rahmenbedingungen machen München zu einem dynamisch wachsenden Wirtschaftsstandort. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Innovations- und Wissenschaftsstandort München (pdf, 3,3 MB), die von der Prognos AG im Auftrag des Referats für Arbeit und Wirtschaft erstellt wurde. Einen schnellen Studien-Überblick bietet die 14-seitige Kurzfassung (pdf, 1,1 MB).

Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft, erklärte: „Die enge Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft stärkt den Wirtschaftsstandort mit seiner technologieintensiven Ausrichtung. Darin liegt ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Münchner Wirtschaft."
 

Wichtige Daten zum Wissensstandort München


Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationseinrichtungen

Rund 70 Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationseinrichtungen haben ihren Sitz in München. Diese werden ergänzt durch ein breites Spektrum von Forschungszentren in den Unternehmen. Das Zusammenspiel dieser Akteure führt dazu, dass München bei 27 von 35 zentralen Innovationsfeldern zu den zehn bedeutendsten Regionen in Europa zählt.
 

Beschäftigung

Verglichen mit Bund und Land besitzt München deutlich mehr Beschäftigte in technologie- und forschungsintensiven Leitbranchen, was sich auch bei Gehältern und Qualifikationen zeigt: 32,9 % der Beschäftigten in München haben einen Hochschulabschluss, der Median des monatlichen Bruttoarbeitsentgeltes liegt in München mit 4.170 Euro rund 30 % über dem Bundeswert.*
 

Hochschulstandort

Im Wintersemester 2016/17 zählte München 130.000 Studierende - knapp 35 % aller Studierenden in Bayern. Damit kommen in München auf 1.000 Einwohner 82 Studierende, im Bundesdurchschnitt sind es nur 34. Zudem sind in München mit 43,4 % überdurchschnittlich viele Studierende in MINT-Fächern eingeschrieben, bei denen die Industrie über einen Fachkräftemangel klagt.

Mit der Technischen Universität München (TUM) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) finden sich zwei mehrfach ausgezeichnete Exzellenz-Universitäten in München. Die Hochschule München, die größte Fachhochschule Bayerns, ergänzt das Angebot. Diese drei Einrichtungen zählen 108.000 Studierende, rund 95 % der Region. Weitere 16 Hochschulen und Akademien haben in der Region München ihren Sitz.
 

Forschungseinrichtungen

Mit rund 70 Haupt- und Nebenstandorten von Forschungseinrichtungen weist die Region München eine der höchsten Forschungsdichten im Bundesgebiet auf. 28.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in München arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E), das sind 3,6 % der Gesamtbeschäftigten und fast dreimal so viele wie im Bundesdurchschnitt.

Den Wirtschaftsstandort München kennzeichnet nicht nur die aktuelle Stärke der Unternehmen in führenden Branchen wie dem Automobilbau, sondern auch das hohe Potential bei Zukunftstechnologien in zahlreichen Kompetenzfeldern. Dazu zählen: Informations- und Kommunikationstechnologien, Life Sciences und Biotechnologie, Luft- und Raumfahrt, Automotive, Umweltwirtschaft, Kreativwirtschaft und der Bereich Finanzwirtschaft mit Fintech und Insurtech.
 

Regionalökonomische Effekte

Die direkt durch die Wissenschaftseinrichtungen geschaffenen und gesicherten Arbeitsplätze summieren sich auf 25.767, davon knapp 15.000 bei den Hochschulen und Universitäten.
Die Unternehmen der Region beschäftigen weitere 38.600 Angestellte im Bereich F&E. Insgesamt geben die Einrichtungen 2,86 Milliarden Euro aus, über 60 % davon entfallen auf Personalkosten.

Der regionalökonomische Effekt der Wissenschaftseinrichtungen wird mit einer direkten Wertschöpfung von 2.624 Mio. Euro angegeben.
Zu den 25.700 direkt in den Wissenschaftseinrichtungen Beschäftigten kommen weitere 14.585 Arbeitsplätze in vor- und nachgelagerten Branchen. Somit hängen von jedem Arbeitsplatz in einer Wissenschaftseinrichtung weitere 0,57 Arbeitsplätze in der Region ab.

Auch die indirekte Wertschöpfung (Betriebsausgaben, regionale Sachausgaben), die Einkommen der Beschäftigen in Summe und die Folgeeffekte für Münchens regionale Wirtschaft sind in der Studie aufgeschlüsselt (vgl. S. 67 ff.)

 

* Aus den vorliegenden, gemeldeten Bruttomonatsentgelten wird in der Statistik der Median verwendet, da für ein "Durchschnittsgehalt" die Einkommen oberhalb der Bemessungsgrenze nicht vorliegen.