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Digitale Plattform für Maßnahmen des Verkehrsmanagements


Karte zum Radverkehr in München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
In blau: Radverkehr in München an einem Normalwerktag, 2019
© Intraplan Consult GmbH / LHM

Projekt VVD-M erfolgreich abgeschlossen

(13.12.20) Mit Projektabschluss liefert das von der Bundesregierung geförderte Projekt „Verbesserung der Verkehrsdatensituation für die Planung und Bewertung verkehrsplanerischer und -steuernder Maßnahmen“ (VVD-M) nun wertvolle Daten und Simulationen für den Verkehr in München.

Unter Federführung des Referats für Arbeit und Wirtschaft bearbeitete die Stadt München seit Juli 2018 im Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ das Projekt VVD-M zur Verbesserung der Verkehrsdatensituation. Dazu erhielt die Stadt vom Bund bis zu 1,1 Millionen Euro im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017“. Nach 28 Monaten endete nun das Projekt, an dem neben sieben städtischen Referaten* auch die Stadtwerke München und als assoziierte Partner die TU München, die Universität der Bundeswehr, die UnternehmerTUM, BMW, Nokia und TÜV Süd beteiligt waren.

Das Projektkonsortium verfolgte das Ziel, eine umfassende digitale Plattform für München aufzubauen. Mit deren Hilfe können Maßnahmen des Verkehrsmanagements vorab geprüft werden, etwa: Dient die Maßnahme der Einhaltung von Immissionsgrenzwerten? Verbessert sich die Qualität von Erreichbarkeit und Mobilität in der Stadt? Durch verbesserte Datenerfassung und die Einbeziehung aller Verkehrsträger lassen sich so mittels Simulation wirksame verkehrsplanerische und -steuernde Maßnahmen für Städte identifizieren.

Als ein erstes zentrales Ergebnis von VVD-M wurde eine umfassende 3D-Aufnahme des Straßenraumes mit allen Verkehrszeichen im gesamten Münchner Stadtgebiet durch die Schweizer Firma iNovatis im Auftrag des städtischen GeoDatenService erstellt. Die Ergebnisse der 3D-Befahrung fließen auch in den Digitalen Zwilling der Stadt München ein.

Radverkehrsmodell

Ein zentraler Use-Case war die Erfassung von Radverkehrsdaten und die makroskopische Modellierung von Radverkehr, die das Planungsreferat betreute. Mit dem neu entwickelten Radverkehrsmodell wurden etwa Radschnellwege und deren Auswirkungen auf den lokalen Verkehr simuliert. Für das Modell erfolgten Befragungen und (Kurzzeit-) Verkehrszählungen, auf 24 Stunden hochgerechnet mit einem neu entwickelten Verfahren. Daraus entstand die Verkehrsmengenkarte (vgl. Abbildung). Die Radverkehrsinfrastruktur ist nun erfasst.  Die Datenerhebung und die Radverkehrsmodellierung erstellte die Münchner Firma Intraplan Consult GmbH mit Unterstützung von Schuh&Co aus Germering. Die Ergebnisse des Radverkehrsmodells werden in das neue gesamtstädtische Verkehrsmodell einfließen.

Verkehrssicherheit

Das KVR untersuchte im Rahmen von VVD-M den Anwendungsfall, wie die Verkehrssicherheit für den Radverkehr optimiert werden kann. Hierbei war das Ziel die Verbesserung der Verkehrssicherheitsbewertung als Grundlage für die optimierte Planung und Betrieb der Straßeninfrastruktur im Rahmen des Leitkonzeptes „Vision Zero“. Zusammen mit der Karlsruher Firma PTV bewertete das KVR hierbei die  Verkehrssicherheit von verschiedenen Radverkehrsführungen, abhängig vom Radverkehrsaufkommen, von Knotenpunkten und von den Sichtbeziehungen an Kreuzungen.

Plattform zum Austausch von Mobilitätsdaten

Schließlich erarbeitete das Referat für Arbeit und Wirtschaft mit Unterstützung von PwC eine rechtliche Vereinbarung, die dazu dient, dass künftig die Referate, Hochschulen und privaten Projektpartner bestehende und neue Mobilitäts-Daten auf einer vom IT-Referat betriebenen Datenplattform austauschen können. Ab 2021 soll diese im Projekt VVD-M entstandene Mobilitätsdatenplattform in Kooperation mit dem Mobilitätsreferat, dem Kommunal- und dem IT-Referat weiterbetrieben werden.

* Beteiligte Referate: Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW), IT-Referat (RIT), Referat für Stadtplanung und Bauordnung (PLAN), Kommunalreferat (KR), Kreisverwaltungsreferat (KVR), Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) und Baureferat (BAU).