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München Tourismus bietet Concierge-Schulung an


Concierge-Schulung von München Tourismus, Zeltdachtour  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© München Tourismus

Eine ganze Menge Insider-Wissen

Was gibt es im Schloss Nymphenburg zu sehen? Welches Museum sollte man besuchen, wenn man nur noch wenige Stunden Zeit bis zum Abflug hat? Fragen wie diese gehören zum Arbeitsalltag eines Hotel-Concierges in München: Viele Gäste verlassen sich blind auf die Tipps des Portiers ihres Vertrauens. Dank eines Qualifikationsprogramms von München Tourismus wissen elf Concierges der Luxushotellerie nun noch genauer Bescheid, was sie den Besuchern der Stadt in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht empfehlen können.

Die Initiative ging von den Concierges aus: Jochen Ehmann (The Charles Hotel München), Leiter der Sektion Bayern des Vereins Die Goldenen Schlüssel e.V., der Vereinigung der Hotelportiers in Deutschland, kam im vergangenen Jahr mit dem Vorschlag zu einer Schulungsreihe auf München Tourismus zu. „Ich hatte mir eigentlich überlegt, an der offiziellen Gästeführerausbildung teilzunehmen, aber das ist leider mit den Arbeitszeiten im Hotel nicht vereinbar. So kam ich auf die Idee zu einer speziellen Veranstaltung für die Concierges“, sagt Ehmann. Das umfassende Know-how der Tourismus-Spezialisten in puncto Gästeservice und -führungen wurde daraufhin gebündelt und in zehn Halbtags- und Ganztagsseminaren vermittelt.

Concierge-Schulung von München Tourismus vor der Bayerischen Staatsoper  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© München Tourismus

Ein neuer Blick auf die Dinge

Auf dem Programm stand alles, was die bayerische Landeshauptstadt als Kultur-, Sport- und Wirtschaftsmetropole ausmacht. Dazu gehören unter anderem das Kunstareal, die Residenz, eine Zeltdachtour im Olympiastadion, München während der NS-Zeit und weitere Architekturthemen. Auch Theoriestunden über die bayerische Geschichte waren dabei.

Jede Schulung wurde von erfahrenen Gästeführern der Landeshauptstadt München durchgeführt, die in ihrer langjährigen Karriere eine Menge Insider-Wissen angesammelt haben – und dies gerne mit den Concierges teilen. So führten sie die Gruppe auch abseits der ausgetretenen Touristen-Pfade zu eher versteckten Plätzen, die längst noch nicht jeder kennt, zum Beispiel zum Kabinettsgarten am Marstallplatz, einer Ruheoase abseits der lebhaften Maximilianstraße.

Auch wirklich Ungewöhnliches, was man in keinem Reiseführer der Welt findet, war dabei, wie der Blick von oben auf das komplizierte Bewässerungssystem der Hängepflanzen in den Fünf Höfen. „Das war richtig interessant“, sagt Concierge Elisabeth Beutler vom Sofitel Bayerpost am Hauptbahnhof, „jetzt kann ich den Gästen viel mehr Detail-Infos geben.“ Der neue Blick auf die Dinge gefällt auch Tobias Lindner vom Bayerischen Hof: „Gerade diese Informationen kann man im Arbeitsalltag gut gebrauchen.“

München Tourismus legt seit jeher viel Wert darauf, Berufsgruppen, die in täglichem Kontakt mit Besuchern der Stadt sind, individuell zu schulen: Vor einigen Jahren profitierten beispielsweise Polizisten und Taxi-Guides im Rahmen mehrtägiger Seminare vom umfangreichen Wissen der Tourismus-Experten. Ein vergleichbares Angebot für Hotel-Mitarbeiter gab es jedoch bisher nicht. Dank der positiven Erfahrungen wird derzeit geprüft, ob und wann das Programm weitergeführt werden kann.