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ÖKOPROFIT 2015/16


Einsteiger ÖKOPROFIT 2015/16  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Einsteiger ÖKOPROFIT 15/16, H. Seidenabel/LHM
© Hans Seidenabel / LHM

Bürgermeister Josef Schmid zieht Bilanz und zeichnet Betriebe aus

(11.11.16) Für ihre Bilanz im Nachhaltigkeitsprojekt ÖKOPROFIT 2015/2016 ehrten Stadtvertreter aus den Referaten für Arbeit und Wirtschaft und für Gesundheit und Umwelt gestern in München die neuen ÖKOPROFIT-Einsteigerbetriebe, die Teilnehmerfirmen an ÖKOPROFIT Energie und die ÖKOPROFIT-Klubbetriebe.

Bei der Feierstunde sprachen Bürgermeister Josef Schmid, zugleich Leiter des Referates für Arbeit und Wirtschaft, und - in Vertretung für die Münchner Umweltreferentin Stephanie Jacobs - Dr. Sylvia Franzl, Hauptabteilungsleiterin Umwelt beim Referat für Gesundheit und Umwelt.

Ersparnis bei Energie, CO2, Abfall, Rohstoffen, Wasser

Über 8,9 Millionen Kilowattstunden bei Strom, Wärme und Treibstoff und somit mehr als 4.500 Tonnen CO2 sowie rund 100 Tonnen Abfall, rund 8,5 Tonnen Rohstoffe und über 25 Tausend Liter Wasser sparen die 55 Münchner Unternehmen ein, die sich im Zeitraum 2015/2016 an ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) und ÖKOPROFIT Energie beteiligt haben.

Mehr noch: Der Klima- und Umweltschutz rechnet sich für ÖKOPROFIT-Betriebe und die ÖKOPROFIT Energie-Betriebe auch ökonomisch – jährlich sparen sie rund 1,8 Millionen Euro ein.

Feierlicher Abschluss der Runde 2015 / 2016

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ÖKOPROFIT Energie 2015/16

Vertreterinnen und Vertreter der Teilnehmerunternehmen an ÖKOPROFIT Energie 2015/16 mit ...

ÖKOPROFIT-Teilnehmer berichteten Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

ÖKOPROFIT-Teilnehmer berichteten

v.l. H. Buchta / Platzl Hotel, K.-U. Pook / Bremicker Verkehrstechnik und J. Fritz / LV 1871 mit ...

ÖKOPROFIT Klub 2015/2016 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

ÖKOPROFIT Klub 2015/2016

Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen des ÖKOPROFIT Klub 2015/16 mit Dr. S. Franzl / ...

Sehr bald wirtschaftlich

Bürgermeister Josef Schmid belegte die Wirtschaftlichkeit von ÖKOPROFIT: 25 Prozent der umgesetzten Maßnahmen seien mit keinerlei Kosten verbunden, 6 Prozent amortisieren sich innerhalb des ersten Jahres, weitere 12 Prozent innerhalb von drei Jahren. „Die 18 größten Betriebe mit jeweils mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können im Schnitt jährlich rund 70.300 Euro einsparen“, sagte Schmid. „ÖKOPROFIT ist ein Beispiel dafür, wie sich Ökologie und Ökonomie durch smarte Ideen und moderne Innovationen vereinbaren lassen.“

Die größten Einsparungen werden mit 92 Prozent im Bereich Energie und Emissionen erzielt. Es folgen Einsparungen bei Rohstoffen und Abfällen mit 5 Prozent an den Gesamteinsparungen, dann sonstige Maßnahmen mit einem Anteil von 3 Prozent, und Einsparungen bei Wasser und Abwasser mit einem Anteil von unter 1 Prozent an den Gesamteinsparungen.

Neue Runde 2017

Damit warb Schmid schon um interessierte Firmen für die nächste Etappe: Im Frühjahr 2017 starten je eine Runde für neue Einsteigerbetriebe und für Energiebetriebe. Die ÖKOPROFIT Einsteigerbetriebe, die ÖKOPROFIT Energiebetriebe 2015/2016 und die bisherigen Klubbetriebe können zudem ihre Aktivitäten im ÖKOPROFIT Klub fortführen.

Kooperation zwischen Kommune und lokaler Wirtschaft

ÖKOPROFIT ist ein freiwilliges Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft, das ursprünglich in Graz entwickelt wurde und 1998 von der Landeshauptstadt München als erster Kommune in Deutschland eingeführt wurde. Es wird vom Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) und vom Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK), dem Abfallwirtschaftsbetrieb München und der Stadtwerke München GmbH (SWM) Münchner Betrieben angeboten.

ÖKOPROFIT Energie wurde zum ersten Mal in München durchgeführt. Ein Beratungsprogramm speziell zugeschnitten auf die Identifikation und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Die teilnehmenden Betriebe erstellen im Rahmen von ÖKOPROFIT Energie eine detaillierte Energieflussanalyse und stellen die herausgefundenen Maßnahmen in einem Energieprogramm zusammen, welches den Anforderungen eines Energieaudits nach DIN EN 16247 entspricht.

Das Format ÖKOPROFIT wurde Anfang des Jahres auch von der Bundesinitiative Energieeffizienz-Netzwerke anerkannt. Alle drei Münchner Netzwerke ÖKOPROFIT für Einsteiger, ÖKOPROFIT Energie und den ÖKOPROFIT Klub wurden bei der Bundesinitiative angemeldet. So zeigt die Landeshauptstadt auch bundesweit Flagge für Energie- und Ressourceneffizienz.

Insgesamt nahmen 252 Münchner Betriebe teil

Mittlerweile haben sich 252 Betriebe in München an ÖKOPROFIT beteiligt; bundesweit sind es in über 110 Kommunen 3.000 Betriebe. Ziel des Programms ist es, die Material- und Energieeffizienz der Unternehmen zu erhöhen und einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt und des Klimas zu leisten. Angesprochen sind Unternehmen und Einrichtungen aller Größen und Branchen.

Die Einsteigerbetriebe, beispielsweise das Platzl Hotel, die EDAG Engineering GmbH oder die Bremicker Verkehrstechnik GmbH, nahmen an 10 gemeinsamen Workshops zu allen Themen des betrieblichen Umweltschutzes teil, untersuchten zusammen mit den Beratern der Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement mbH (Arqum) die betriebliche Situation individuell vor Ort und entwickelten Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltschutzes. Abschließend wurden sie nach den strengen Kriterien der ÖKOPROFIT-Auszeichnung geprüft.

Bei ÖKOPROFIT Energie ist der Fokus beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch die Energieeffizienz, so dass Themen wie Klimatisierung, Beleuchtung und Druckluft im Vordergrund stehen. Die Energiebetriebe, wie beispielsweise RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG, Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG oder Gleason-Hurth Tooling GmbH, konnten hierdurch neue Impulse zur Verbesserung ihrer energetischen Situation bekommen.

Einsteigerbetriebe sowie Energiebetriebe können in den Folgejahren Klub-Betriebe werden und die Auszeichnung regelmäßig erneuern. Im Jahrgang 2015/2016 taten dies 29 Betriebe.

Die teilnehmenden Firmen stellen sich so ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und setzen sich beispielsweise durch das Sparen von Energie und Wasser aktiv für den Klima- und Umweltschutz ein. So können Betriebskosten unter gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen gesenkt werden. „Vor allem die beeindruckende Verminderung der Kohlendioxidemissionen um mehr als 4500 Tonnen CO2 durch die vielfältigen energiesparenden Maßnahmen unserer Teilnehmerbetriebe leistet einen wesentlichen Beitrag zu den Klimaschutzaktivitäten Münchens," fasste die Münchner Umweltreferentin Stephanie Jacobs das Programm zusammen.

Informationen für Firmen vgl. unten, oder bei der Beratungsfirma Arqum, Tel 089 - 1210 9940.

Kontakte für interessierte Firmen

Referat für Arbeit und Wirtschaft - Beratung zu Energieeffizienz im Gewerbe, ÖKOPROFIT

Herzog-Wilhelm-Straße 15
80331 München

Kontakt:
Dr. Ursula Triebswetter

Landeshauptstadt München

SG Immissionsschutz Nord

Bayerstraße 28a
80335 München

Kontakt:
Helmut Fink