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Standard-Raumprogramm


Stand: Februar 2016

Heute die Schule von morgen bauen - Stadt setzt neue Maßstäbe beim Schulbau

Mehr Platz im Klassenzimmer, mehr Raum für Ganztag und Inklusion: Im Mai 2015 hat der Münchner Stadtrat mit seinem Beschluss zu Standard-Raumprogrammen im Schulbau Maßstäbe gesetzt für eine zukunftsfähige Schularchitektur. Diese Raumprogramme wurden vor dem Hintergrund der Haushaltslage im Frühjahr 2016 nach Schulart und -größe modifiziert. Die Klassenzimmergrößen, die Größen der Räume für Differenzierung und Inklusion sowie die Teamräume für Lehrerinnen und Lehrer blieben dabei jedoch unangetastet.

Der Unterricht hat sich in allen Schulformen grundlegend verändert, und die unterschiedlichen Lernarrangements und -settings benötigen neue räumliche Rahmenbedingen. Ganztagsschule und die Umsetzung der Inklusion fordern adäquate Raumkonzepte. All diesem wird mit den Standard-Raumprogrammen Rechnung getragen. Dank der Flexibilität der Raumkonzepte sind sie zukunftsfähig und bieten Raum für moderne Unterrichtsformen. So baut die Schulstadt München heute die Schulen der Zukunft und geht auf die Bedürfnisse der Großstadt ein.

Die Standard-Raumprogramme sind ein Baustein des „Aktionsprogramms Schul- und Kita-Bau 2020“: Durch die Festlegung von verbindlichen Rahmenvorgaben zu Größe und Anordnung von Klassenzimmern, Anzahl von zusätzlichen Räumen für Ganztag und Inklusion etc. werden die Planungszeiten für Schulbauten verkürzt. Gleichzeitig stellen diese für jede Schulart individuell erarbeiteten Raumprogramme sicher, dass Schulbauten in München sich flexibel an Entwicklungen zeitgemäßer Pädagogik anpassen können.

Das Münchner Lernhaus ist das Herzstück für jeden Schulbau
Das Münchner Lernhaus ist ein flexibles und multifunktionales Raumkonzept. Das Lernhaus verbessert die Lern- und Arbeitsbedingungen sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte entscheidend. Ein Lernhaus-Cluster bildet eine "kleine Schule" innerhalb der großen Organisation Schule: um eine zentral in der Mitte situierte offene Fläche gruppieren sich Klassenzimmer und zusätzliche Räume für Ganztag, Differenzierung und Inklusion, ergänzt durch ein Teamzimmer für die Lehrkräfte und Sanitärräume.

Schulhaus-Architektur

Die Idee ist, dass die Schulhausarchitektur die einzelnen Lernhaus-Cluster wie Bienenwaben aneinanderfügt – die Größe der Schule bestimmt die Anzahl der Lernhaus-Cluster. Dadurch ist eine maximal flexible Planung möglich – eventuell notwendige Erweiterungen werden durch Hinzufügen weiterer Cluster realisiert.

Raum für Ganztag und Inklusion
Schulgebäude brauchen Raum für ganztägige Bildung und Betreuung. Gleichzeitig müssen die Klassenzimmer und Aufenthaltsräume so ausgestattet sein, dass behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden können.
Jedes Lernhaus-Cluster im Standard-Raumprogramm bietet zusätzliche Räume für ganztägige Bildung und Betreuung sowie für Differenzierung im Rahmen der inklusiven Schule. Die Räume erlauben eine Mehrfachnutzung im Rahmen von gebundenem Ganztag, Mittagsbetreuung oder Tagesheim sowie im Hortbereich.

An Grundschulen gibt es neben den 4 Klassenzimmern in jedem Lernhaus zwei zusätzliche Räume, die multifunktional genutzt werden können – für Differenzierung im Unterricht und auch zur ganztägigen Betreuung. Jedes zweite Lernhaus hat darüber hinaus zusätzliche Inklusionsbereiche, die von ihrer Ausstattung her so gestaltet sind, dass behinderte Kinder in den Unterricht integriert werden können.

Mehr Raum auch für Lehr- und Erziehungskräfte
Jedes Lernhaus hat ein eigenes „Lehrerzimmer“. Diese dezentralen Teamzimmer für Lehr- und Erziehungskräfte ermöglichen einen intensiven Austausch zwischen den Pädagoginnen und Pädagogen und sorgen für eine neue Qualität der Beziehungen zwischen Kindern und Pädagogenteam. Zusätzlich steht ein zentrales Lehrerzimmer als Treffpunkt für das gesamte pädagogische Team der Schule zur Verfügung. In den Fachlehrsälen gibt es weitere Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer.

Lernen im Cluster

Das Münchner Lernhauskonzept  organisiert die Schulräume in sogenannten Clustern: Im Idealfall besteht ein Cluster aus mehreren Klassenzimmern, Räume für Ganztagsbetreuung oder Differenzierung, einem Teamzimmer für Lehrkräfte sowie einer WC-Anlage. Diese Räume gruppieren sich um den "Marktplatz", der die Mitte der Einheit bildet.

Schematische Darstellung für Gesundheits- und Kommunikationsfördernde Lernräume
nach Dr. Wilfried Buddensiek:

Clusterskizze Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Schematische Darstellung eines Lernhauses der Sekundarstufe I (Klasse 5 - 10)