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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Standard-Raumprogramm


Heute die Schule von morgen bauen - Stadt setzt neue Maßstäbe beim Schulbau

Die Landeshauptstadt München hat das Standard-Raumprogramm entworfen, um Schulen in München zukunftsorientiert zu bauen. Durch einen einheitlichen Standard wird nebenbei auch noch schneller und kosteneffizienter gebaut.

Die Schule wird dabei in sogenannte Lernhäuser unterteilt, in denen Klassenzimmer, Teamzimmer und zusätzliche Räume zu einer Einheit zusammengefasst werden. Dort kann sowohl auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler*innen eingegangen werden als auch eine Ganztagsbetreuung integriert werden.

Die Landeshauptstadt München legt Wert auf moderne Unterrichtskonzepte: Frontalunterricht soll durch kooperativen Unterricht ersetzt werden. Außerdem werden Inklusion und Ganztagsschule immer wichtiger. Schüler*innen mit verschiedensten Bedürfnissen können entsprechend gefordert und gefördert werden. Durch moderne Raumkonzepte werden flexible Betreuungsmöglichkeiten und eine flexible Raumnutzung ermöglicht.  In Grundschulen wird dadurch beispielsweise eine flexible Nutzung der Räume für Mittagsbetreuung, Tagesheim und Hort möglich. Die Umsetzung der Kooperativen Ganztagsbildung im Grundschulbereich wird durch die Lernhaus-Konzeption wesentlich unterstützt.

Diese Überlegungen finden sich in den sogenannten Standard-Raumprogrammen wieder. Sie definieren Größe, Anzahl und Anordnung der Räume und bilden somit die Planungsgrundlage für Grund-/ Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien und Schulsportanlagen.

Grundriss mit mehreren Klassenzimmern, Gruppenräumen, Inklusionsräumen. In der Mitte befindet sich die offen getaltete Fläche, das sog. Forum. Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Grundriss einer Grundschule mit Münchner Lernhaus

weitere Informationen zum Münchner Lernhaus

Schulhaus-Architektur

Eine Schule besteht aus mehreren Lernhäusern, die je nach Größe der Schule modulartig aneinandergefügt werden. Somit ist jedes Lernhaus eine „kleine Schule“ in der Schule.

Ein Lernhaus besteht aus einer festgelegten Anzahl von Klassenzimmern, einem zentralen Forum, Räumen für Ganztag und Inklusion und einem Teamzimmer für die Pädagog*innen. Jedes Lernhaus verfügt über eigene Sanitärräume.

Mehr Raum auch für Lehr- und Erziehungskräfte

Neben dem zentralen Personalbereich stehen den Pädagog*innen dezentrale Teamzimmer in den einzelnen Lernhäusern zur Verfügung. Unterstützt durch eine offene Gestaltung mit Glaselementen fördern die dezentralen Teamzimmer einen engen Austausch zwischen den Pädagog*innen und Schüler*innen.

Holzturm der verschiedene Einrastmöglichkeiten bietet, um ein Tischbrett auf verschiedenen Höhen einzuhängen Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Forum in einem Lernhaus als Treffpunkt für gemeinsames Lernen

Blick in das Forum eines Lernhauses in Freiham; das Forum bildet die Mitte von wo aus sich die Klassenzimmer verteilen Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Forum

Klassenzimmer besteht aus einzelnen Tischen, die als Segmente einen großen Tischkreis bilden Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Grundschulklassenzimmer

Historie der Standard-Raumprogramme

Bereits seit dem Stadtratsbeschluss vom 20. Mai 2015 bilden die Standard-Raumprogramme die Grundlage für die Planung von allgemeinbildenden Schulen und Schulsportanlagen.

Am 25. Februar 2016 wurden die Standard-Raumprogramme in einzelnen Bereichen modifiziert. Am 26. Juli 2017 wurden die Standard-Raumprogramme für Gymnasien – zuvor auf das achtjährige Gymnasium (G8) ausgelegt – auf das neunjährige Gymnasium (G9) angepasst. 

Am 20. März 2019 wurden die Standard-Raumprogramme erneut aktualisiert, denn zwischenzeitlich wurden durch den Freistaat Bayern die sogenannten Flächenbandbreiten in Kraft gesetzt: am 15. September 2017 zunächst für Grundschulen und im Verlauf auch für Gymnasien (29. März 2018), Realschulen (15. Juni 2018) und Mittelschulen (1. August 2018). Die Flächenbandbreiten bilden die Grundlage für die Förderung durch den Freistaat Bayern, die sogenannte Investitionskostenförderung. Mit diesen Aktualisierungen der Standard-Raumprogramme konnten wir die Förderquote immer weiter steigern.