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Personal für freie Träger


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    Wann muss ich einen Antrag auf Personalzustimmung stellen?

    Eine Personalzustimmung müssen Sie bei uns beantragen, wenn Sie eine pädagogische Ergänzungs- oder Fachkraft einstellen möchten, die keine der folgenden, in Deutschland absolvierten Abschlüsse, vorweisen kann: 

    • Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher,
    • Staatlich geprüfte Kinderpflegerin/Staatlich geprüfter Kinderpfleger oder
    • Diplom-Sozialpädagogin/Diplom-Sozialpädagoge, B.A. Soziale Arbeit

    zusätzlich in integrativen Einrichtungen:

    • Staatlich anerkannte Heilpädagogin/Staatlich anerkannter Heilpädagoge
    • Staatlich geprüfte Heilerziehungspflegerin/Staatlich geprüfter Heilerziehungspfleger

    Ergänzend hierzu wird auf die Ausnahmeregelungen für ausgewählte Studien- und Berufsausbildungen hingewiesen, bei denen von der Zustimmung bis auf Weiteres abgesehen wird.

    Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten (Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr) können als pädagogische Ergänzungskraft ohne eine Personalzustimmung eingesetzt werden.

    Was ist eine Personalzustimmung?

    Durch die Einführung der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (AVBayKiBiG) zum 01. August 2005 hat sich auch der Nachweis der pädagogischen Qualifikation des Personals in Kindertageseinrichtungen grundlegend verändert (§ 16 AVBayKiBiG).

    Das bedeutet:

    Im Rahmen der Personalzustimmung werden gemäß § 16 AVBayKiBiG keine grundsätzlichen Qualifikationen oder Anerkennungen geprüft. Hierbei handelt es sich vielmehr um die jeweilige Einzelfallprüfung, ob die entsprechende Bewerberin/der entsprechende Bewerber mit ihrer/seiner pädagogischen Qualifikation im konkreten Einsatzbereich und -ort eine Zustimmung erhalten kann.

    In der Ausführungsverordnung (AVBayKiBiG)  werden nur noch allgemeine Vorgaben zu den erforderlichen Qualifikationen gegeben, die die Bewerber/innen bei der Einstellung erfüllen müssen:

    • 'Pädagogische Fachkräfte sind grundsätzlich Personen mit einer umfassenden fachtheoretischen und fachpraktischen sozialpädagogischen Ausbildung, die durch einen in- oder ausländischen Abschluss mindestens auf dem Niveau einer Fachakademie nachgewiesen wird.' (§ 16 Abs. 1 AVBayKiBiG).
    • 'Pädagogische Ergänzungskräfte für die Betreuung von Kindern aller Altersgruppen sind hingegen grundsätzlich Personen mit einer mindestens zweijährigen, überwiegend pädagogisch ausgerichteten, abgeschlossenen Ausbildung' (§ 16 Abs. 4 AVBayKiBiG).

    Grundsätzlich hat der Träger einer Einrichtung den Nachweis einer ausreichenden Qualifikation des von ihm zu beschäftigenden Personals zu führen. Es obliegt dem Träger, bei unklarem Sachverhalt sich vor der beabsichtigten Einstellung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu versichern, ob das betreffende Personal die notwendige berufliche Eignung im Sinne der gesetzlichen Vorgaben besitzt.

    Im Einzelfall kann die Aufsichtsbehörde von den gesetzlichen Anforderungen abweichen, wenn die Vermittlung der Bildungs- und Erziehungsziele gleichwertig sichergestellt werden kann (§ 16 Abs. 6 AVBayKiBiG).

    Der Nachweis über die Eignung wird über die Zeugnisse des beruflichen Abschlusses geführt, im Einzelfall zusätzlich über Nachweise praktischer Erfahrung im Bereich institutioneller Kindertagesbetreuung. Bestätigt die zuständige Aufsichtsbehörde die entsprechende Qualifikation als pädagogische Fach- oder Ergänzungskraft, so kann die Einstellung erfolgen.

    Wie stelle ich einen Antrag?

    Ein Antrag auf Personalzustimmung erfolgt immer vor der Einstellung der Bewerberin oder des Bewerbers per Post.

    Bitte nutzen Sie für die Antragstellung und für Anfragen das Antragsformular (siehe unten). Wir benötigen folgende Unterlagen, damit wir Ihren Antrag zeitnah bearbeitet werden können, werden folgende Unterlagen benötigt:

    1. Schriftlicher Antrag (siehe unten) des Trägers per Post
    2. Name und Adresse der Einrichtung, in der die Personalkraft beschäftigt werden soll
    3. Funktion (pädagogische Fach- oder Ergänzungskraft) und gewünschter Einstellungszeitpunkt
    4. Bereich, in dem die Bewerberinnen und der Bewerber eingestellt werden soll (Krippe: 0 bis 3 Jahre, Kindergarten: 3 Jahre bis Schuleintritt, Hort: Schulkinder)
    5. Lückenloser Lebenslauf in deutscher Sprache
    6. Kopie des Abschlusszeugnisses
    7. Kopien der Zeugnisse beziehungsweise Urkunden der maßgeblichen Ausbildungen oder Studienabschlüsse
      sofern es sich um einen ausländischen Abschluss handelt: beglaubigte Übersetzung der Urkunde und der Ausbildungs- oder Studieninhalte
    8. Nachweis über Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens (zum Beispiel Zertifikate). Gesonderte Regelungen gibt es für bilinguale Einrichtungen.
    9. Falls vorhanden: Nachweis über Praxiserfahrungen in Kindertageseinrichtungen oder Kindertagesbetreuungen
    10. Falls vorhanden: Nachweis über weitere Qualifikationen
    11. Aktuelle Personalliste des pädagogischen Personals mit Hinweis auf die muttersprachliche Deutschkompetenz der Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter. Sie finden die aktuelle Personalliste am Ender dieser Seite unter "Weitere Informationen" zum Download.

    Hinweis:
    Die Nachweise müssen in deutscher Sprache und per Post an die zuständige Ansprechpartnerin gesandt werden. Eine rückwirkende Zustimmung ist grundsätzlich nicht möglich.

    Was ist die Berufeliste?

    Das ZBFS - Bayerisches Landesjugendamt hat eine beratende Funktion für die zuständigen Aufsichtsbehörden und unterstützt diese im Antrags- bzw. Prüfverfahren.
    Hierzu führt das Landesjugendamt auf seiner Homepage eine Datenbank, bei der eine Vergleichbarkeit mit den einschlägigen Qualifikationen als pädagogischer Fach- oder Ergänzungskraft geprüft wurde. Diese Liste wird fortwährend aktualisiert, um allen Beteiligten ein hohes Maß an Transparenz zu ermöglichen. Sie dient als Orientierung für die Aufsichtsbehörden.

    Anerkennungen ausländischer Abschlüsse

    Seit 1. August 2013 gilt das „Bayerische Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsqualifikationen, BayBQFG“ ('Anerkennungsgesetz').

    Hiernach haben Bewerberinnen und Bewerber künftig einen Anspruch auf Anerkennung ihres ausländischen Abschlusses mit einem gleichwertigen inländischen Referenzberuf. Das BayBQFG gilt ausschließlich für die landesgesetzlich geregelten Berufe, dazu gehören zum Beispiel Erzieherinnen oder Erzieher, Kinderpflegerinnen oder Kinderpfleger, Heilerziehungspflegerinnen oder Heilerziehungspfleger.

    Antragsberechtigt ist jede Person, die im Ausland einen Ausbildungsnachweis in einem vom BayBQFG (GVBl 14/2013 S. 1) erfassten Beruf erworben hat und darlegt, im Freistaat Bayern eine entsprechende Tätigkeit ausüben zu wollen. Wohnort, Staatsangehörigkeit sowie Aufenthaltsstatus spielen hierfür keine Rolle. Anträge können auch aus dem Ausland gestellt werden.

    Die Anerkennung nach dem BayBQFG hat den Vorteil, dass verbindlich durch Bescheid festgestellt wird, dass der ausländische Berufsabschluss mit einem deutschen Beruf (zum Beispiel Erzieherinnen oder Erzieher) gleichwertig ist. Dieser Bescheid gilt fortlaufend und für das gesamte Bundesgebiet. Die Qualifikation muss somit nicht bei jedem Wechsel der Einrichtung erneut geprüft werden.

    Die zuständige Anerkennungsstelle stellt im Bescheid fest, welche Qualifikationsmerkmale und welche Qualifizierungsmaßnahmen fehlen, beispielsweise können fehlende Praxisnachweise durch ein Praktikum nachgewiesen werden. Bei mangelnden Rechtskenntnissen kann dies durch Fortbildungen an einer Fortbildungsakademie nachgewiesen werden.

    Es gibt in Deutschland keine zentrale Stelle, die Anerkennungsverfahren durchführt. Zuständig ist grundsätzlich die Stelle, die für die Ausbildung im jeweiligen Beruf zuständig ist. Damit werden keine Doppelstrukturen geschaffen, sondern bestehende Kompetenzen weiter genutzt. In einigen Fällen wurden Zuständigkeiten bayern- oder bundesweit gebündelt. Welche Stelle für Ihren Antrag zuständig ist, erfahren Sie im Anerkennungsfinder auf der Homepage www.anerkennung-in-deutschland.de oder unter der Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (deutsch und englisch), Telefon: 030/1815-1111.

    Zuständige Stelle für Anträge eines Berufsabschlusses im sozialpädagogischen Bereich (Erzieherinnen und Erzieher oder Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger):
    Regierung von Niederbayern
    Regierungsplatz 540
    84028 Landshut
    Tel. 0871/808-01
    E-Mail: poststelle@reg-nb.bayern.de
     

    Anerkennungen von Sozial- und Kindheitspädagogen

    Zusätzlich zum BayBQF trat zum 1. August 2013 das Bayerische Sozial- und Kindheitspädagogengesetz (BaySozKiPädG) in Kraft. Das BaySozKiPädG regelt ergänzend zum BayBQFG die staatliche Anerkennung von Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen und Kindheitspädagoginnen oder Kindheitspädagogen mit einem inländischen Bachelorabschluss sowie für Bewerberinnen oder Bewerber mit einem ausländischen gleichwertigen Bachelorabschluss.
     

    • Zu unterscheiden sind hier Bewerberinnen oder Bewerber mit einem inländischen Bachelorabschluss. Wer an einer bayerischen Hochschule einen Bachelor-Studiengang 'Frühe Kindheit' (oder vergleichbarer Studiengang - Bezeichnung nicht einheitlich) erfolgreich abgeschlossen hat und nicht wegen einer Straftat verurteilt worden ist, darf nach Art. 2 BaySozKiPädG die Berufsbezeichnung 'Kindheitspädagoginnen oder Kindheitspädagogen' führen und ist für die Tätigkeit in einer Kindertageseinrichtung nach § 45 SGB VIII geeignet. Ein Antrag ist hier nicht erforderlich.
    • Bewerberinnen oder Bewerber aus anderen Bundesländern, die nach den jeweiligen landesgesetzlichen Regelungen zum Führen der Berufsbezeichnung 'Kindheitspädagogin oder Kindheitspädagoge' berechtigt sind, dürfen ebenfalls in einer bayerischen Kindertageseinrichtung tätig werden.
    • Bewerberinnen oder Bewerber mit einem ausländischen Bachelorabschluss haben künftig nach Art. 3 BaySozKiPädG einen Anspruch auf staatliche Anerkennung als Kindheitspädagogin oder Kindheitspädagoge. Im Rahmen der Anerkennung wird geprüft, ob die Bewerberin oder der Bewerber einen gleichwertigen Bachelorabschluss erfolgreich absolviert hat über die zur Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache mindestens auf dem Niveau B2 hat über die einschlägigen deutschen Rechtskenntnisse (zum Beispiel SGB VIII, BayKiBiG, Praktika) verfügt. Erfüllt sie oder er die Voraussetzungen nicht, so können die Kenntnisse durch Ausgleichsmaßnahmen (zum Beispiel Lehrgänge, Sprachkurse, Praktika) nachgeholt werden.

    Zuständige Stelle für Kindheitspädagoginnen oder Kindheitspädagogen und Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen:
    Zentrum Bayern Soziales und Familie (ZBFS)
    Region Unterfranken
    Georg-Eydel-Straße 13
    97082 Würzburg
    Service-Tel.: 0931/4107500
    E-Mail: poststelle.ufr@zbfs.bayern.de