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Männer in Kitas


Vater zieht Kind Schuhe an  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Tamás Magyar

Männliche Fachkräfte in Kitas

Der Anteil an männlichen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen beträgt momentan bundesweit lediglich etwa fünf Prozent. Insbesondere in Krippen sind Männer kaum anzutreffen, im Hort ist der Anteil hingegen deutlich höher. Nicht nur vor dem Hintergrund der durch den Kita-Ausbau entstandenen Fachkräftelücke ist eine Erhöhung des Männeranteils notwendig und wird von der Landeshauptstadt München gefördert.

Die Lebenswelten von Kindern sind in großem Ausmaß von Frauen bestimmt. Dies wirkt sich auf Spielangebote und Raumgestaltung genauso aus wie auf Kommunikationsstiele und Konfliktverhalten.

Männliche Fachkräfte in Kitas sind eine große Chance für die Entwicklung aller Kinder. Mädchen und Jungen brauchen weibliche und männliche Ansprechpartner und Bezugspersonen. Mädchen und Jungen sollen erleben, dass sowohl Frauen als auch Männer trösten und helfen, spielen und kochen, toben und basteln können.

Männer in städtischen Kindertageseinrichtungen

Erzieher und Erzieherinnen arbeiten in den städtischen Kitas gleichberechtigt, es gibt keine geschlechterspezifische Aufgabenteilung. So übernehmen Männer auch pflegerisch- fürsorgliche Tätigkeiten. Genauso wie weibliche Erziehungskräfte mit den Kindern Fußball spielen, Toben oder an der Werkbank arbeiten.

Eine geschlechtergerechte Arbeitsteilung des Teams trägt dazu bei, dass Mädchen und Jungen vielfältige Vorbilder für die eigene Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität haben. Sie sehen, dass beide Geschlechter gleichermaßen Verantwortung tragen. Somit wird stereotypen, geschlechtsbezogenen Strukturen und Verhaltensweisen entgegengewirkt und den Jungen und Mädchen die Gleichstellung der Geschlechter vermittelt.

Für männliche pädagogische Fachkräfte gibt es seit 2002 den Arbeitskreis „Männer im pädagogischen Dialog“, der einen institutionellen fachlichen Austausch unter den Kollegen ermöglicht. Der Arbeitskreis richtet sich auch an Praktikanten, für die der Einstieg in ein frauendominiertes Arbeitsfeld eine besondere Herausforderung darstellt. Die Mitglieder des Arbeitskreises treffen sich alle sechs bis acht Wochen zum kollegialen Austausch.

Mehr Männer in Kitas - warum?

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Tim Rohrmann zum Thema Geschlechterrollen in Kitas.