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Inklusive Pädagogik


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Verschiedenheit ist eine Herausforderung und Bereicherung für uns alle

Der wertschätzende und respektvolle Umgang aller Menschen miteinander bildet das Fundament einer inklusiven, offenen und demokratischen Gesellschaft.
Die wirksame und selbstbestimmte Teilhabe jedes Einzelnen in der Gemeinschaft stellt für uns einen nicht verhandelbaren Wert dar.

Für Kinder mit Behinderung ist eine Kita wichtig, in der sie unterstützt werden. Kinder mit Behinderung brauchen in der Regel mehr Unterstützung als Kinder ohne Behinderung. Manchmal ist es ein Schutzraum, manchmal eine enge Begleitung im Alltag beim Erlernen von sozialen Kompetenzen. Das kann beispielsweise das gemeinsame Spielen mit anderen Kindern sein, manchmal pflegerische Hilfe oder die Hilfe bei den Hausaufgaben.

Inklusion - konkret

Inklusionspädagogik ist eine Pädagogik für alle Kinder. Ausgangspunkt der inklusiven Pädagogik ist das einzelne Kind mit seinen individuellen Erfahrungen, Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnissen. Der Einzigartigkeit jedes Kindes wird achtsam und sensibel begegnet. Es wird ein Bewusstsein für Unterschiedlichkeit und Gemeinsamkeit geschaffen und Ausgrenzung entgegengewirkt.

Spiel- und Lernsituationen orientieren sich am Entwicklungspotential jedes Kindes. Sie werden partizipativ entwickelt und flexibel gestaltet

Eine Möglichkeit der Betreuung sind die Integrationskindertagesstätten. Die Stadt München hat in der ganzen Stadt verteilt Integrationskrippen, Integrationskindergärten, Integrationshorte, Häuser für Kinder (altersübergreifende Einrichtungen). In den Integrationseinrichtungen werden Kinder mit und ohne Behinderung oder Entwicklungsauffälligkeit gemeinsam betreut und gefördert. Dort arbeiten erzieherische Fachkräfte und zusätzlich Integrationsfachkräfte mit viel Wissen, was für Kinder mit Behinderung wichtig ist und wie sie gefördert werden können. Es wird sehr darauf geachtet, dass es allen Kindern gut geht und es werden Bedingungen geschaffen, damit sich die Kinder gut entwickeln können, beispielsweise in kleineren Gruppen.


Die Eltern haben Ansprechpersonen, erhalten Anregungen für ihren Umgang mit dem Kind zu Hause und Informationen über sonstige wichtige pädagogische, therapeutische Unterstützungen.

Nach folgenden Grundsätzen wird in den Einrichtungen gearbeitet.

  • Alle Kinder sind verschieden
  • Alle Kinder haben Stärken und Schwächen und brauchen Unterstützung
  • Manche Kinder brauchen mehr Unterstützung
  • Jedes Kind mit einer Behinderung kann sich entwickeln, jedes Kind kann etwas lernen
  • Jedes Kind ist etwas besonderes
  • Kein Kind wird ausgeschlossen

Kinder lernen am meisten von anderen Kindern. Deshalb ist es für jedes Kind wichtig,

  • sich in einer Gemeinschaft mit anderen Kindern erleben zu können,
  • vielfältige Erfahrungen zu machen,
  • Freunde zu haben,
  • sich an anderen Kindern orientieren zu können,
  • selbst für andere Kinder bedeutend zu sein, egal wie man ist und was man kann.

Damit ein Kind mit einer (drohenden) Behinderung in einer Integrationseinrichtung aufgenommen werden kann und die Kosten für die integrative Förderung vom Bezirk Oberbayern oder dem Jugendamt finanziert wird, sind Voraussetzungen erforderlich. Diese können Sie in den jeweiligen Einrichtungen oder bei der Fachberatung Inklusive Pädagogik erfragen.

„Jeder ist ein wenig wie alle
ein bisschen wie manche
ein Stück einmalig
wie niemand sonst“ (unb.)