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Hort


Hortkinder beim gemeinsamen Lernen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Der pädagogische Auftrag der Horte

Die städtischen Horte sind Kindertageseinrichtungen, deren Angebot sich überwiegend an Schulkinder von der ersten bis zur vierten Klasse, teilweise auch länger, richtet.

Die städtischen Horte haben den gesetzlichen Auftrag zur regelmäßigen Bildung, Erziehung und Betreuung. Sie unterstützen die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Personen. Sie eröffnen den Kindern vielfältige Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten und unterstützen die Eltern in allgemeinen Erziehungs- und Bildungsfragen.
Kinder mit und ohne Behinderung werden nach Möglichkeit gemeinsam gebildet, erzogen und betreut. Soziale Integration wird gefördert, die Entwicklung der Geschlechtsidentität wird unterstützt.

Der Aufbau einer guten und sicheren Beziehung zum Erziehungspersonal ist für Kinder besonders bedeutsam und eine wichtige Voraussetzung für Bildung. Die Erfahrung von Sicherheit und Geborgenheit im Hort stärkt die Kinder in ihrer Entwicklung. Die Eingewöhnung der Kinder erfolgt in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Die Altersmischung und die Aufnahme von Kindern aus verschiedenen Schulen bieten vielfältige Bildungs- und Erfahrungsräume für die Kinder. Sie haben hier die Möglichkeit, ihre Beziehungs- und Gemeinschaftskompetenz zu erweitern, ihre Bildungsprozesse aktiv zu gestalten und demokratische, weltoffene Werte zu erleben.

Die Kooperation mit den Schulen zur Ganztagsbildung ist ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit in den städtischen Horten. Das pädagogische Personal steht mit den Lehrkräften kontinuierlich in Kontakt. In einer ruhigen Lernumgebung lernen die Kinder, Hausaufgaben selbständig und eigenverantwortlich zu erledigen.

In den Schulferien haben die Kinder mehr Zeit für Freunde, Freizeit und gemeinsam geplante Aktivitäten.

Alle städtischen Horte wenden das System zur Qualitätssicherung und -entwicklung (QSE) an, um die Qualität ihrer pädagogischen Arbeit laufend zu überprüfen und weiterzuentwickeln. So wird beispielsweise einmal jährlich eine schriftliche Elternbefragung durchgeführt.

Essen und Hauswirtschaft

Den Kindern wird ein gesundes, vielfältiges und schmackhaftes Essen in einer gemeinschaftlichen und angenehmen Atmosphäre angeboten. Ein ausgewogener Speiseplan mit hohem Bio-Anteil wird mit den Kindern erstellt. Besondere gesundheitliche und kulturelle Bedürfnisse der Kinder werden so weit wie möglich berücksichtigt.

Vernetzung

Die städtischen Horte beziehen ihr natürliches, soziales und kulturelles Umfeld in die pädagogische Arbeit ein, um gemeinsam mit den Kindern die Lebens- und Arbeitswelt in der Umgebung kennen zu lernen.

Die Horte kooperieren mit den örtlichen sozialen Diensten, z.B. mit den Sozialbürgerhäusern oder den Erziehungsberatungsstellen. So können sie Unterstützungsangebote für die Eltern vermitteln, z.B. zur Prävention von Entwicklungsrisiken. Um ihren gesetzlichen Auftrag zum Kinderschutz zu erfüllen, arbeiten die Horte bei Bedarf mit den entsprechenden Stellen im Jugendamt zusammen.

Gesetzliche Grundlagen

Die Grundlagen, Inhalte und Ziele der pädagogischen Arbeit sind in den Empfehlungen für die pädagogische Arbeit in Bayerischen Horten festgelegt. Die für alle städtischen Horte verbindlichen „Basisstandards zur inklusiven Bildung, Erziehung und Betreuung“ beschreiben die Vorgaben des Trägers. Die konkrete pädagogische Arbeit ist in der individuellen Hauskonzeption der jeweiligen Einrichtung beschrieben.

Wichtige gesetzliche Grundlagen sind unter anderem

  • das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) und seine Ausführungsverordnung (AV BayKiBiG)
  • Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII)
  • Bundeskinderschutzgesetz (BkiSchG)
  • UN-Kinderrechtskonvention
  • UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung
  • Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG)