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Kindergarten


Spielende Kinder im Kindergarten  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Der pädagogische Auftrag der Kindergärten

Die städtischen Kindergärten sind Kindertageseinrichtungen, deren Angebot sich überwiegend an Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung richtet.

Die städtischen Kindergärten haben den gesetzlichen Auftrag zur regelmäßigen Bildung, Erziehung und Betreuung. Sie unterstützen die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Personen. Kinder mit und ohne Behinderung werden nach Möglichkeit gemeinsam gebildet, erzogen und betreut. Soziale Integration wird gefördert, die Entwicklung der Geschlechtsidentität wird unterstützt. Die Kinder gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv mit und erwerben über die entwicklungsangemessene Übernahme von Verantwortung soziale Kompetenzen und die Fähigkeit zur demokratischen Teilhabe. Vielfältige sprachliche Anregungen unterstützen die Sprachentwicklung und Kommunikationsfähigkeit aller Kinder.

In Vorkursen werden Kinder in Kooperation mit den Grundschulen in den letzten eineinhalb Jahren vor Schulbeginn beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützt. Die Entwicklungsverläufe der Kinder werden anhand von Beobachtungsbögen schriftlich dokumentiert.

Der Aufbau einer guten und sicheren Beziehung zum Erziehungspersonal ist für Kinder besonders bedeutsam und eine wichtige Voraussetzung für Bildung. Die Erfahrung von Sicherheit und Geborgenheit im Kindergarten stärkt die Kinder in ihrer Entwicklung. Besondere Bedeutung kommt daher der Eingewöhnung zu. Die Eingewöhnung wird individuell und dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechend gestaltet. Die Eltern werden intensiv in die Eingewöhnungskonzepte der Kindergärten einbezogen.

Alle städtischen Kindergärten wenden das System zur Qualitätssicherung und -entwicklung (QSE) an, um die Qualität ihrer pädagogischen Arbeit laufend zu überprüfen und weiterzuentwickeln. So wird beispielsweise einmal jährlich eine schriftliche Elternbefragung durchgeführt.

Essen und Hauswirtschaft

Den Kindern wird ein gesundes, vielfältiges und schmackhaftes Essen in einer gemeinschaftlichen und angenehmen Atmosphäre angeboten. Ein ausgewogener Speiseplan mit hohem Bio-Anteil wird mit den Kindern erstellt. Besondere gesundheitliche und kulturelle Bedürfnisse der Kinder werden so weit wie möglich berücksichtigt.

Vernetzung

Die städtischen Kindergärten beziehen ihr natürliches, soziales und kulturelles Umfeld in die pädagogische Arbeit ein, um gemeinsam mit den Kindern die Lebens- und Arbeitswelt in der Umgebung kennen zu lernen.

Sie sind mit anderen Institutionen im Stadtteil vernetzt und kooperieren mit den örtlichen sozialen Diensten, z.B. mit den Sozialbürgerhäusern oder den Erziehungsberatungsstellen. So können sie Unterstützungsangebote für die Eltern vermitteln, z.B. zur Früherkennung und Prävention von Entwicklungsrisiken. Um ihren gesetzlichen Auftrag zum Kinderschutz zu erfüllen, arbeiten die Kindergärten bei Bedarf mit den entsprechenden Stellen im Jugendamt zusammen.

Eine besondere Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit den Schulen und Horten. Kinder freuen sich in der Regel auf die Schule, insbesondere wenn sie auf vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen aus ihrer Zeit im Kindergarten zurückgreifen können. Aufgabe der Kindergärten ist es daher, die Kinder langfristig und durch angemessene, zielgerichtete Bildung und Erziehung auf den Übergang in die Schule vorzubereiten. Der Übergang wird gemeinsam mit allen Beteiligen gestaltet.

Gesetzliche Grundlagen

Die Grundlagen, Inhalte und Ziele der pädagogischen Arbeit sind im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung festgelegt. Die für alle städtischen Kindergärten verbindlichen „Basisstandards zur inklusiven Bildung, Erziehung und Betreuung“ beschreiben die Vorgaben des Trägers. Die konkrete pädagogische Arbeit ist in der individuellen Hauskonzeption der jeweiligen Einrichtung beschrieben.

Wichtige gesetzliche Grundlagen sind unter anderem

  • das Bayerische Kinderbildungs- und -Betreuungsgesetz (BayKiBiG) und seine Ausführungsverordnung (AV BayKiBiG)
  • Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII)
  • Bundeskinderschutzgesetz (BkiSchG)
  • UN-Kinderrechtskonvention
  • UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung
  • Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG)