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Kinderkrippe


Der pädagogische Auftrag der Kinderkrippen

Die städtischen Kinderkrippen sind Kindertageseinrichtungen, deren Angebot sich überwiegend an Kinder unter drei Jahren richtet.

Die städtischen Kinderkrippen haben den gesetzlichen Auftrag zur regelmäßigen Bildung, Erziehung und Betreuung.
Sie unterstützen die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Menschen. Dabei sind frühe Erfahrungen mit anderen Kindern, anregende Spielwelten und vor allem die Verlässlichkeit der Bezugspersonen besonders wichtig. Die städtischen Kinderkrippen eröffnen den Kindern vielfältige Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten und unterstützen die Eltern zu pädagogischen Fragen.


Im Sinne der Inklusion werden alle Kinder nach Möglichkeit gemeinsam betreut und in ihren persönlichen Entwicklungs- und Lernprozessen begleitet und unterstützt. Soziales Miteinander wird gefördert, die Entwicklung der Geschlechtsidentität wird unterstützt. Die Kinder gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv mit; erwerben über die entwicklungsangemessene Übernahme von Verantwortung soziale Kompetenzen und über die Partizipation am Geschehen die Fähigkeit zur demokratischen Teilhabe. Vielfältige sprachliche Anregungen unterstützen die Sprachentwicklung und Kommunikationsfähigkeit aller Kinder. Jedes Kind erfährt in der Kinderkrippe individuelle Zuwendung und Förderung. Die Entwicklungsverläufe der Kinder werden anhand von Beobachtungsbögen schriftlich dokumentiert.

Der Aufbau einer verlässlichen und sicheren Beziehung zum Erziehungspersonal ist für Kinder besonders bedeutsam und eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Lern- und Bildungsprozesse. Die Erfahrung von Sicherheit und Geborgenheit in der Kinderkrippe stärkt die Kinder in ihrer Entwicklung. Kinder und Eltern können sich deshalb in einer individuell gestalteten mehrwöchigen Eingewöhnungszeit behutsam in der Kinderkrippe einleben. Das schafft Vertrauen und erleichtert die Trennung. Auf die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit den Eltern wird hier besonders viel Wert gelegt.

Alle städtischen Kinderkrippen wenden das System zur Qualitätssicherung und -entwicklung (QSE) an, um die Qualität ihrer pädagogischen Arbeit laufend zu überprüfen und weiterzuentwickeln. z.B. wird einmal jährlich eine schriftliche Elternbefragung durchgeführt. 

Gesunde Ernährung

Hauswirtschaftliche Fachkräfte sorgen für eine ausgewogene und bedarfsorientierte Ernährung der Kinder. Sie bereiten Frühstück, Mittagessen und die Nachmittagsbrotzeit zu. Die Lebensmittel stammen überwiegend aus ökologischem Anbau und werden nach saisonalen und regionalen Gesichtspunkten ausgewählt. Besondere gesundheitliche und kulturelle Bedürfnisse der Kinder werden so weit wie möglich berücksichtigt.

Vernetzung

Die städtischen Kinderkrippen beziehen ihr natürliches, soziales und kulturelles Umfeld in die pädagogische Arbeit ein, um gemeinsam mit den Kindern die Lebens- und Arbeitswelt in der Umgebung kennen zu lernen.


Sie sind mit anderen Institutionen im Stadtteil vernetzt und kooperieren mit den örtlichen sozialen Diensten, z. B. mit den Sozialbürgerhäusern oder den Erziehungsberatungsstellen. So können sie Unterstützungsangebote für die Eltern vermitteln, z.B. zur Früherkennung und Prävention von Entwicklungsrisiken. Um ihren gesetzlichen Auftrag zum Kinderschutz zu erfüllen, arbeiten die Kindergärten bei Bedarf mit den entsprechenden Stellen im Jugendamt zusammen.
 

Der Übergang in den Kindergarten wird mit allen Beteiligen gemeinsam gestaltet.

Gesetzliche Grundlagen

Die Grundlagen, Inhalte und Ziele der pädagogischen Arbeit sind im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung festgelegt, insbesondere in der ergänzenden Handreichung für Kinder in den ersten drei Lebensjahren. Die für alle städtischen Kinderkrippen verbindliche „Pädagogische Rahmenkonzeption für Kinderkrippen der Landeshauptstadt München“ beschreibt die Vorgaben des Trägers. Die konkrete pädagogische Arbeit ist in der individuellen Hauskonzeption der jeweiligen Einrichtung beschrieben.

Wichtige gesetzliche Grundlagen sind unter anderem

  • das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) und seine Ausführungsverordnung (AV BayKiBiG)
  • Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII)
  • Bundeskinderschutzgesetz (BkiSchG)
  • UN-Kinderrechtskonvention
  • UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung