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Die Schularten im beruflichen Schulwesen


Berufsschulen und weiterführende berufliche Schulen

Zum Beruflichen Schulwesen gehören außer den Berufsschulen auch die weiterführenden beruflichen Schulen.

Die Berufsschulen liegen ausschließlich im Aufgabenbereich der Kommunen, was bedeutet, dass die Stadt neben den Kosten für Räume und Ausstattung auch die Personalkosten trägt. Alle weiterführenden beruflichen Schulen gehören grundsätzlich zum Pflichtprogramm des Landes, in München also zum Freistaat Bayern - für die Kommunen sind sie ein freiwilliges Angebot. Die Stadt München bietet in diesem Spektrum ein umfangreiches Bildungsangebot. Sie unterhält zwei Wirtschaftsschulen, acht Berufsfachschulen, neunundzwanzig Fach- und Meisterschulen, vier Fachoberschulen, zwei Berufsoberschulen und vier Fachakademien und engagiert sich damit in ganz besonderer Weise im sekundären und tertiären beruflichen Bildungsbereich.

Alle diese unterschiedlichen Schulen eint der Bezug zur beruflichen Bildung.

  • Die Berufsschulen bieten in über 150 Berufen Ausbildungen im Dualen System.
  • Die Berufsfachschulen und Fachakademien bieten ihren Schülerinnen und Schülern in den unterschiedlichsten Bereichen eine Berufsausbildung im Vollzeitunterricht, sei es in der Ergotherapie oder den Fremdsprachenberufen, dem Holzbildhauerhandwerk oder dem Kommunikationsdesign.
  • Die Wirtschaftsschulen bieten jungen Menschen in vier-, drei- oder zweijährigen Ausbildungsgängen nach der sechsten oder siebten Klasse oder nach Abschluss der Hauptschule einen alternativen Weg zum Mittleren Bildungsabschluss und eine qualifizierte kaufmännische Vorbildung, die den Zugang zu den entsprechenden Ausbildungsberufen ebnet. In München gibt es für die zweijährige Ausbildung auch ein staatliches Angebot.
  • Die Fach- und Meisterschulen bieten denjenigen, die bereits einen Beruf gelernt haben, die Möglichkeit, sich in diesem Beruf weiter zu bilden und zu qualifizieren, beispielsweise an der Fachschule für Bautechnik, an der Meisterschule für das Konditorenhandwerk oder an der Meisterschule für Mode.
  • An den städtischen Fachoberschulen , die zusammen mit den Berufsoberschulen die Berufliche Oberschule bilden, können Schülerinnen und Schüler nach dem Mittleren Bildungsabschluss in zwei Jahren die Fachhochschulreife erwerben und zwar in den Ausbildungsrichtungen "Wirtschaft und Verwaltung", "Sozialwesen" und "Gestaltung". Außerdem werden mindestens bis einschließlich Schuljahr 2016/17 die beiden Fachrichtungen "Internationale Wirtschaft" und "Gesundheit" innerhalb von Schulversuchen angeboten.  Der Freistaat Bayern bietet in München außerdem noch eine Fachoberschule für Technik und eine weitere Fachoberschule für Wirtschaft an. Die besonders leistungsfähigen Absolventinnen und Absolventen haben dann die Möglichkeit, nach dem Besuch der 13. Klasse zusätzlich das Abitur zu machen. Prägend für die Fachoberschulen ist, dass die Schülerinnen und Schüler in der elften Klasse in verschiedenen zur Ausbildungsrichtung passenden Betrieben und Einrichtungen ein insgesamt sechsmonatiges Praktikum absolvieren, um die allgemein bildende Ausbildung eng mit praktischen Erfahrungen und Kenntnissen aus den entsprechenden Berufsfeldern zu verbinden.
  • Die Berufsoberschulen wenden sich an (junge) Erwachsene, die nach ihrer Ausbildung und / oder Berufstätigkeit die Fachhochschulreife oder die Hochschulreife erwerben wollen. Nach einem freiwilligen Angebot in der 11. Klasse, in der man auch den mittleren Bildungsabschluss nachholen kann, geht es - je nach angestrebtem Abschluss - für ein oder zwei Jahre wieder im Vollzeitunterricht auf die Schulbank.