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Kooperative Ganztagsbildung


    Allgemeines

    Münchner Schulkinder sollen sukzessive eine Garantie für eine Ganztagsbetreuung an ihrer Grundschule erhalten. Dies ist das Ergebnis eines neuen Modells, das die Stadt München zusammen mit dem Sozial- und Kultusministerium entwickelt hat: Die Kooperative Ganztagsbildung. Das Modell bietet im Anschluss an den Unterricht und in den Ferien Betreuungszeiten bis 18 Uhr an. Die Kooperative Ganztagsbildung ist mit Ganztagsklassen und dem klassischen Vormittagsunterricht kombinierbar.

    Wie genau sieht das Modell aus?

    Die Teilnahme an der Kooperativen Ganztagsbildung ist freiwillig. Die Eltern können sich zwischen zwei Varianten entscheiden:

    Flexible Variante

    Die flexible Variante wird mit dem Vormittagsunterricht kombiniert. Sie bietet bis maximal 18 Uhr (auch in den Ferien) die Betreuung in klassenübergreifenden Gruppen inklusive Mittagsverpflegung, Hausaufgabenbetreuung sowie vielfältige pädagogische Angebote.

    Rhythmisierte Variante

    Die rhythmisierte Variante wird mit dem Unterricht in der Ganztagsklasse kombiniert. Sie bietet ebenso wie die flexible Variante eine Betreuung bis maximal 18 Uhr (auch in den Ferien).

    Wie lange und an welchen Tagen das Kind betreut wird, können die Eltern frei wählen. Sie legen dies zu Schuljahresbeginn fest.

    Wie wird das organisatorisch umgesetzt und was ist das Besondere daran?

    Viele Eltern wünschen sich eine Betreuung nach dem Unterricht und in den Schulferien - und das auf hohem pädagogischem Niveau. Bei den Ganztagsklassen vermissen die Eltern bislang vor allem eine Ferienbetreuung und eine Betreuung am Freitagnachmittag. Die Kooperative Ganztagsbildung gibt den Eltern die Garantie, dass ihr Kind einen Platz erhält. Wie lange das Kind nach dem Unterricht betreut werden soll, kann ganz individuell von den Eltern gewählt werden.

    Die Kooperative Ganztagsbildung vereint die Vorteile aller bisherigen Betreuungsangebote für Grundschulkinder: Die pädagogische Qualität der Horte und Tagesheime mit der zeitlichen Flexibilität der Mittagsbetreuungen.

    Die Schule setzt die Kooperative Ganztagsbildung mit einem Kooperationspartner um. Ganztagskooperationspartner und Schule bilden eine gemeinsame Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Wichtiges Element des Modells ist es, dass sich die Schule nicht mehr mit unterschiedlichen Ganztagsträgern abstimmen muss, sondern mit einem Partner, der das ganze Angebotsspektrum abbildet, den Ganztag partnerschaftlich umsetzt. Schulleitung und Lehrkräftekollegium steht damit ein Ansprechpartner zur Verfügung, mit dem eine intensive Zusammenarbeit aufgebaut werden kann.

    Auch die Eltern profitieren von dieser schlanken Struktur: Mehrfachanmeldungen bei verschiedenen Einrichtungen sind nicht mehr notwendig.

    Die Entscheidung über die Wahl des Ganztagskooperationspartners trifft die Schulleitung in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München.

    Wo und ab wann wird es dieses Modell geben?

    Das neue Bildungs- und Betreuungsmodell wird es zum Schuljahr 2019/20 an insgesamt zehn Münchner Grundschulen geben. Die konkreten Standorte finden Sie in der nachfolgenden Übersicht.

    Als erste Grundschule in München bietet die Grundschule am Pfanzeltplatz 10 dieses innovative Modell seit dem Schuljahr 2018/2019 für alle Kinder der ersten Klasse an. Ganztagskooperationspartner ist die Arbeiterwohlfahrt (AWO).

    Es handelt sich hierbei um einen Modellversuch. Daher wird das Projekt wissenschaftlich vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), dem Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) und dem Pädagogischen Institut des Referats für Bildung und Sport begleitet. Zusätzliche Unterstützung bieten bei Bedarf Supervision, Coaching und Fachberatung.

    Geplante Grundschulstandorte zum Schuljahr 2019/20 - Kartendarstellung

    Welche Gebühren fallen für die Eltern an?

    Neben den Kosten für das Mittagessen fallen Elternbeiträge für die zusätzlich nach Unterrichtsende gebuchten Zeiten an. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach der Länge der gebuchten Betreuungszeit. Bei der rhythmisierten Variante sind die Elterngebühren geringer, da sich im Anschluss an die längere Unterrichtszeit geringere Betreuungszeiten ergeben. Der Besuch des Unterrichts allein in der rhythmisierten Ganztagsklassen ist wie bisher kostenfrei.

     

    Oberbürgermeister Dieter Reiter (Pressefoto 4), © Presseamt / Nagy  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Oberbürgermeister Dieter Reiter

    Oberbürgermeister Dieter Reiter - Statement

    „Mit der Kooperativen Ganztagsbildung schlagen wir in München ein neues Kapitel bei der Bildung und Betreuung von Grundschulkindern auf. Das neuartige Modell stimmt die verschiedenen Betreuungsangebote aufeinander ab und vereint so den Bildungsanspruch des gebundenen Ganztags, die Flexibilität der Mittagsbetreuung und den Qualitätsanspruch sowie die Betreuungszeiten der Horte und Tagesheime. Mit der bedarfsgerechten Platzgarantie helfen wir den Eltern zudem, das passende Betreuungsmodell für ihr Kind zu finden. Wir hoffen daher auf einen guten Start. Das neue Modell kann ein echter Gewinn für die Münchner Eltern sein.“

    Auf dem Bild ist eine Frau mit kurzen, braun-blau gefärbten Haaren zu sehen, die eine weiße Bluse und eine Kette trägt. Sie steht von einem unscharfen, roten Hintergrund.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Stadtschulrätin Beatrix Zurek
    © Referat für Bildung und Sport - Tobias Hase

    Stadtschulrätin Beatrix Zurek - Statement

    „Das Modell der Kooperativen Ganztagsbildung ermöglicht eine enge Kooperation zwischen Lehr- und Erziehungskräften. So können beide Professionen das Beste bewirken zum Wohl der Kinder. Ich hoffe, dass das Angebot gut angenommen wird und wir die Kooperative Ganztagsbildung bald an vielen Münchner Schulen anbieten können. Der rhythmisierte Ganztag wird durch das Modell attraktiver wegen der Ergänzung der Betreuungszeiten. Hervorheben möchte ich die gute Zusammenarbeit der beteiligten Akteure."

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Referat für Bildung und Sport
    Grund-, Mittel-, Förderschulen und Tagesheime