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Beispielhafte BE-Projekte an städtischen beruflichen Schulen


    Projekte an der Städtischen Berufsfachschule für Farbe und Gestaltung

    Die Würde des Menschen ist unantastbar

    Mehr als 80 Schülerinnen und Schüler aus zwei Flüchtlingsklassen und drei Ausbildungsklassen engagierten sich am 9. Dezember 2016 im Eine Welt Haus zum Münchner Tag der Menschenrechte. Mit sehr persönlichen Erfahrungen, selbst verfassten Texten, Facebookbeiträgen und Songs fand ein kreativer und nachdenklicher Austausch mit den Menschenrechten statt.

    Aktion im Eine-Welt-Haus am 09.12.2016

     

    Menschenrechten eine Stimme geben

    Im Rahmen der „Münchner Tage der Menschenrechte“ kamen am 8. Dezember 2017 rund 80 Schülerinnen und Schüler aus einer Flüchtlingsklasse, Fahrzeuglackierer-, Maler-, und Werbetechnikerklasse ins Eine Welt Haus, um über ihre Erfahrungen mit Menschenrechten und Menschenrechtsverletzungen zu sprechen.

    Durch Interviews, sehr persönliche Statements, Karikaturen, Gedichte und musikalische Beiträge kam ein Dialog in Gang, der gesellschaftlich aktueller denn je ist.

    Außerdem entworfen Schülerinnen und Schüler der Schule im Zuge eines Projekts, das Plakat für die Münchner Tage der Menschenrechte 2017. Alle Vorschläge der Berufsschule wurden in einer Ausstellung im Eine Welt Haus präsentiert. Das von der Jury ausgewählte Plakat wurde an vielen Münchner Orten plakatiert.

    Aktion bei den Münchner Tagen der Menschenrechte am 08.12.2017

    Grafik BFS Sozialpflege Voneinander lernen   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Projekt am Berufsschulzentrum Alice Bendix - Berufsfachschule für Sozialpflege

    Voneinander lernen - Begegnung der Generationen

    "Im Rahmen der Ausbildung zur Sozialbetreuerin/Pflegefachhelferin bzw. zum Sozialbetreuer/Pflegefachhelfer, in denen sich die Schülerinnen und Schüler medizinisches und pflegerisches Grundwissen sowie die Aktivierung von älteren Menschen durch Beschäftigungsangebote erlernen, durchlaufen die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs das Schulprojekt "Voneinander lernen - Begegnung der Generationen". In diesen werden praxisnah Beschäftigungsangebote (EDV; Sport; Kochen & Kreativ/Kognitiv) geplant, durchgeführt und reflektiert.

    Die Seniorinnen und Senioren kommen achtmal pro Schulhalbjahr an unsere Schule und können an den von den Schülerinnen und Schülern ausgearbeiteten Beschäftigungsangeboten teilnehmen. Das Projekt ist für die Seniorinnen und Senioren komplett kostenlos! Das Projekt richtet sich interessierte Seniorinnen und Senioren (Ü 55) im Zeitraum von Oktober bis Januar bzw. März bis Mai."

    Hier (PDF, 799 KB) finden Sie eine Themenübersicht, die für den Tag der offenen Tür erstellt wurde.

     

    Projekte an der Städt. Berufsfachschule für Kinderpflege

    Kinderbetreuung beim Elternabend Medien der Landeshauptstadt München

    "Unsere Schülerinnen und Schüler betreuen beim Elternabend Medien der Landeshauptstadt München nach Anleitung die Kinder der anwesenden Eltern an aktiven Stationen, während die Eltern Vorträge und Workshops des Elternabends besuchen. An den Stationen konnten die Kinder dieses Jahr unter anderem Lernspiel-Apps ausprobieren, einen Trickfilm mit iPads drehen, an einem mit Hilfe von QR-Codes erstellten Märchenquiz teilnehmen oder LED-Armbänder basteln."

    Information über das Tätigkeitsfeld einer Kinderpflegerin/eines Kinderpflegers

    "Zwei bis drei Schülerinnen und Schüler stehen im Rahmen von Informationsveranstaltungen zu Ausbildungsberufen (z. B. in anderen Schulen oder bei Ausbildungsmessen) außerhalb der Unterrichtszeit hinsichtlich der Ausbildung zur Kinderpflegerin/zum Kinderpfleger Rede und Antwort. Außerdem berichten sie von ihren persönlichen Erfahrungen während der Ausbildung, das heißt sowohl von den Anforderungen und Schwierigkeiten im schulischen Alltag, aber auch von der Arbeit in den sozialpädagogischen Einrichtungen. Auf diese Weise können sich interessierte Schülerinnen und Schüler einen guten Einblick in die Ausbildung und das Tätigkeitsfeld verschaffen."


     

    Helfer in der Sammelstation Projekt Dein Pfand für Togo  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Foto: Hola Fambi

    Projekte an der Städt. BOS Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung

    Pfandflaschenprojekt "Dein Pfand für Togo"

    "Seit dem Schuljahr 2011/12 können die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte unserer Schule ihre leeren Pfandflaschen für soziale Projekte in Togo (Westafrika) spenden, welche vom Verein "Aktion PIT - Togohilfe e.V." koordiniert werden.

    Die leeren Pfandflaschen werden in den Klassenzimmern gesammelt und jeden Freitag vom Ordnungsdienst zur "Sammelstation" im Schulgebäude gebracht. Ehrenamtliche Schülerinnen und Schüler bringen die leeren "externen" Pfandflaschen zum Getränke-/Supermarkt und eine Lehrerin die "Kantinen"-Pfandflaschen zur Schulkantine.

    In den ersten vier Schuljahren von 2011/12 bis 2014/15 kamen auf diesem Wege 2.100 Euro pro Schuljahr zusammen. Unsere Schule ließ mit dem Pfandgeld vier Brunnen für togoische Dörfer in sehr trockenen Regionen bauen, um den Dorfbewohnern Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Zwei Lehrerinnen unserer Schule nahmen sogar an den Einweihungsfeiern in Togo teil (August 2012 und April 2015).

    Seit dem Schuljahr 2015/16 beteiligen wir uns bei einem Dorfentwicklungsprojekt und finanzieren mit 2.100 Euro pro Schuljahr die Schulspeisung einer togoischen Schule im Dorf Djamdé, um den Schülern ein warmes Mittagessen zu ermöglichen. Somit kann die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die von den Eltern zur Schule geschickt werden, erhöht und deren Konzentration und somit Leistungen verbessert werden. Im Schuljahr 2015/16 betrug das Pfandgeld sogar 3.100 Euro! Mit den zusätzlichen 1.000 Euro beteiligten wir uns am Bau der Schulkantine. Im April 2017 wird eine Lehrerin unserer Schule die Schule und Kantine in Djamdé besuchen."

    Nelson-Mandela-Projekt - Antirassismusarbeit

    "Die Vielfalt von Menschen zu reflektieren, für das Anderssein zu sensibilisieren und Gedanken auszutauschen, sehen wir an unserer Schule auch als Beitrag zu bürgerschaftlichem Engagement. Deshalb haben sich dieses Jahr mehrere Klassen mit Lebensläufen Schwarzer Menschen beschäftigt und Antirassismus-Workshops besucht, geleitet von jungen Aktivistinnen und Aktivisten, die in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Institut stehen. Auch die einschlägige Ausstellung „Homestory Deutschland“ zum Thema Schwarzsein wurde in Vernetzung mit der Initiative Schwarze Menschen e.V. an die Schule geholt und zwei Monate lang im Foyer gezeigt. Auf der Finissage dieser Ausstellung, die im ‚Lost Weekend‘ stattfand, war unsere Schule ebenfalls vertreten und Schülerinnen und Schüler haben vom Gedankenaustausch in Gesprächen und Diskussionen profitieren können. Diese heurigen Aktivitäten stehen in engem Zusammenhang mit den in den letzten Jahren durchgeführten Projekten zu Nelson Mandela und Afrika. In diesen fächerübergreifenden Projekten (Geschichte/ Deutsch/ Englisch) beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler sowohl mit dem Leben und Wirken Nelson Mandelas, als auch mit Südafrika und gestalteten kreative Produkte (den Link zu einer Collage finden Sie hier (JPG, 1006 KB)). Die Vernetzung mit dem südafrikanischen Generalkonsulat ist dabei eine wunderbare Unterstützung. So durften unsere Schüler/innen einen Vortrag von Generalkonsul George Monyemangene zum Nelson Mandela -Tag genießen und konnten direkt mit ihm ins Gespräch kommen.

    Für die Lehrkräfte bestand die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch in der Teilnahme am südafrikanischen National Day und am Heritage Day. Nelson Mandelas wertvolle Gedanken sind nicht nur in Form von künstlerisch gestalteten Plakaten - entstanden in Kooperation mit der Berufsschule für Druck und Mediengestaltung - im ganzen Schulhaus präsent, sondern haben ihren festen Platz im Denken an unserer Schule. Seit zweieinhalb Jahren warten wir gespannt darauf, wann wir den Namen Nelson-Mandela-Berufsoberschule“ werden tragen dürfen."

    Audioguide zum Thema "Widerstand im Nationalsozialismus"

    "Das NS-Dokumentationszentrum München hat unter dem Namen "Münchner Zeitgeschichten" bereits vier Audiorundgänge zu den Spuren der Münchner NS-Geschichte produziert, die mit Schülerinnen und Schülern aus städtischen Schulen entwickelt wurden. Den Abschluss des Kooperationsprojekts mit dem Referat für Bildung und Sport und der Stiftung Zuhören bildet eine CD, die mit einer unserer 11. Klassen im Frühjahr und Sommer 2017 erstellt werden wird. Zum Thema "Widerstand" wird die Klasse unter professioneller historischer und technischer Anleitung Hörstücke erstellen, die dauerhaft über das NS-Dokumentationszentrum downzuloaden und zu erwerben sind. So haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ein großes heimisches und internationales Publikum zu erreichen und sich über den Schulkosmos hinaus in die städtische Erinnerungskultur einzubringen."

    Deutschunterricht für Flüchtlinge

    "In unserer Nachbarschaft befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft mit 157 Bewohnerinnen und Bewohnern. Einigen von ihnen geben unsere Schülerinnen und Schüler seit Januar 2016 Deutschunterricht. Zunächst handelte es sich um Geflüchtete, die noch keinen Platz in einem staatlichen Kurs zugewiesen bekommen hatten. Das waren vor allem Mütter mit kleinen Kindern, sodass die Schülerinnen und Schüler neben dem Deutschkurs auch eine Kinderbetreuung anboten und mit den Kindern gemalt, gesungen oder gespielt haben.

    Seit Februar 2017 unterrichten wir einmal in der Woche Mütter mit Babys und Schwangere in der Unterkunft selbst. Es sind immer mindestens drei Schülerinnen bzw. Schüler vor Ort, zwei unterrichten und eine/r kümmert sich um die Kinder, damit die Mütter ungestört lernen können. Die Mütter sind sehr motiviert und es macht allen viel Spaß, miteinander zu arbeiten. Inzwischen kennen wir uns auch recht gut, sodass es auch schon zu Stadtausflügen und gemeinsamen Spielplatzbesuchen gekommen ist. Die Schüler organisieren sich über eine WhatsApp-Gruppe, sodass immer gewährleistet ist, dass der Unterricht stattfindet - sogar in den Ferien!"

    Kleiderspende für Flüchtlinge in der Bayernkaserne

    "Vor einigen Jahren hat eine engagierte Schülern die Kleiderspende ins Leben gerufen. Sie war als Ehrenamtliche für die Innere Mission in der Erstaufnahmeeinrichtung 'Bayernkaserne' tätig - vor dem Umzug der Schule ins Hasenbergl war die 'Bayernkaserne unser direkter Nachbar. Da wir in Zusammenarbeit mit dieser auch Projekttage für Klassen organisieren konnten, wurde die Kleidung direkt an die Flüchtlinge verteilt. Jetzt bringen engagierte Schülerinnen und Schüler der Initiativgruppe 'Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage' diese Spenden in regelmäßigen Abständen in die Sammelstelle der Diakonia in der Dachauer Straße."

    Sprachbegegnungsabend mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Integrationskurses

    "Bei einem Besuch unserer SOR (Schule ohne Rassismus) - Patin, der freien Journalistin Barbara Link, in unserer Schule haben sich Schülerinnen und Schüler aus 11. Klassen nicht nur über journalistische Tätigkeitsfelder, sondern auch über die Unterrichtsarbeit in einem Integrationskurs des Vereins 'Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.' informiert und dabei eine Projektidee entwickelt.

    Etwa 10 Schülerinnen und Schüler planen in den nächsten Wochen einen Sprachbegegnungsabend mit den 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kurses, die aus verschiedenen afrikanischen, europäischen und südamerikanischen Ländern kommen. Der Wunsch der Lernenden des Integrationskurses ist es, auf diese Weise muttersprachliche Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zu haben, mit denen man reden, sich austauschen, vielleicht eine Geschichte lesen, oder einfach ein Gesellschaftsspiel spielen kann. Wir freuen uns auf das Treffen."

    Theaterprojekt "Grenzenlos" - gemeinsame Arbeit mit geflüchteten Menschen

    "Junge geflüchtete Heranwachsende spielen mit BOS-Schülerinnen Theater nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Sie begegnen sich auf Augenhöhe und entwickeln in Workshops - geleitet vom Theaterpädagogen v. Schenkel der Mohr-Villa - ihre Stücke. Die letzte Aufführung fand am 24.03.2017 statt, im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.
    Entstanden ist die Idee im Frühjahr 2016 anlässlich eines interkulturellen Tages mit Spendenlauf, an dem die erste Aufführung des Projekts "Grenzenlos" stattfand. An jenem 16.04.2016 stellte die Mohr-Villa auch ihre Arbeit mit Flüchtlingen in der BOS vor. Der Schule ist es unter anderem wichtig, Kontakte nach außen aufzubauen."

    Toleranztag am 19.12.2016

    "Als Auftakt in die vorweihnachtliche Projektwoche wurde der "Toleranztag" in einer Kooperation von der Initiativgruppe "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und der SMV vorbereitet und durchgeführt. Das Ziel lag in der Wissenserweiterung und -vermittlung, um die gesamte Schulfamilie für Themen gesellschaftlicher Macht- und Ausgrenzungsmechanismen zu sensibilisieren. Außerdem lag ein großer Schwerpunkt in der interkommunalen Vernetzung mit verschiedenen Organisationen. Dazu gestalteten unsere Schülerinnen und Schüler die Vernissage der im Schulhaus bis Februar 2017 präsentierten Ausstellung "HOMESTORY DEUTSCHLAND. Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart". Die von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland - ISD-Bund e.V. konzipierte Ausstellung wurde unserer Schule ausgeliehen und im Vornhinein mit Hilfe von Klassenworkshops zu Antirassismus-Trainings inhaltlich vorbereitet. Einen weiteren Aspekt stellte das Vorstellen der Arbeit von Diversity e.V. dar. Hier konnte die interkommunale Vernetzung besonders die Schülerebene miteinbeziehen, da ein Schüler als Mitglied dieses Vereins zusammen mit einem externen Mitglied an seinem Informationsstand zum Gespräch über die Rechte und Angebote für LesBiSChwule und Trans*Jugendgruppen in München einlud.
    Der Aspekt der Wissenserweiterung und -vermittlung konnte mit einem weiteren Informationsstand eines Schülers zur Geschichte, zur Situation und zur zu dem Zeitpunkt aktuellen Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum über die Stellung von Sinti und Roma in unserer Gesellschaft ergänzt werden. Um zur Auseinandersetzung mit der eigenen Betroffenheit bzw. Positionierung der Schülerinnen und Schüler zu diesen Themen anzuregen, wurden außerdem von einem weiteren Schüler kurze Original-Interviewtexte mit Schülerinnen und Schüler zum Thema "Diskriminierung/persönlich erlebte Ausgrenzung" präsentiert, über die man sich im Gespräch ebenfalls austauschen konnte."

    Weihnachtspäckchen für Flüchtlingskinder

    "In unserer Nachbarschaft befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft mit 157 Bewohnerinnen und Bewohnern, davon 40 Kinder. Jedes Kind hat vor Weihnachten einen Wunschzettel gemalt und jede Klasse unserer Schule hat einen dieser Wünsche erfüllt. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte haben dann am 23. Dezember 2016 die Päckchen den Kindern vorbei gebracht und die leuchtenden Augen und strahlenden Gesichtern waren für uns ein schönes Weihnachtsgeschenk."

    Weihnachtsbasar "Green X-Mas"

    "In der Vorweihnachtswoche organisierten die Klassen unserer BOS Wirtschaft einen Stand für den Weihnachtsbasar "Green X-Mas", also nachhaltiges Weihnachten. Am 23.12.2016 konnten alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte unserer Schule die verschiedenen "nachhaltigen Stände" vor dem/im Klassenzimmer besuchen.
    Grundsätzlich gab es zwei Varianten:
    • Verkaufsstand plus Info-Stellwand (Beispiel: Verkauf von vegetarischem Essen und Info-Stellwand über Tierschutz, Klasse 12e)
    • Aktivität (Beispiel: "Plastik - Ein Selbstversuch" mit Quiz zum Thema Plastik, Klasse 12h)

    Die Gewinne von insgesamt 618,17 Euro wurden an verschiedene (Umwelt)Organisationen gespendet.

    Im Rahmen des Projektes setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Ihnen wurde beispielsweise bewusst, wie verlockend es ist, beim Einkauf auf günstigere "normale" Produkte anstelle von Bio-Produkten zurückzugreifen und wie bequem die Verwendung von Einweggeschirr gewesen wäre. Da Einweggeschirr streng verboten war, mussten sich die Klassen "unbequeme" umweltschonende Alternativen überlegen, wie z. B. Pfandsysteme mit mitgebrachten Tassen."

    Globales Lernen

    "Ausgehend von etlichen Fortbildungsangeboten im Pädagogischen Institut wurde im Oktober 2016 ein schulübergreifendes Projekt ins Leben gerufen. Zusammen mit einer Lehrerin des Staatl. Pestalozzi-Gymnasiums wird eine an beiden Schulen gleichartige Bibliothek aufgebaut. Diese hat zum Ziel, den Lehrkräften – langfristig aber auch den Schülerinnen und Schülern – Bildungs-, Lern- und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung zu stellen. Die Auswahl erfolgt nach klaren Kriterien: Es geht um die Vermittlung einer demokratischen Haltung, indem die Multiperspektivität als Grundlage jeder gelungenen Kommunikation angestrebt wird. In diesem Sinne werden Materialien in allen denkbaren Medienformaten angeboten, die bisher marginalisierte Sichtweisen berücksichtigen und die globale Perspektive auf unsere Welt unterstützen.

    Der Schwerpunkt dieses Projekts liegt demnach in der Wissenserweiterung und –vermittlung, die unserer Meinung nach die Grundlage für demokratisches und bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne darstellen. Deshalb werden auch Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen miteinander vernetzt. So hat eine Gruppe am 16.2.2017 den „Afrikatag“ des Pestalozzi-Gymnasiums besucht, um sich dort mit rassismuskritischen Fragen auseinanderzusetzen und sich gleichzeitig auf Augenhöhe zu begegnen – nach dem Motto „global denken – lokal handeln“. Für die Zukunft sind neben dem stetigen Ausbau der Bibliothek
    weitere Begegnungen und schulübergreifende Fortbildungsangebote geplant."
     

    Förderverein an der Städt. Berufsschule zur Berufsvorbereitung

    "Die Städtische Berufsschule zur Berufsvorbereitung ist die offizielle Institution der Landeshauptstadt München, die sich ausschließlich um Jugendliche kümmert, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, die keinen Schulabschluss erreichten oder die eine Ausbildung abgebrochen haben. Auch unbegleitete Flüchtlinge werden von uns für die Berufswelt qualifiziert.

    Der Förderverein unterstützt diese Jugendlichen im Übergang in die Arbeitswelt und bei ihrer Integration. Bei diesen Jugendlichen handelt es sich vorwiegend um sozial benachteiligte Jugendliche mit großen Wissensdefiziten, mit erheblichen Sprachproblemen oder einer noch ungenügenden Lern- und Arbeitshaltung.
    Der Vorsitzende des Fördervereins war 39 Jahre an der Schule als Lehrer tätig übt dieses Ehrenamt seit 2002 ohne Unterbrechung aus."

    Weitere Informationen finden Sie auf der Schulhomepage.

     

    Schulweghelfer Städt. Berufsschule zur Berufsintegration  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Foto: Klaus Seiler

    Schülerlotse an der Städt. Berufsschule zur Berufsintegration

    "Ein Schüler unserer Schule engagiert sich als Schülerlotse für die uns gegenüberliegende Grundschule an der Balanstraße. Hierzu gab es am 07.02.2017 einen Artikel von Melanie Staudinger in der Süddeutschen Zeitung:
    "Die Grundschule an der Balanstraße leidet unter Schülerlotsenmangel. Die Lücke füllt jetzt der Berufsschüler Sultan Aami, der als Flüchtling nach München kam. Sultan Aami hat nicht lange überlegt. Er arbeitet gerne mit Kindern, er fährt unter der Woche ohnehin jeden Tag von der Blumenau zu seiner Schule in Ramersdorf, kaltes Wetter macht ihm nichts aus. Warum also sollte er nicht Schulweghelfer werden? Gemeinsam mit fünf Mitschülern aus der Berufsschule für Berufsintegration meldete er sich freiwillig, als die nahe gelegene Grundschule an der Balanstraße Schülerlotsen suchte. Das war im November vergangenen Jahres. Doch die Sache gestaltete sich schwieriger als gedacht. Das Auswahlverfahren für die ehrenamtliche Tätigkeit zog sich mehrere Monate, von einer Hand voll Interessenten blieb am Schluss einer übrig. Seit ein paar Tagen steht Aami nun von montags bis freitags, von halb acht Uhr an immer an der Ecke Balanstraße und Ständlerstraße. Dass das klappt, daran hätten seine Schulleiter Klaus Seiler und Eric Fincks schon fast nicht mehr geglaubt. Sie erhielten im November einen Anruf vom Elternbeirat der benachbarten Grundschule an der Balanstraße. Dort herrsche akuter Schülerlotsenmangel, teilte Birgit Baumeister ihnen mit, denn die langjährige Helferin müsse den Dienst aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Vielleicht hätten ja Schüler der Berufsschule für Berufsintegration Lust, den Kindern über die viel befahrene Balan- und Ständlerstraße zu helfen, schlug die Mutter vor. "Anfangs war ich schon ein wenig skeptisch, ob das funktioniert", sagt Fincks. Denn Schüler, denen man so einen Job anvertraut, müssten schon sehr zuverlässig sein. "Das trifft natürlich nicht auf alle hier zu", erklärt der stellvertretende Schulleiter. Die Lehrer hätten daher gezielt diejenigen angesprochen, denen sie die Aufgabe zutrauten.
    Dem für Schulweghelfer zuständigen Kreisverwaltungsreferat (KVR) reichte das aber nicht aus. Wer Schülerlotse werden will, muss nicht nur volljährig sein, sondern auch körperlich fit. Das KVR verlangt von den Kandidaten, die Kindern über die Straße helfen wollen, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Flüchtlinge aber müssen noch ein paar mehr Bedingungen mehr erfüllen - und in der Berufsschule für Berufsintegration sind alle Schüler Flüchtlinge. Bewerber müssen in München wohnen und einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. So wie Sultan Aami. Er ist anerkannter Flüchtling, seit 2014 lebt der gebürtige Iraker in Deutschland. Bei ihm liege eine "sogenannte Flüchtlingseigenschaft mit befristeter Aufenthaltserlaubnis" vor, wie das KVR mitteilt. Und er wohnt in München, ergo durfte er zur Schulung mit der Polizei und einer der 530 Schulweghelfer werden.""