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Abfall


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© Mirko Raatz - Fotolia.com

Allgemeines

Nichts wie weg? Das darf für Abfall nicht gelten. Denn nicht sachgerecht entsorgt und verwertet, kann Abfall unsere Gesundheit beeinträchtigen, Tier und Pflanzen gefährden, sowie Gewässer und Boden schädigen.

Doch was ist Abfall eigentlich?


Aufschluss darüber, was hinter dem Begriff Abfall überhaupt steckt, gibt § 3 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG).

Danach sind Abfälle - vereinfacht ausgedrückt - alle Stoffe oder Gegenstände,

  • die ihr Besitzer einer Verwertung oder Beseitigung zuführt,
     
  • über die ihr Besitzer die Sachherrschaft unter Wegfall jeder weiteren Zweckbestimmung aufgibt,
     
  • die bei der Energieumwandlung, Herstellung, Behandlung oder Nutzung von Stoffen oder Erzeugnissen oder bei Dienstleistungen anfallen, ohne dass der Zweck der jeweiligen Handlung hierauf gerichtet ist,
     
  • deren ursprüngliche Zweckbestimmung entfällt oder aufgegeben wird, ohne dass ein neuer Verwendungszweck unmittelbar an deren Stelle tritt oder
     
  • die nicht mehr entsprechend ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung verwendet werden, aufgrund ihres Zustandes geeignet sind, das Wohl der Allgemeinheit (insbesondere die Umwelt) zu gefährden und deren Gefährdungspotenzial nur durch eine ordnungsgemäße und schadlose Verwertung oder gemeinwohlverträgliche Beseitigung ausgeschlossen werden kann.

Zu beachten ist aber, dass

  • Böden am Ursprungsort (Böden in situ), einschließlich nicht ausgehobener, kontaminierter Böden und Bauwerke, die dauerhaft mit dem Grund und Boden verbunden sind, und
     
  • nicht kontaminiertes Bodenmaterial und andere natürlich vorkommende Materialien, die bei Bauarbeiten ausgehoben wurden, sofern sichergestellt ist, dass die Materialien in ihrem natürlichen Zustand an dem Ort, an dem sie ausgehoben wurden, für Bauzwecke verwendet werden,

nicht vom Abfallrecht erfasst werden.

Ziele

Die Ziele der Abfallrechtsgesetze werden seit 01.06.2012 durch die neue fünfstufige Abfallhierarchie definiert.

Danach gilt für Abfälle die Rangfolge

  • vermeiden
  • wiederverwenden
  • recyceln, d.h. werkstofflich verwerten
  • sonstig verwerten, u.a. energetisch oder verfüllen
  • beseitigen

Vorrang hat die jeweils beste Option aus Sicht des Umweltschutzes. Dabei sind neben den ökologischen Auswirkungen auch technische, wirtschaftliche und soziale Folgen zu berücksichtigen.