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Faire Beschaffung / Fairer Einkauf in München


Die Landeshauptstadt München fördert nachhaltige Beschaffung

Faire Beschaffungspraxis der Stadtverwaltung

In Deutschland geben Bund, Länder und Kommunen jährlich zirka 360 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen aus, das entspricht etwa 16 % des Bruttoinlandsproduktes. Davon entfallen zirka 50 % auf die Kommunen. Als öffentliche Auftraggeber haben die Kommunen ein enormes wirtschaftliches Potenzial.

Die Landeshauptstadt stellt sich der Verantwortung und achtet beim Einkauf von Produkten zunehmend auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und ökologische Standards. Mit der sozialverantwortlichen öffentlichen Beschaffung werden die Ziele des Fairen Handels unterstützt.

Bereits 2002 hat der Münchner Stadtrat den Beschluss gefasst, keine Produkte aus ausbeuterische Kinderarbeit einzukaufen (Konvention 182 der Internationalen Arbeitsorganisation - IAO). München war damit Vorreiter für mehr als 200 Städte und Gemeinden, die mit ähnlichen Beschlüssen gefolgt sind.

2011 hat der Münchner Stadtrat die Weiterentwicklung der nachhaltigen und fairen Beschaffung beschlossen. So werden bei einigen Produkten, die in Asien, Afrika oder Lateinamerika hergestellt oder verarbeitet werden, Gütesiegel mit sozialen Standards verlangt.

Blumen

2006 hat die Stadt München entschieden, nur noch Blumen aus eigener Produktion der Stadtgärtnerei oder aus regional-saisonalem Anbau zu verwenden. Bei Importware werden nur noch Blumen mit einem Gütesiegel für umwelt- und sozialgerechte Produktion eingekauft.

Natursteine

Bei der Vergabe von Straßenbau- und Entwässerungsarbeiten fordert das Baureferat für Natursteine aus Asien, Afrika oder Lateinamerika die Vorlage eines produktbezogenen Gütesiegels.

Diese Vorgehensweise entspricht den Empfehlungen des Leitfadens des Deutschen Städtetages und des Leitfadens der EU-Kommission zur Durchsetzung der IAO-Konvention 182.

Sportbälle

Sportbälle werden zum größten Teil in Pakistan und dort meist in mühevoller Handarbeit gefertigt. Um Kinderarbeit zu vermeiden, kauft das Referat für Bildung und Sport fair gehandelte Sportbälle mit entsprechenden Gütezeichen ein.

Weiterentwicklung der sozialverantwortlichen Beschaffung

Die Stadt München setzt auch in Zukunft auf eine sozialverantwortliche Beschaffung und die Förderung des Fairen Handels.

So soll nach Stadtratsbeschluss vom Dezember 2013 zukünftig auch beim Einkauf von Textilien und Büromaterial auf Arbeits- und Produktionsbedingungen geachtet werden. Zudem soll der Anteil an fair gehandelten Lebensmitteln in städtischen Kantinen, Münchner Schulen und Kindertagesstätten sowie bei städtischen Empfängen und Sitzungen weiter erhöht werden.

Kaffee und Schokolade  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Fairkauf Handelskontor eG

Zivilgesellschaft und Einzelhandel

München Kaffee

Der München Kaffee ist eine gemeinsame Initiative des Nord-Süd-Forum München e.V. und Fairkauf Handelskontor eG. Die Rohstoffe für den nach strengen ökologischen Kriterien angebauten Hochlandkaffee stammen aus Fairem Handel. Fair gehandelt bedeutet:

  • geregelte Arbeitsbedingungen und faire Löhne
  • Verbot ausbeuterischer Kinder- und Zwangsarbeit
  • Diskriminierungsverbot am Arbeitsplatz
  • Unterstützung gewerkschaftlicher Organisationen
  • gerechte Handelsstrukturen ohne Zwischenhandel

Von 2000 bis 2015 wurden insgesamt 50 Tonnen München Kaffee verkauft. Erhältlich ist der München Kaffee in Münchner Weltläden und Naturkostgeschäften.

München Schokolade

Die neue bio und fair gehandelte München Schokolade ist seit Dezember 2016 auf dem Markt. Das Design der Stadtschokolade ist abgestimmt mit dem München Kaffee, welcher bereits seit 16 Jahren gut eingeführt ist. Die beiden ökologisch zertifizierten und fair gehandelten Produkte sind ein schöne und für München typische Geschenkkombination.

Die München Schokolade ist gefüllt mit feinem Haselnuss- und Mandelnougat. Der Kakao und der Zucker der München Schokolade werden nach internationalen Fairtrade-Kriterien hergestellt und zusammen mit Bio-Bergmilch von Tiroler Bergbauern zu einer leckeren Schokolade verarbeitet. Der Faire Handel sichert das Einkommen der Kleinproduzenten und fördert eine nachhaltige Zusammenarbeit.

Die Münchner Stadtschokolade ist ein Kooperationsprojekt des stadtweiten Bündnisses Fairtrade Stadt München.

5 Cent für Projekte der Klimapartnerschaft

Pro München Kaffee und pro Tafel München Schokolade werden je 5 Cent für die Klimapartnerschaft Münchens mit dem indigenen Volk der Asháninka  im peruanischen Regenwald gespendet, um Umwelt- und Sozialprojekte voranzutreiben.

Kontakt

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Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
SG Koordination Gesundheitsförderung

Bayerstraße 28a
80335 München

Fax:
089 233-47956