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Krematorium am Ostfriedhof


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Krematorium am Ostfriedhof
© Städtische Friedhöfe München

Krematorium am Ostfriedhof

Zum Krematorium am Ostfriedhof gehört die denkmalgeschützte Trauerhalle aus dem Jahr 1929, die örtliche Verwaltung, der technische Bereich mit der Einäscherungsanlage sowie ein eigener Urnenfriedhof, der in den angrenzenden Ostfriedhof übergeht.

Das Städtische Krematorium liegt am Rand des Ostfriedhofs. Mit historischen Grabmalen, dem alten Baumbestand und vielen Sitzbänken lädt dieser in jeder Jahreszeit zum Spazieren, Verweilen und zur stillen Erholung ein.

Von März bis Oktober finden wöchentlich kostenfreie Führungen durch das Krematorium statt. Hier ist es möglich, sich ein Bild vom Ablauf einer Einäscherung zu machen, Fragen zum Thema Feuerbestattung zu stellen und auch die Trauerhalle sowie den Urnenfriedhof kennenzulernen.

Der Urnenfriedhof des Krematoriums ist geöffnet:

November bis Februar: 8 bis 17 Uhr
März: 8 bis 18 Uhr
April bis August: 8 bis 20 Uhr
September und Oktober: 8 bis 19 Uhr

Die Einäscherung

In fünf Brennkammern mit glühenden Schamottsteinen herrscht eine Temperatur von 850 Grad Celsius. Der eingefahrene Sarg entzündet sich von selbst, ohne Beigabe weiterer Brennmittel. Die Einäscherung dauert zwischen 80 und 100 Minuten. Die technische Anlage ist umweltfreundlich und erfüllt alle Auflagen des Immissionsschutzes.

Einäscherung innerhalb von drei Arbeitstagen

Die Einäscherung kann im Städtischen Krematorium innerhalb von drei Arbeitstagen erfolgen, sofern die Bestattungsunternehmen alle notwendigen Papiere

  • Todesbescheinigung
  • Freigabe der Staatsanwaltschaft oder Freigabe der Ortspolizei
  • Anordnung zur Feuerbestattung

vorgelegt haben.

Die Einhaltung dieser kurzen Frist wird ermöglicht. Im Städtischen Krematorium ist ausreichend Kapazität vorhanden, um Einäscherungen für die Landeshauptstadt München und das südbayrische Umland schnell, sicher und würdevoll durchzuführen.


Verwechslung ausgeschlossen

Eine feuerfeste Tonmarke mit fünfstelliger Nummer begleitet den Sarg von der Anlieferung über die Einäscherung bis in die Urne. Der Abgleich der Daten erfolgt nach dem "Vieraugen-Prinzip", also unabhängig voneinander durch zwei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter. Durch das ausgereifte System ist sichergestellt, dass die jeweilige Asche in die vorgesehene Urne gelangt.


Einäscherung und Befüllen der Urne

Jeder Sarg kommt einzeln in die Einäscherungskammer. Vermischungen finden nicht statt. Nach der Abkühlung der Asche werden größere Fremdkörper, wie künstliche Gelenke oder Nägel aussortiert. Die sterblichen Überreste werden in der Aschenmühle zerkleinert. Die Tonmarke wird kurzfristig entnommen und sofort nach dem Einfüllen der Asche in die Urne mit beigegeben. Die Urne wird verschlossen, mit Name und Daten der verstorbenen Person sowie der Einäscherungsnummer versehen.


Biologisch abbaubare Urnen und Metallurnen

Für Urnenbeisetzungen in Erdgräbern wird die Asche in biologisch abbaubare Urnen gefüllt. Diese Urnen zersetzen sich im Lauf der Jahre. Die Asche verbindet sich mit dem Erdreich. Für Bestattungsplätze in Urnennischen werden dagegen nach wie vor Metallurnen verwendet. Diese sind dauerhaft dicht.


Pietät, Sicherheit und Transparenz

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Münchner Krematoriums sind sich ihrer Verantwortung im Umgang mit den verstorbenen Menschen bewusst. Würde, Achtsamkeit und Wertschätzung sind in ihrer täglichen Arbeit oberstes Gebot. Es ist eine Frage der persönlichen Einstellung und des positiven Berufsethos, die letzte Reise des menschlichen Körpers sicher und pietätvoll zu gestalten. Jeder Arbeitsschritt ist transparent und nachvollziehbar.


Kostendeckende Gebühren

Das kommunale Krematorium der Stadt München arbeitet rein kostendeckend und ohne Gewinnabsicht. Es werden keinerlei Provisionen an Bestattungsunternehmen bezahlt. Um Leichentourismus zu vermeiden wird empfohlen, das beauftragte Bestattungsunternehmen zu fragen, in welches Krematorium die oder der Verstorbene zur Einäscherung gebracht wird.

Auf ein Wort

Einmal darüber reden ...

"Wie möchte ich einmal bestattet werden?", "Was entspricht meiner Persönlichkeit, Erdbestattung oder Feuerbestattung?", "Wie werden die Hinterbliebenen einmal die Trauerarbeit und gegebenenfalls die Grabpflege gestalten?" Es lohnt sich, über solche Fragen nachzudenken, sich über Angebote und Möglichkeiten zu informieren und sich mit Angehörigen und Bezugspersonen auszutauschen. Über das Unaussprechliche offen reden, Wünsche formulieren und schriftlich festhalten - all dies entlastet, nimmt Sorgen und bringt Klarheit.


Schriftliche Willenserklärung

Wer sich für eine Feuerbestattung entschieden hat, sollte dies in einer schriftlichen Willenserklärung niederlegen und eigenhändig unterschreiben. Liegt eine solche Erklärung nicht vor, können die nächsten Angehörigen schriftlich bestätigen, dass es zu Lebzeiten Wille der oder des Verstorbenen war, feuerbestattet zu werden. Maßgebend ist der Wille der oder des Verstorbenen, nicht der Wunsch der Hinterbliebenen.


Friedhof - Der richtige Ort auch für Urnen

Friedhöfe sind öffentliche Orte, die allen Menschen den uneingeschränkten Besuch einer Grabstätte ermöglichen. In Deutschland sind Sarg- und Urnenbestattungen rechtlich gleichgestellt. Alle Bestattungen finden auf einem Friedhof statt. Urnen werden daher ausschließlich an die Friedhofsverwaltungen von auswärtigen Gemeinden versandt.

Die Trauerhalle des Krematoriums

Die Trauerhalle des Krematoriums wurde durch den Stadtbaurat Hans Grässel erbaut. Sie ist original erhalten und steht unter Denkmalschutz. Die Trauerhalle bietet einen würdigen Rahmen für die Trauerfeiern zur Feuerbestattung.

Im Jahr 1929 wurde die Feuerbestattung von der Kirche noch abgelehnt. Hans Grässel verzichtete in der Trauerhalle daher vollständig auf religiöse Symbolik. Der Übergang vom Leben zum Tod wird durch dunklen und hellen Marmor, geometrische Muster sowie durch Säulen aus grau-weiß geädertem Stuckmarmor mit vergoldeten Kapitellen symbolisiert.

Der Eintritt in die Trauerhalle des Krematoriums erfolgt durch das goldene Tor.

Die Aufbahrung der Verstorbenen vor der Trauerfeier und Einäscherung erfolgt drei Tage lang in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten am Ostfriedhof. Angehörige, Verwandte und Freunde können nochmals durch eine Glasscheibe auf den Sarg, umrahmt von Blumenschmuck, blicken und Abschied von der verstorbenen Person nehmen. Auch gibt es dort einen individuellen Verabschiedungsraum.

Grabstätten im Urnenfriedhof des Krematoriums

Im Friedhof des Krematoriums gibt es ausschließlich Grabstätten für die Urnenbeisetzung. Es gibt dort Urnenerdgrabstätten sowie Urnennischen.

Dienstleistungen im Krematorium

Für alle Dienstleistungen sind die Friedhofssatzung sowie die Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt München in der jeweils aktuellen Fassung maßgeblich.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten gerne und helfen bei Fragen und Anliegen weiter.

Folgende Dienstleistungen werden im Krematorium angeboten:

  • Erwerb eines Grabnutzungsrechts ("Grabkauf")
  • Grabumschreibung und Grabverlängerung
  • Durchführung von Sargbestattungen und Urnenbestattungen


Erwerb eines Grabnutzungsrechts ("Grabkauf")

Das Grabnutzungsrecht für eine Urnen-Grabstätte im Friedhof am Krematorium kann bei einem aktuellen Sterbefall oder im Vorkauf (zu Lebzeiten) erworben werden. Der Graberwerb kann unabhängig vom Wohnsitz erfolgen.

In dem Urnen-Friedhof besteht freie Grabwahl, sofern zum betreffenden Zeitpunkt in der jeweiligen Grabart ein entsprechendes Grab frei ist.

Grabkäufe im Urnen-Friedhof des Krematoriums erfolgen Montag bis Freitag von 8 bis 11 Uhr oder nach Terminabsprache.

Öffnungszeiten der Verwaltung im Krematorium:

Montag bis Donnerstag: 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr
Freitag: 8 bis 12 Uhr
Telefon: 089/ 2 42 44 78 10
Fax: 089/ 2 42 44 78 18
E-Mail: krematorium@muenchen.de

Fragen und Auskünfte zu Grabmälern und Grabfundamenten werden im Grabmalbüro fachkundig und gebührenfrei beantwortet.


Grabumschreibung und Grabverlängerung

Die Umschreibung zu Lebzeiten einer Grabinhaberin, eines Grabinhabers ist nur auf direkte Familienangehörige möglich. Die Umschreibung nach Ableben der Grabinhaberin, des Grabinhabers erfolgt aufgrund schriftlicher Verfügung oder nach der gesetzlichen Reihenfolge.

Grabstätten auf den Städtischen Friedhöfen München können nach Ablauf des Grabnutzungsrechts beliebig oft und beliebig lange verlängert werden.

Öffnungszeiten für Fragen zu Grabumschreibungen und Grabverlängerungen im Krematorium:

Montag bis Donnerstag: 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr
Freitag: 8 bis 12 Uhr
Telefon: 089/ 2 42 44 78 20
Fax: 089/ 2 42 44 78 18
E-Mail: sfm-gv-krema.rgu@muenchen.de


Durchführung von Sargbestattungen und Urnenbestattungen

Urnenbestattungen werden, soweit es möglich ist, nach den Wünschen der Auftraggeberin, des Auftraggebers der Bestattung durchgeführt.

Es ist den Städtischen Friedhöfen München ein großes Anliegen, jede einzelne Beerdigung und Trauerfeier würde- und pietätvoll durchzuführen.


Verwaltung

Öffnungszeiten der Verwaltung im Krematorium:

Montag bis Donnerstag: 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr
Freitag: 8 bis 12 Uhr
Telefon: 089/ 2 42 44 78 10 oder 089/ 2 42 44 78 11
Fax: 089/ 2 42 44 78 18
E-Mail: krematorium@muenchen.de

Kontakt

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Referat für Gesundheit und Umwelt
Städtische Friedhöfe München Krematorium

St.-Martin-Str. 41
81541 München