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Grabstätten im Waldfriedhof


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© Städtische Friedhöfe München

Grabstätten im Waldfriedhof

Hinsichtlich der Grabarten, Grabgebühren, Grabgrößen und Bestattungsmöglichkeiten sind die Friedhofssatzung sowie die Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt München in der jeweils aktuellen Fassung maßgeblich.


Erdgräber und Urnenerdgräber

Ein Erdgrab und Urnenerdgrab wird durch die Inhaberin oder den Inhaber des Grabes angelegt, gepflegt und unterhalten. Die Pflege kann die Inhaberin oder der Inhaber des Grabes auch bei einer Friedhofsgärtnerei in Auftrag geben.

Nach Genehmigung des Denkmalplans durch das Grabmalbüro kann auf Wunsch ein Grabmal angebracht werden.

Im Waldfriedhof gibt es folgende Erdgräber und Urnenerdgräber:

  • Erdgrab in erster Reihe: 69,-- € pro Jahr
  • Erdgrab in zweiter oder folgenden Reihen: 35,-- € pro Jahr
  • Heckengrab: 86,-- € pro Jahr
  • Waldgrab: 171,-- € pro Jahr
  • Urnenerdgrab in erster Reihe: 49,-- € pro Jahr
  • Urnenerdgrab in zweiter oder folgenden Reihen: 25,-- € pro Jahr
  • Urnenheckengrab: 59,-- € pro Jahr
  • Urnenwaldgrab: 120,-- € pro Jahr

Die Ruhezeit im Waldfriedhof beträgt zehn Jahre. Für Kinder gelten kürzere Ruhezeiten. Nach einem Sterbefall muss jede Grabstätte mindestens für die Dauer der Ruhezeit erworben werden.

Die konkrete Bestattungsmöglichkeit in einem Erdgrab und Urnenerdgrab ist abhängig von der Anzahl, der Reihenfolge und dem Zeitpunkt der hier bereits stattgefundenen Beerdigungen.

Je nach Lage im Waldfriedhof ist eine Erdgrabstätte und Urnenerdgrabstätte auch als Doppel- und Mehrfachgrab erhältlich, mit einer größeren Grabfläche und weiteren Bestattungsplätzen.

Für eine Erdgrabstätte und Urnenerdgrabstätte in besonders gestalteten Friedhofsteilen - Hauptwege - erhöht sich die Grabnutzungsgebühr um 50 Prozent.


Urnengräber mit Rahmenbepflanzung

Urnengrabstätten mit Rahmenbepflanzung werden von den Städtischen Friedhöfen München bepflanzt, gepflegt und unterhalten. Die Urnengräber können mit

  • zwei Urnen: Gebühr 93  Euro pro Jahr oder
  • vier Urnen: Gebühr 103 Euro pro Jahr

belegt werden. Für Urnengrabstätten mit Rahmenbepflanzung, die durch ihre architektonische, künstlerische oder landschaftliche Gestaltung besonders hervorgehoben sind, erhöht sich die Grabnutzungsgebühr um 50 Prozent.

Ein Namensschild mit den Daten der verstorbenen Person kann am Bestattungsplatz angebracht werden. Die Grabanlage ist für Hinterbliebene gedacht, die selbst keine Grabpflege und keinen Grabunterhalt durchführen können oder wollen. Ein individueller Grabschmuck am Grabplatz kann in diesen Anlagen nicht angebracht werden.


Urnennischen

Urnennischen sind schlichte und würdevolle Grabstätten ohne gärtnerische Anlage. Im Waldfriedhof gibt es Urnennischen mit unterschiedlichem Erscheinungsbild in Urnenhallen, Urnenmauern sowie in ehemaligen Grabmalen, Gruften und Grabkapellen.

Im Waldfriedhof gibt es Urnennischen mit Deckplatte für

  • eine Urne: Gebühr 79 Euro pro Jahr
  • zwei Urnen: Gebühr 86 Euro pro Jahr
  • vier Urnen und mehr: Gebühr 93 Euro pro Jahr.

Für Urnennischen, die durch ihre architektonische, künstlerische oder landschaftliche Gestaltung besonders hervorgehoben sind, erhöht sich die Grabnutzungsgebühr um 50 Prozent.

Ein Namensschild mit den Daten der verstorbenen Person kann am Bestattungsplatz angebracht werden. Die Grabanlage ist für Hinterbliebene gedacht, die selbst keine Grabpflege und keinen Grabunterhalt durchführen können oder wollen. Ein individueller Grabschmuck am Grabplatz kann in diesen Anlagen nicht angebracht werden.


Grüfte und Mausoleen

Im Waldfriedhof gibt es einzelne Grüfte und Mausoleen. Anzahl und Art der Bestattungsmöglichkeiten sowie die Grabgebühr richtet sich nach den Gegebenheiten des Einzelfalls.


Bestattung unter Bäumen

Urnenbestattungsplätze unter Bäumen werden in ausgewählten, naturnahen Park- oder Waldgebieten des Waldfriedhofs – Neuer Teil angeboten. Konventionelle Grabstätten sind in diesen Bereichen nicht vorhanden. Das Grabnutzungsrecht für eine Grabstätte „Bestattung unter Bäumen“ kann bei einem aktuellen Sterbefall erworben werden.

Es gibt Grabplätze an einem „Gemeinschaftsbaum“. Pro Baum können bis zu acht Urnen beigesetzt werden. Die Beisetzung erfolgt in verrottbaren Urnen. Auf Wunsch wird eine Namenstafel der verstorbenen Person am Baum angebracht.

Um den naturnahen Charakter der Bereiche zu bewahren, können an den Grabplätzen und in den betreffenden Sektionen keinerlei Grabschmuck und Kerzen abgelegt werden.

Die Gebühr für 25 Jahre für einen Bestattungsplatz unter Bäumen beträgt 2.575 Euro für einen Urnenplatz an einem Gemeinschaftsbaum.


Grabstätten für Föten und Totgeburten

Mit dieser Anlage im Waldfriedhof - Neuer Teil steht den Müttern und Vätern sowie den weiteren Angehörigen ein würdevoller Ort zur Trauer um ihr verstorbenes Kind zur Verfügung.

In allen Bereichen gibt es ausschließlich Einzelgräber. Unabhängig vom Zeitpunkt des Todes erhält jedes Kind seinen eigenen festen Platz - umgeben von anderen Kindern. Da jedes Grab mindestens drei Jahre lang existiert, kann ein Ort der Begegnung, des Trostes und der Hoffnung entstehen.

Die Umgebung in Form eines kleinen Mischwäldchens und des in Sichtweite befindlichen Sees steht für den Kreislauf der Natur und des Lebens und passt zum Konzept des Waldfriedhofs.

Grabstätten für Föten

Diese Grabanlage ist für die Bestattung von Föten vorgese­hen, die bei der Fehlgeburt weniger als 500 Gramm Körper­gewicht haben.

Um ein zentrales Allgemeindenkmal in der Mitte sind kreis­förmige Segmente angeordnet. Der Kreis symbolisiert Un­endlichkeit, schafft gleichzeitig einen geschützten Raum.

An der Säule des Denkmals können auf Wunsch der Hinterbliebenen die gedachten Namen der Kinder eingraviert werden. Die mittlere Insel um das Denkmal dient gleichzeitig als Ablagefläche für Blumen, Lichter und kleine Trauergaben.

Das Nutzungsrecht an dem Fötengrab kann nur einmalig für drei Jahre erworben werden. Danach kann in dem Grab eine weitere Beerdigung eines Kindes stattfinden.

Die Gebühr für einen

  • Bestattungsplatz für Föten beträgt einmalig 36 Euro.

Grabstätten für tot geborene Kinder

Diese Grabanlage ist für tot geborene oder kurz nach der Geburt verstorbene Kinder vorgesehen. Sie gliedert sich in drei Teilbereiche.
Die spiralförmige Anlage in Form einer Schnecke mit einem kleinen Baum in der Mitte assoziiert Aufgehobenheit, Geborgenheit und Unverletzlichkeit.
Im Herbst 2013 wurden die Grabstätten für tot geborene Kinder um eine Anlage in Form eines Schmetterlings und Anfang 2016 um den Froschkönig erweitert.
Die Tiersymbole sind Zeichen für die Hoffnung sowie die Seele des Kindes.

Jedes der kleinen Gräber (80 x 60 cm) ist einzeln ausgewiesen und wird beliebig lange zur Nutzung überlassen. Der Mindestnutzungszeitraum beträgt drei Jahre.

Die Anlage wird im Auftrag der Städtischen Friedhöfe München gärtnerisch unterhalten und gepflegt. Die Städtischen Friedhöfe München stellen den Angehörigen große Kiesel zur Verfügung, die bemalt oder mit dem Namen des Kindes versehen und am Bestattungsplatz abgelegt werden können.

Die Gebühr für einen

  • Bestattungsplatz für totgeborene Kinder beträgt 186 Euro.

Dieser Betrag setzt sich aus der einmaligen Gebühr für die Erstanlage in Höhe von 77 Euro und aus der Jahresgebühr von 109 Euro zusammen. Bei einer Grabverlängerung entfällt die Gebühr für die Erstanlage.


Anonyme Urnengrabstätte

Wiese im Waldfriedhof

Die anonyme Urnengrabstätte ist eine große Wiese im Waldfriedhof. Die hier beizusetzenden Urnen werden gesammelt und an einigen Tagen im Jahr ohne Publikum frühmorgens vor Öffnung des Friedhofs beigesetzt. Die einzelnen Grabplätze bleiben anonym. Niemand erfährt, wann die Beisetzung stattfindet und wo in der Wiese sich der einzelne Grabplatz befindet.

Kein konkreter Ort für die Trauer

Oftmals wird die anonyme Bestattung mit dem verständlichen Wunsch "Niemandem zur Last fallen zu wollen" ins Auge gefasst. Verzweifelte Versuche von Angehörigen, den genauen Bestattungsort ausfindig zu machen sowie die vielen Blumen und Kerzen, die jeden Tag in der Wiese abgelegt werden, zeigen wie groß dennoch das Bedürfnis nach einem konkreten Ort der Trauer bei vielen Hinterbliebenen ist. 

Persönliche schriftliche Anordnung

Der Schritt zur Anonymen Bestattung sollte sorgfältig überlegt und mit der Familie und weiteren Bezugspersonen besprochen werden.

Der Wunsch zu einer Anonymen Bestattung muss zu Lebzeiten von der betreffenden Person persönlich mit eigenhändiger Unterschrift erklärt werden. 

Gebühren

Die Gebühr für eine Anonyme Urnengrabstätte mit einem Bestattungsplatz beträgt einmalig 450 Euro. 

Alternativen

Neben der Anonymen Urnengrabstätte gibt es weitere Grabplätze, die von den Städtischen Friedhöfen München angelegt und gepflegt werden und für die keine individuelle Grabpflege erforderlich ist.

Auch Urnenerdgräber können ebenerdig und ohne Grabmal angelegt werden. Gegen eine geringe Gebühr wird der Grabplatz von den Städtischen Friedhöfen München mit Rasen angesät.

All diese Grabstätten sind persönliche Grabstätten, die besucht werden können und auf denen auf Wunsch zumindest ein Namensschild an die verstorbene Person erinnert.

Auch finanziell ist die anonyme Urnenbestattung nicht die günstigste Variante in München.