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Bestattung unter Bäumen


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© Städtische Friedhöfe München

Bestattung im Wald - eine Münchner Tradition

Im Jahr 1907 wurde in München der erste Waldfriedhof Europas eröffnet. Die Gräber wurden in einen bestehenden Wald integriert. Die Natur und das Erleben des Waldes stand in allen Belangen im Vordergrund. Über hundert Jahre später wurde diese Tradition im Waldfriedhof mit der Einrichtung des ersten Bereiches der „Bestattung unter Bäumen“ weiter entwickelt. Biologisch abbaubare Urnen, die sich im Laufe der Zeit auflösen, werden seither in naturnahen Bereichen des Waldfriedhofes direkt an Bäumen beigesetzt.

Auf Wunsch wird am Baumstamm eine kleine, schlichte Plakette mit Namen und Daten der verstorbenen Person angebracht. Um den naturnahen Charakter der Waldbereiche zu bewahren, ist im Bereich der Bestattung unter Bäumen das Anbringen von Grabschmuck oder Kerzen nicht möglich.

Pro Baum werden in der Regel bis zu acht Urnen beigesetzt. Bestattungsplätze unter Bäumen können bei einem aktuellen Sterbefall erworben werden. Es ist möglich, für weitere Familienangehörige am selben Baum zusätzliche Plätze zu erwerben, sodass die Familie auf Wunsch zusammen ihre letzte Ruhe finden kann.

Die Mindestdauer des Grabnutzungsrechtes umfasst 25 Jahre. Die Grabgebühr beträgt 103 Euro pro Grabplatz und Jahr. Dies sind 2.575 Euro für 25 Jahre.

Maßgeblich sind die Friedhofssatzung sowie die Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt München in der jeweils aktuellen Fassung.

Erfolgsmodell auch für andere Münchner Friedhöfe

Die Bestattung unter Bäumen hat sich in München zu einer beliebten
Bestattungsform entwickelt. In den beiden weiteren Waldfriedhöfen, dem Waldfriedhof Solln und dem Friedhof Obermenzing wird die Bestattung unter Bäumen seit einiger Zeit ebenfalls angeboten.

In den anderen Münchner Friedhöfen sind derzeit keine vergleichbaren waldähnlichen Bereiche vorhanden. Im Westfriedhof und im Friedhof Haidhausen gibt es aber vergleichbare Alternativangebote. Hier gruppieren sich in Rasenbereichen mit einzelnen Bäumen kunstvoll gestaltete Stelen, um die die Urnen beigesetzt werden. Die Stelen können mit den Namen der Verstorbenen beschriftet werden. Durch die umgebenden Bäume entsteht ein Dialog der beiden Naturmaterialien Stein und Holz.

Hier können Grabplätze bereits zu Lebzeiten erworben werden. Die Mindestdauer des Grabnutzungsrechtes umfasst 15 Jahre. Die Grabgebühr beträgt 102 Euro pro Grabplatz und Jahr. Dies sind 1530 Euro für 15 Jahre.