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Aktuelle Informationen


Eingeschränkter Bestattungsbetrieb

Am 20.03.2020 hat die Bayerische Staatsregierung eine weitreichende Ausgangsbeschränkung für den Freistaat Bayern verfügt, die in hohem Maße auch den Friedhofs- und Bestattungsbetrieb betrifft. Die Durchführung von Bestattungen sind darin an enge Voraussetzungen geknüpft.

Deshalb folgen die Städtischen Friedhöfe München dieser Allgemeinverfügung mit folgenden Entscheidungen:

  1. Bis auf weiteres gibt es keine Trauerfeiern mehr in den Aussegnungshallen der Städtischen Friedhöfe München. Sargbestattungen und Urnenbeisetzungen finden unter bestimmten Voraussetzungen auf den städtischen Friedhöfen statt, jedoch ohne die bei einer Sargbestattung übliche Aussegnung bzw. Urnentrauerfeier in den Aussegnungshallen.
     
  2. Die Beisetzung fällt unter das absolute Versammlungsverbot, wird jedoch ausnahmsweise gestattet. Die Sargbestattungen und Urnenbeisetzungen beginnen nur noch im Freien vor der Aussegnungshalle. Dann werden der Sarg bzw. die Urne im Trauerzug zur Grabstätte verbracht und dort beigesetzt.
     
  3. An der Bestattung dürfen nur noch die engsten Angehörigen teilnehmen, maximal 10 Personen. Die Teilnehmer müssen vorher schriftlich an das Bestattungsunternehmen gemeldet werden. Das Bestattungsteam und die oder der ggf. anwesende Geistliche zählen nicht dazu. Bei einem aktuellen Sterbefall sollte man sich daher frühzeitig überlegen, wer teilnehmen soll.
     
  4. Personen mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegsinfektion dürfen nicht an der Beisetzung teilnehmen.
     
  5. Abstand schützt. Es soll darauf geachtet werden, dass die teilnehmenden Personen möglichst einen Abstand von 1,5 m zueinander halten.
     
  6. Mikrofone sowie Lautsprecher- und Musikanlagen werden nicht mehr zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für Weihwasser und Erde.

Wir sind uns bewusst, dass diese Einschränkungen emotional sehr belastend sind. Sie sind aber dringend geboten, um das Infektionsrisiko in höchst möglichem Rahmen zu minimieren. Sie dienen neben dem Schutz aller Beteiligten vor allem auch dem Schutz der älteren Menschen, die zu der besonders gefährdeten Personengruppe gehören.

Die Städtischen Friedhöfe München werden ihrer Verantwortung gerecht, würde- und pietätvolle Bestattungen zu gewährleisten.

Die Friedhofverwaltung in der Damenstiftstraße sowie die Friedhofs- und Gräberverwaltungen auf den städtischen Friedhöfen haben keinen Parteiverkehr mehr und werden bis auf Weiteres geschlossen. Ausnahmen werden ausschließlich für den Grabnutzungserwerb im aktuellen Sterbefall zugelassen. Der Grabnutzungserwerb darf nur von EINER Person vorgenommen werden.

Aufgrund der derzeitigen Situation können außerdem bis auf Weiteres keine Friedhofsführungen angeboten werden.

Die Städtischen Friedhöfe München bitten auf Grund der außergewöhnlichen Lage um Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen.