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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Projektbeschreibung


Hintergrundinformationen „München – gesund vor Ort“

Die Gesundheit der Münchner Bürger*innen liegt der Landeshauptstadt am Herzen. Das Ziel des Projektes „München – gesund vor Ort“ ist es, die Möglichkeiten zu verbessern, um in unserer Stadt gesund leben zu können.

Da das in manchen Stadtbezirken leichter ist als in anderen, wurden vier Stadtbezirke ausgewählt, die von der Unterstützung besonders profitieren können. Bis 2022 werden mit Hilfe von Fachleuten und den Bürger*innen vor Ort neue Angebote und Maßnahmen zu gesunder Ernährung, Bewegung, psychischer Gesundheit und Suchtprävention entwickelt.

Abhängig vom Bedarf und den Bedürfnissen der Bewohner*innen können das Angebote für Kinder und Jugendliche, für Familien mit Kindern, für Eltern im Erziehungsurlaub, für Arbeitslose, Arbeitssuchende, Hartz IV-Empfängerinnen und Hartz IV-Empfänger oder Senior*innen sein. In jedem der vier ausgewählten Stadtbezirke gibt es eine Anlaufstelle, die das Projekt vor Ort begleitet und die Angebote koordiniert und unterstützt.
 

Folgende Stadtbezirke wurden ausgewählt:

Projekt Newsletter

Aktuelle Informationen über Maßnahmen, Veranstaltungen und weitere Neuigkeiten

Liebe Leser*innen,

mit unserem Newsletter möchten wir Sie regelmäßig über Maßnahmen, Veranstaltungen und andere Neuigkeiten rund um Gesundheitsförderung im Stadtteil informieren. 

Alle Newsletter stehen unten zum Download bereit.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das Projektteam „München – gesund vor Ort“

Newsletter im Überblick

Online-Gesundheitswegweiser geht in die Zielgerade

Der Online-Gesundheitswegweiser für Fachkräfte und für Bewohner*innen der Stadtviertel Moosach, Feldmoching-Hasenbergl, Ramersdorf-Perlach und Trudering-Riem geht in die Zielgerade: Ab Oktober 2021 soll er einen weitaus besseren Überblick über die gesundheitsbezogenen Versorgungseinrichtungen und Dienstleister in ihren Stadtteilen liefern als bisher.

Das hatten sich alle Teilnehmer*innen einer Bedarfserhebung im Zuge des Projekts „München – gesund vor Ort“ so gewünscht.

Damit der Wegweiser möglichst vollständig ist, haben Mitarbeiter*innen von „MAGs – Münchner Aktionswerkstatt Gesundheit“ relevante Praxen und Dienstleister in allen vier Projektgebieten aufgesucht, um Daten für eine Eintragung in den Online-Gesundheitswegweiser zu erfassen. Trotz der Corona-Pandemie war der Rücklauf gut, die Informationen werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Das Projekt „München - Gesund vor Ort“, das Ausgangspunkt für die Erstellung des Wegweisers ist, wird vom Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München noch bis Juni 2023 umgesetzt und von der AOK Bayern – Die Gesundheitskasse im Rahmen der Projektförderung „Gesunde Kommune“ gefördert. Der Gesundheitswegweiser wird in Zusammenarbeit mit MAGs erstellt.

Mit dem neuen Online-Gesundheitswegweiser werden Adressen und Zusatzinformationen von gesundheitsbezogenen Einrichtungen für jeden Stadtteil zusammengestellt. Neben den Adressen von Ärzten, Praxen und Beratungsstellen werden auch Fachgeschäfte und Dienstleister aufgenommen, die für Alle einen gesundheitlichen Mehrwert bieten, beispielsweise in Form von Fremdsprachenkenntnissen, barrierefreiem Zugang, Still- und/oder Wickelmöglichkeiten, Hausbesuchen, Fahr- und Bringdiensten oder Kinderbetreuung. Gelistet werden aber auch soziale Einrichtungen mit offenen, regelmäßigen gesundheitsförderlichen Angeboten wie Gedächtnistraining oder Gymnastik. Für Bewohner*innen ohne Internetzugang sollen zudem Anlaufstellen vor Ort gewonnen werden.

Weitere Informationen zu den Aufnahmemöglichkeiten für Ärzt*innen, Apotheken und anderen Gesundheitsdienstleistern in den Projektstadtteilen erteilt Meike Schmidt (MAGs) per Mail (m.schmidt@mags-muenchen.de) oder telefonisch unter 089 53295654.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unten angehängten Erhebungsbogen ausfüllen und uns zukommen lassen.

Erhebungsbogen Gesundheitswegweiser

Durchführung von Fachkräfteinterviews

Im Rahmen des Projekts wurde eine Bedarfserhebung durchgeführt. Im Zuge dessen wurden Interviews mit den vor Ort tätigen Fachkräften geführt.

Ziel: Ziel der Interviews war es, anhand der professionellen Erfahrungen und Sichtweisen der Fachkräfte vor Ort Aussagen zur gesundheitsbezogenen Angebotsstruktur sowie zu gesundheitlichen Bedarfen und Potentialen im jeweiligen Quartier zu erfassen. Ein weiteres Ziel dieser Interviews war es, die Gesundheitsmanagerinnen, die erst seit wenigen Monaten ihre Tätigkeit in den jeweiligen Stadtvierteln aufgenommen haben, im Quartier bekannt zu machen und mit relevanten Akteuren zu vernetzen. Dazu wurde ein forschungspragmatischer Ansatz gewählt, der sich an qualitativer Sozialforschung anlehnt, aber auch dem Vernetzungsanspruch gerecht wurde.

Rekrutierung: Zuständig für die Rekrutierung und Durchführung der Interviews waren die Gesundheitsmanagerinnen der vier ausgewählten Stadtbezirke Feldmoching-Hasenbergl, Moosach, Ramersdorf-Perlach und Trudering-Riem. Die Institutionen / Einrichtungen, in denen in den vier ausgewählten Bezirken Interviews stattfanden, lassen sich dem sozialen Bereich, dem Bildungsbereich und dem Gesundheitsbereich zuordnen. 

Durchführung: Im Herbst 2018 wurden durch die Gesundheitsmanagerinnen des Gesundheitsreferats insgesamt 69 Fachkräfteinterviews durchgeführt.

Die Fachkräfteinterviews wurden anhand eines strukturierten Leitfadens durchgeführt. Dieser kann unter unten stehendem Pfad abgerufen werden.

Gesprächsleitfaden Fachkräfteinterviews

Das Bild zeigt Jungs und Mädchen am Stand von "München - gesund vor Ort" beim Kinder- und Jugendfestival "JuKi" 2019.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Gesundheitsreferat

„München – gesund vor Ort“ beim Kinder- und Jugendfestival

Das Projekt „München – gesund vor Ort“ war am 6. Oktober 2019 beim Kinder- und Jugendfestival „JuKi – Da will ich hin!“ mit einem interaktiven Stand vertreten.

Etwa 5.000 Besucher*innen nutzten von 10 bis 17 Uhr die vielfältigen Mitmach- und Informationsangebote für die ganze Familie. Die Veranstaltung fand im neuen Stadtquartier Werksviertel-Mitte am Münchner Ostbahnhof statt.

Zahlreiche Institutionen und städtische Dienstleister*innen stellten Angebote u.a. zu den Themen Sport, Musik, Kunst, Umwelt, Gesundheit, Inklusion, Nachhaltigkeit, Bildung und Sozialem vor. Am Stand von „München – gesund vor Ort“ durften die Kinder und Jugendlichen bei einem Ernährungsquiz ihr Wissen testen und erhielten zur Belohnung leckere und gesunde Früchte. Interessierte konnten sich außerdem direkt bei den Gesundheitsmanagerinnen über das Projekt "München - gesund vor Ort" informieren.

Impressionen zum JuKi 2019

Das Bild zeigt Andrea Mager-Tschira bei der Begrüßung des Expertinnen- und Expertenworkshops am 22. Juli 2019 im Referat für Gesundheit und Umwelt.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Andrea Mager-Tschira begrüßt die Expertinnen und Experten
© Gesundheitsreferat

Erfolgreicher Expertinnen- und Expertenworkshop

Am 22. Juli 2019 hat das Gesundheitsreferat im Projekt „München – gesund vor Ort“ zu einem Expert*innenworkshop eingeladen.

Insgesamt waren 27 Expert*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen wie beispielsweise vom Bayerischen Landessportverband, REGSAM oder von freien Trägern bei dem Workshop vertreten.

Ziel der Veranstaltung war es, Einschätzungen, Handlungsansätze und fachliche Expertisen gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis zu generieren. Die Erkenntnisse werden im nächsten Schritt in die Maßnahmenplanung in die Stadtbezirke sowie in die Konzeption von weiteren Fachveranstaltungen einfließen.

Seit Projektbeginn im Sommer 2018 wurden in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Institut SINE die Bedarfe in den vier ausgewählten Stadtbezirken - unter anderem durch Befragungen von Fachkräften vor Ort sowie bei Workshops mit den Bewohner*innen – erhoben. Handlungsbedarf wurde dabei vor allem für folgende Zielgruppen identifiziert:

  • Ältere Kinder und Jugendliche
  • Junge Frauen und Mütter
  • Migrant*innen mittleren Alters
  • Senior*innen

Im Fokus des Expert*innenworkshops standen konkrete Lösungsansätze für diese Zielgruppen. Das Themenspektrum reichte von gesunder Ernährung über Bewegung & Bewegungsmöglichkeiten im Stadtteil bis hin zu Aspekten der psychischen Gesundheit. Neben der Vorstellung des Projekts und der zentralen Ergebnisse der Bedarfserhebung war die interaktive Arbeit in Foren zentraler Bestandteil der Veranstaltung. 

Kindergruppe mit unterschiedlichen Nationalitäten  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Blend Images - Fotolia.com

Ziele von „München – gesund vor Ort“

Das Ziel des Projektes „München – gesund vor Ort“ ist es, den Bürger*innen die wichtigen Themen Bewegung, Ernährung, psychische Gesundheit und Suchtprävention besser zugänglich zu machen. Dafür werden spezielle Angebote entwickelt, die sich an den Bedürfnissen der Bewohner*innen orientieren.

Die Ausrichtung und Zielsetzung des Projekts „München – gesund vor Ort“ folgt den nationalen Gesundheitszielen „Gesund aufwachsen – Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung“ und „Gesund älter werden“.

Hilfe für benachteiligte Gruppen:
Man weiß heute, dass Armut und soziale Benachteiligung körperlich und seelisch krank machen können. Verschiedene Faktoren sind hierfür von Bedeutung, z. B. der Bildungsstand, das Einkommen, das Wohnumfeld, das soziale Umfeld und gesundheitliche Belastungen, beispielsweise am Arbeitsplatz. Auch die Möglichkeiten und Fähigkeiten mit belastenden Lebensumständen umzugehen, sind nicht bei jedem gleich gut vorhanden. Gezielte Unterstützung, wie sie das Projekt „München – gesund vor Ort“ anstrebt, kann deutliche Verbesserungen für den Einzelnen bringen. Die Angebote werden sich daher besonders an Bürger*innen richten, die bislang wenig Zugang zu gesundheitsförderlichen Angeboten finden konnten.

Bedarfe und Bedürfnisse der Bürger*innen:
Die Angebote sollen die Bedarfe und Bedürfnisse der Bürger*innen möglichst lebensnah abbilden. Dafür werden einerseits Expert*innen nach den vorhandenen Themenschwerpunkten und Problembereichen befragt. Andererseits werden die Bewohner*innen im Sinne eines partizipativen Ansatzes ebenfalls eingebunden, um anhand der Vorschläge, Wünsche und Erfahrungen passgenaue Angebote entwickeln zu können. 

Das Bild zeigt das Logo der Gesundheitskasse AOK Bayern.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© AOK Bayern

Projektförderung

Das Projekt wird vom Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München zwischen Juli 2018 und Juni 2022 umgesetzt und von der AOK Bayern – Die Gesundheitskasse im Rahmen der Projektförderung „Gesunde Kommune“ nach §20a SGB V gefördert.

Laut Präventionsgesetz können Projekte Förderung beantragen, die auf die im Gesetz formulierten Ziele „gesund aufwachsen“, „gesund leben und arbeiten“ und „gesund im Alter“ ausgerichtet sind. Der Aufbau und die Etablierung solcher Strukturen hat nicht nur die Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken als Ziel. Vielmehr sollen die Möglichkeiten gestärkt werden, selbstbestimmt gesundheitsorientiert zu handeln. Daher richten sich die Maßnahmen nicht an einzelne Personen (im Sinne einer individuellen Gesundheitsförderung), sondern an Personengruppen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation, so genannten Lebenswelten, befinden. Eine Lebenswelt kann daher als soziales System betrachtet werden. Beispiele für Lebenswelten sind Wohnort, Schule, Arbeitsstätte, Familie, Freizeitmöglichkeiten und viele mehr. Für die Förderung durch Krankenkassen, in diesem Fall die AOK Bayern, ist insbesondere der Aufbau und die Förderung gesundheitsförderlicher Strukturen von großem Interesse. Obwohl Lebenswelten in der Regel einen anderen vorrangigen Zweck erfüllen als Gesundheitsförderung und Krankheitsvorbeugung (zum Beispiel ist der Zweck der Schule die Bildung oder Ausbildung), können dort die Bedingungen für Gesundheit und gesundheitsbewusstes Verhalten mitgestaltet werden.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
SG Koordination Gesundheitsförderung

Bayerstraße 28a
80335 München