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Ergänzende Informationen zur Überwachung von Schwimmbädern


Antworten auf häufige Fragen

 


Gründe für die hygienische Überwachung von Schwimmbädern:

Über das durch die Badegäste gemeinsam genutzte Beckenwasser, über die Barfußbereiche, die Sitzflächen und die Sanitärbereiche können grundsätzlich Infektionskrankheiten übertragen werden.
Zur Vermeidung der Übertragung von Krankheiten sind eine normgerechte Aufbereitung des Beckenwassers und kontrollierte Reinigung der Freibereiche zwingend erforderlich. Für die infektionsrelevanten Bereiche müssen die Betreiberinnen und Betreiber von Schwimmbädern sog. Hygienepläne anfertigen in denen die erforderlichen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen beschrieben werden. Zur Sicherstellung des hygienegerechten Betriebes, dessen Einhaltung bei regelmäßigen Kontrollen durch das Referat für Gesundheit und Umwelt geprüft wird, hat der Gesetzgeber im Infektionsschutzgesetz (IfSG) die Überwachung von Schwimmbädern vorgesehen.

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Gesetzliche Grundlagen für die Überwachung von Schwimmbädern:

Gemäß § 37 Abs. 2 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) muss das „Schwimm- und Badebeckenwasser …... so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch, eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist.“
Nach § 16 IfSG muss die zuständige Behörde (Gesundheitsamt - in München das Referat für Gesundheit und Umwelt) Maßnahmen zur Gefahrenabwehr treffen. Dazu ist Sie berechtigt, alle Räume, Anlagen und Einrichtungen sowie sonstige Gegenstände zu besichtigen.

Zudem sind die Betreiberinnen und Betreiber eines Schwimmbades gemäß den Vorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) verpflichtet, einmal jährlich die Trinkwasser-Installation auf Legionellen zu überprüfen. Hierbei darf der technische Maßnahmenwert für Legionellen (100 KBE/100 ml) gemäß Anlage 3 Teil II der TrinkwV 2001 nicht überschritten werden. Weitere Informationen rund um das Thema Trinkwasser finden Sie Internetauftritt des Referates für Gesundheit und Umwelt unter www.muenchen.de/trinkwasser

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Umfang der Überwachung der Schwimmbäder durch das Referat für Gesundheit und Umwelt:

Das Referat für Gesundheit und Umwelt prüft im Rahmen von routinemäßigen oder anlassbezogenen Ortsbesichtigungen bspw. nach Beschwerden stichprobenartig:

... die Einhaltung der Qualitätsvorgaben für das Beckenwasser.
Zu diesem Zweck werden in verschiedenen Betriebsteilen (Beckenwasser, Aufbereitungsanlagen) Wasserproben entnommen und dem Labor des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zur Untersuchung überstellt und die Aufzeichnungen aus der Eigenüberwachung der Betreiber geprüft.

... die Einhaltung der Anforderungen an die allgemeine Hygiene.
In diesem Zusammenhang werden u. a. die Reinigung und Desinfektion der Flächen im Nassbereich des Schwimmbades sowie der allgemeine bauliche Zustand unter hygienischen Gesichtspunkten begutachtet.

Im Rahmen des Überwachungsauftrages wird zudem der regelmäßige Eingang der Befunde aus der Eigenkontrolle der Schwimmbäder geprüft und eine Bewertung vorgenommen. Bei Überschreitung einschlägiger Richtwerte oder nachvollziehbaren Beschwerden von Badegästen werden im Benehmen mit den Betreiberinnen und Betreibern unverzüglich Maßnahmen zur Behebung der hygienischen Defizite veranlasst.

Zur Minimierung von hygienischen oder technischen Problemen nach Umbau oder Neubau von Schwimmbädern werden die Planungen im Rahmen des Genehmigungsverfahren bereits im Vorfeld durch das Referat für Gesundheit und Umwelt beurteilt.

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Für den hygienegerechten Betrieb von Schwimmbädern grundsätzlich zu beachtende Normen und Empfehlungen:

Die DIN Norm 19643 Teil 1-4 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ beschreibt die grundsätzlichen technischen Anforderungen und wurde zuletzt im November 2012 novelliert. Diese Norm gilt für alle "Wasserarten" (wie bspw. Trinkwasser, Meerwasser, Thermalwasser oder Heilwasser) in Schwimm- und Badebecken. Ziel dieser Norm ist es, eine gute gleichbleibende hygienische Wasserbeschaffenheit sicherzustellen, um eine Übertragung von Infektionskrankheiten über das Beckenwasser zu vermeiden.
Daneben beschreibt die Empfehlung des Umweltbundesamtes „Hygieneanforderungen an Bäder und deren Überwachung“ ausführlich die Aufgaben der Betreiberinnen und Betreiber sowie des zuständigen Gesundheitsamtes. Diese Empfehlung kann über den Download-Bereich bezogen werden ...

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Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Hygiene und Umweltmedizin
Umwelthygiene/-medizin

Bayerstraße 28a
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Fax:
089 233-47846
Postanschrift:

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