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Neues aus dem Umweltbundesamt


Aktualisierung der Empfehlung des Umweltbundesamtes zu Legionellen/Schwermetalle

Die bislang gültige Empfehlung des Umweltbundesamtes zur systemischen/orientierenden Legionellenuntersuchung in Trinkwasser-Installationen vom 23.08.2012 wurde zurück gezogen und durch die Neufassung vom 18.12.2018 ersetzt.
Auch die Empfehlung zur Beurteilung der Trinkwasserqualität für die Parameter Blei, Kupfer und Nickel aus 2004 wurde überarbeitet.

Aus aktuellem Anlass hat das Umweltbundesamt die bislang gültige Empfehlung zur Durchführung der systemischen/orientierenden Legionellenuntersuchung in Trinkwasser-Installationen vom 23.08.2012 zurück gezogen und mit Datum vom 18.12.2018 neu aufgelegt. Die diesbezüglich aktuelle Empfehlung des Umweltbundesamtes zur Umsetzung der Anforderungen nach § 14b der Trinkwasserverordnung trägt nun den Titel

"Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung - Probennahme,Untersuchungsgang und Angabe des Ergebnisses" (Stand: 18.12.2018)

Neben vielen Anpassungen/Verweisen auf die aktuelle Trinkwasserverordnung wurden unter anderem Hinweise zu folgenden Sachverhalten ergänzt:

  • Thema "Geltungsbereich": Für die weitergehende Untersuchung nach DVGW W 551 soll analog zur systemischen Untersuchung verfahren werden.
  • Thema "Festlegung der Probenahmestellen": Werden nicht alle Steigstränge beprobt, so ist die Repräsentativität der Auswahl der Probenahmestellen zu begründen.
  • Thema "Festlegung der Probenahmestellen": Explizit wird der UsI als Verantwortlicher für die Auswahl der Probenahmestellen benannt.
  • Thema "Festlegung der Probenahmestellen": Explizit wird darauf hingewiesen, dass nicht genutzte Wohnungen/Entnahmestellen nicht als repräsentativ für die systemische Untersuchung gelten.
  • Thema "Probenahme": Die Verantwortung der Labors, die Einbindung der Probenehmer sowie die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit wird beschrieben.
  • Thema "Probenahme": Die Notwendigkeit zur Bestimmung der Legionellen im Kaltwasser wird erläutert.
  • Thema "Probenahme": Eine Probenahme kann nur bei bestimmungsgemäßem Betrieb der TWI als repräsentativ gewertet werden.
    Eine temporäre Erhöhung der Warmwasserspeichertemperatur, Spülungen oder eine Desinfektion der Trinkwasser-Installation vor der Probennahme widersprechen vorsätzlich dem Schutzzweck der Untersuchung nach TrinkwV.
  • Thema "Analytik": Beschreibung der künftig anzuwendenden analytischen Verfahren und Auswertungen.
  • Thema "Bewertung der Ergebnisse": Verweis auf die derzeit gültigen Bewertungsmaßstäbe.

Die oben genannte Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Neben der Legionellen-Empfehlung hat das Umweltbundesamt auch die bisherige Empfehlung zur Probenahme für chemische Trinkwasseruntersuchungen - vorrangig Schwermetalle - aus dem Jahr 2004 überarbeitet.

Die nunmehr aktualisierte Empfehlung des Umweltbundesamtes trägt den Titel

"Beurteilung der Trinkwasserqualität hinsichtlich der Parameter Blei, Kupfer und Nickel" (Stand: 18.12.2018)

Neben dem bereits bekannten Sachstand enthält die aktualisierte Empfehlung des Umweltbundesamtes viele Anpassungen/Verweise auf die aktuelle TrinkwV und allgemeine Hinweise zu Untersuchungsparametern/-verfahren, zum Überwachungsauftrag der Gesundheitsämter, zur Erhebung/Bewertung von Befunden bei Neuinbetriebnahme sowie zu Maßnahmen im Falle von Grenzwertüberschreitungen.

Auch diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Beide Empfehlungen des Umweltbundesamtes stehen im Download-Bereich des Internetauftritts Trinkwasser kostenfrei zur Verfügung.