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Der HIV-Test im Überblick


Fragen und Antworten

Wie lange muss man warten, bis nach einem ungeschützten sexuellen Kontakt der Test durchgeführt werden kann?

Eine Wartezeit von sechs Wochen nach dem Risikokontakt ist ausreichend.
 

Wie sicher ist der HIV- Labortest?

Wenn das Testergebnis in Verbindung mit einem Bestätigungstest und gegebenenfalls einem Virusnachweis zwei Mal positiv ausfällt, ist der Nachweis einer HIV-Infektion gesichert. Wenn das Testergebnis in Verbindung mit einer Wartefrist von sechs Wochen seit dem Zeitpunkt eines ungeschützten sexuellen Kontaktes negativ ausfällt, liegt keine HIV-Infektion vor. Ein HIV-Test kann keine gesicherten Aussagen über eine eventuell stattgefundene HIV-Infektion innerhalb der letzten sechs Wochen vor dem Test machen.
 

Wie sicher ist der HIV-Schnelltest?

Bei einem sogenannten "HIV-Schnelltest“ werden Antikörper gegen HIV nachgewiesen. Das Ergebnis liegt innerhalb von 20 bis 30 Minuten vor. Im Gegensatz zum HIV-Labortest  müssen zwölf Wochen zwischen Risikokontakt und Test vergangen sein. "Schnell“ bedeutet beim Schnelltest lediglich, dass nach der Blutabnahme das Ergebnis schneller als beim herkömmlichen Labortest vorliegt, nicht aber, dass man sich schneller nach einem Risiko testen lassen kann.

Auch ein "reaktives" HIV -Schnelltestergebnis muss durch einen Suchtest und einen Bestätigungstest überprüft werden.

Die Beratungsstelle zu sexuell übertragbaren Infektionen einschließlich AIDS der Landeshauptstadt München bietet auch HIV-Schnelltests an.

Der HIV -Schnelltest kostet 26 Euro; der Betrag ist in bar zu bezahlen. Der HIV-Labortest bleibt weiterhin kostenlos.

Keinesfalls ist es empfehlenswert, einen Schnelltest zu Hause ohne entsprechende ärztliche Beratung durchzuführen.
 

Kann der direkte Virusnachweis (PCR) den Antikörpertest ersetzen?

Nein, in aller Regel nicht. In erster Linie dient der PCR-Test zur Absicherung eines positiven Suchtests und Bestätigungstests. Mit dem PCR-Test kann man möglicherweise  eine HIV-Infektion zu einem sehr frühen Zeitpunkt (zirka zwei bis drei Wochen) nachweisen. Wenn keine HI-Viren nachgewiesen werden können, sollte auf jeden Fall nach entsprechender Wartezeit ein HIV-Antikörpertest durchgeführt werden.       

Für den PCR-Test kommt die Krankenkasse nur auf, wenn eine medizinische Indikation vorliegt (beispielsweise bei Neugeborenen von HIV-positiven Müttern oder bei der Therapiekontrolle von  HIV-positiven Menschen zur Messung der Viruslast). In allen anderen Fällen müssen die Kosten (rund 100 bis 300 Euro) in der Regel selbst getragen werden.


Wie lange dauert es, bis nach der Blutentnahme das Testergebnis vorliegt?

HIV-Labortest: Nicht länger als eine Woche.

HIV-Schnelltest: zirka 20 bis30 Minuten.


Kann ich das Testergebnis telefonisch abfragen?

Nein. Sie müssen das Testergebnis persönlich abholen. Nur so können wir der ärztlichen Fürsorgepflicht nachkommen und Sie ausführlich beraten beziehungsweise im Krisenfall helfen.


Bleibt die Anonymität in jedem Fall erhalten?

Ja. Es werden keine persönlichen Daten erhoben, die schützenswert sind. Stattdessen vereinbaren wir lediglich eine Code-Nummer und ein Kennwort für die Zuordnung der Testergebnisse.


Benötige ich einen Termin für Beratung und Untersuchung?

Nein. Kommen Sie einfach während der Öffnungszeiten vorbei.

Fragen zu AIDS

Ist Oralverkehr riskant?

Ein Risiko besteht nur, wenn Sperma oder Vaginalsekret in den Mund gelangen. Eine Infektion über die Vorflüssigkeit des Mannes (sog. Lusttropfen) ist bisher nur selten beobachtet worden. Im einzelnen bedeutet dies:
 

  • Passive orale Befriedigung (Cunnilingus beziehungsweise Fellatio)

    Eine Infizierung ist nicht möglich, da die Sexualpartnerin bzw. der Sexualpartner im Bereich der Schamlippen / der Vagina und des Penis nur mit Speichel in Kontakt kommt, der aber nicht ansteckend ist.
  • Aktive orale Befriedigung

    Hier besteht ein Infektionsrisiko, da infektiöses Sperma oder Vaginalsekret in den Mund gelangen kann. Eine Ansteckung über den sog. Lusttropfen (s.o.) ist relativ unwahrscheinlich ("safer sex").

Generell gilt bei Oralverkehr: Verletzungen im Mund- und Rachenraum (Blutkontakte!) stellen ein besonderes Risiko dar.
 

Muss ich mich schützen, auch wenn ich keiner sogenannten "Risikogruppe" angehöre?

Ja. Es gibt keine "Risikogruppen", sondern nur risikoreiches Verhalten. Aus diesem Grund kann jede Frau und jeder Mann von einem HIV-Infektionsrisiko betroffen sein, wenn sie / er ungeschützten Sexualkontakt hat.
 

Kann man sich beim Küssen anstecken?

Nein. Speichel ist nicht ansteckend. Daher sind auch Zungenküsse kein Risiko, sofern keine blutende Wunde vorhanden ist (aufgesprungene Lippe, Lippenherpes, Zahnfleischbluten).
 

Wie lange ist das Virus außerhalb des menschlichen Körpers infektiös?

Mindestens so lange, bis das Blut, Sperma oder Vaginalsekret, in dem es vorhanden sein kann, vollkommen eingetrocknet ist. Dies kann möglicherweise mehrere Stunden dauern.
 

Ist Vaginalverkehr ohne Samenerguss ein Ansteckungsrisiko?

Ja. Nicht nur die Samenflüssigkeit kann HI-Viren enthalten, sondern auch der sog. "Lusttropfen", das Vaginalsekret und Blut (Menstruationsblut, kleinste Verletzungen der Vaginalschleimhaut oder der Haut am Penis).
 

Sind Kondome sicher?

Ja. Das HI-Virus kann die intakte dünne Latexhaut des Kondoms nicht durchdringen. Verwenden Sie nur Markenkondome mit Prüfsiegel. Bewahren Sie sie kühl und trocken auf und achten Sie auf das Verfallsdatum. In der Gebrauchsanweisung finden Sie Tipps zur richtigen Handhabung!

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Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
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80335 München

Fax:
+89 233 47839
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  • Wir bitten um Verständnis, dass wir bei sehr hohem Besucheraufkommen unsere Nummernausgabe für Erstberatungen vorzeitig beenden.



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