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Notfallmaßnahmen


Wenn das Kondom versagt...

Trotz aller Sorgfalt kann auch bei Safer Sex etwas schief gehen. Eine Panne mit dem Kondom muss jedoch nicht gleich in Panik versetzen, denn auch in diesem Fall lässt sich einiges tun.

Eine unerwünschte Schwangerschaft können Sie in den meisten Fällen mit der "Pille danach" verhindern, die Sie als Notmaßnahme innerhalb von maximal 72 Stunden einnehmen sollten. Gehen Sie deshalb möglichst schnell zu einer Frauenärztin oder zu einem Frauenarzt, zu einer Beratungsstelle (z.B. pro familia München) oder - speziell am Wochenende - zu Notdiensten oder zu einem Krankenhaus mit gynäkologischer Abteilung/Ambulanz.

Wenn das Kondom gerissen oder abgerutscht ist, sind folgende Maßnahmen sinnvoll:
 

  • Bei oralem Sex Samenflüssigkeit sofort ausspucken, den Mund ausspülen sowie Mund und Rachen mit möglichst hochprozentigem Alkohol nachspülen.
  • Bei Aufnahme von Samenflüssigkeit in die Scheide oder in den Enddarm ist äußerliches Abbrausen bzw. Pressen oder Stuhlgang ratsam, um die Samenflüssigkeit wieder zu entfernen. Nehmen Sie keine inneren Spülungen vor! Durch mögliche Verletzungen und tieferes Hineinspülen der Krankheitserreger wird die Infektionsgefahr eher erhöht als verringert.
  • Nach aktivem Vaginal- oder Analverkehr kann der Mann die Infektionsgefahr durch Urinieren und Abbrausen des Gliedes vermindern. (Dabei die Vorhaut zurückziehen!)


Wenn Sie mit einem HIV-positiven Partner zusammenleben, sollten Sie sich über zusätzliche Möglichkeiten beraten lassen, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.

Telefonberatung

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tel. 01805 555 444

Montag bis Donnerstag
10.00 bis 22.00 Uhr

Freitag bis Sonntag
10.00 bis 18.00 Uhr

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Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Zur Verhinderung einer HIV-Infektion ist als Sofortmaßnahme in besonderen Fällen auch eine medikamentöse Behandlung möglich. Allerdings können derzeit noch keine zuverlässigen Aussagen über die Wirksamkeit dieser Therapie getroffen werden.

Risikosituationen, nach denen eine Postexpositionsprophylaxe in Frage kommt, sind:
 

  • Ungeschützter analer oder vaginaler Geschlechtsverkehr mit einem bekannt HIV-positiven Menschen (zum Beispiel wegen eines gerissenen Kondoms) 
  • Ungeschützter Oralverkehr, wenn hierbei Samenflüssigkeit eines eindeutig HIV-infizierten Partners aufgenommen wurde 
  • Gebrauch von Spritzbesteck nachgewiesen HIV-infizierter Menschen.

Als Betroffene(r) sollten Sie zusammen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin umgehend die HIV-Ambulanz einer Klinik oder eine HIV-Schwerpunktpraxis aufsuchen. Die erste Einnahme von PEP-Medikamenten muss möglichst bald, am besten innerhalb von 2 Stunden nach einem Infektionskontakt erfolgen. Liegen bereits mehr als 72 Stunden zwischen der Exposition und dem möglichen Prophylaxebeginn, so kann nach derzeitigem Kenntnisstand eine Prophylaxe nicht mehr empfohlen werden.

Die Postexpositionsprophylaxe (PEP) können Sie tagsüber in den Imunambulanzen der Universitätsklinik München und der Technischen Universität München (IZAR) und den Münchner HIV-Schwerpunktpraxen erhalten. Nachts stehen Ihnen die Notambulanzen der oben genannten Kliniken zur Verfügung.

Kontakt

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Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz Infektionsschutz Meldewesen

Bayerstraße 28a
80335 München

Fax:
+89 233 47839
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Donnerstag
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STI-Ambulanz
(nur für Personen mit erschwertem Zugang zu einer ärztlichen Versorgung!)

Mittwoch
13.00 - 15.00 Uhr