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Prostituiertenschutzgesetz


Schild Prostitution mit Text: Anmeldung zur Gesundheitsberatung ab 1. Juni möglich  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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ProstSchG § 10

Gesundheitliche Beratung für Personen, die im Prostitutionsgewerbe tätig sind.

 

Das „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ (§10 ProstSchG), wird nach dem Willen der Bundesregierung zum 1. Juli 2017 bundesweit in Kraft treten.

 

Unbedingte Anmeldepflicht und Pflicht zur Gesundheitsberatung für alle Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter in Deutschland!

 

Ab dem 1. Juli 2017 müssen sich alle Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter in Deutschland amtlich registrieren lassen, egal ob die Sexarbeit „hauptberuflich“ oder nur „nebenbei“ ausgeübt wird. Die Anmeldepflicht gilt für alle Personen, die in Deutschland sexuelle Dienstleistungen gegen Geld erbringen.

 

Gesundheitsberatung, soziale Beratung und Kosten

Die gesundheitliche Beratung informiert über Krankheiten, Empfängnisregelung, Schwangerschaft sowie Risiken bei Alkohol und Drogengebrauch. Die Beratung kostet Sie 35 Euro in bar.

 

Anmeldung als Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter

Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Behörde der Städte. Bei welcher Behörde sie sich anmelden können, erfahren Sie bei der gesundheitlichen Beratung.

Nach der Beratung erhalten Sie eine Bescheinigung, dass Sie beraten wurden.

Die Bescheinigung ist auch zusätzlich mit Pseudonym („Künstlername“) erhältlich, um private Daten zu schützen.

 

Gültigkeit der Anmeldebescheinigung

Für Personen unter 21 Jahren gilt die Anmeldebescheinigung ein Jahr.

Für Personen über 21 Jahren gilt die Anmeldebescheinigung zwei Jahre.

 

Anmeldefristen

Personen, die sich nach dem 1. Juli 2017 für einen Einstieg ins Prostitutionsgewerbe entschließen, müssen die Gesundheitsberatung und die Anmeldung sofort durchführen.

Ohne erfolgreiche Registrierung darf zukünftig der Prostitution in Deutschland nicht mehr nachgegangen werden! Die erstellte Anmeldebescheinigung muss zukünftig bei Ausübung der Prostitution immer mitgeführt werden!

 

§ 37 Übergangsfristen

Personen, die bereits vor dem 1. Juli 2017 in der Prostitution tätig waren, haben bis zum 31. Dezember 2017 Zeit, sich anzumelden.

Achtung: Die gesundheitliche Beratung ist Voraussetzung zur Anmeldung der Tätigkeit im Prostitutionsgewerbe. Die Anmeldebescheinigung gilt für diese Personen drei Jahre.