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Chlamydien-Infektion


Chlamydien (Chlamydia trachomatis)

Genitale Chlamydien-Infektionen zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren, bakteriellen Infektionen in Westeuropa.

Die Übertragungswege sind die gleichen wie bei der Gonorrhoe (Tripper): infektiöse Körperflüssigkeiten kommen in Kontakt mit einer Schleimhaut im Mund-, Genital- oder Analbereich. Meistens liegen keine Symptome vor, bzw. die Symptome sind weniger ausgeprägt, so dass das Krankheitsbild häufig nicht erkannt und behandelt wird. Spätfolgen sind nicht ausgeschlossen. Genitale Chlamydieninfektionen sind die häufigste Ursache erworbener Unfruchtbarkeit in den westlichen Industrieländern.

Übertragungsrisiken

Die Übertragung erfolgt durch ungeschützten vaginalen, oralen oder analen Geschlechtsverkehr.

Betroffene Menschen können auch Monate nach der eigenen Ansteckung und ohne selbst Symptome zu spüren, ihre Sexualpartner infizieren. In der Schwangerschaft wird eine Screeninguntersuchung auf Chlamydien durchgeführt, da es während der Geburt zu einer Ansteckung des Neugeborenen kommen kann.

Symptome

Bei 70 bis 80 % der Frauen, aber auch bei vielen Männern, verläuft die Chlamydieninfektion ohne Symptome.

Ansonsten treten 1 - 3 Wochen, maximal 6 Wochen nach Ansteckung, Brennen beim Wasserlassen, Ausfluss aus Scheide, Harnröhre oder Anus, und bei Frauen Schmerzen im Unterleib, beim Geschlechtsverkehr und Störungen der Regelblutung auf.

Bei fehlender oder später Behandlung kann eine Chlamydieninfektion zu chronischen Unterleibsentzündungen und Unfruchtbarkeit führen. In Deutschland betrifft dies nach Schätzungen 100.000 Frauen.

Für Mädchen und Frauen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr werden die Kosten für einen Suchtest auf Chlamydien aus dem Urin von der Krankenkasse bezahlt.

Behandlung

Wegen der häufig geringen Symptome werden Chlamydieninfektionen oft nicht diagnostiziert.

Auch wenn vermutet wird, dass bei einem Teil der Erkrankten die Infektion trotz fehlender Behandlung spontan ausheilt, ist angesichts der erheblichen gesundheitlichen Folgen die Einnahme von Antibiotikum unbedingt erforderlich. Eine Chlamydien-Infektion erhöht, genau wie jede andere Geschlechtskrankheit, das Risiko, sich mit HIV anzustecken.

Wichtig ist auch eine Behandlung der Partnerin / des Partners! Geschlechtsverkehr sollte erst wieder aufgenommen werden, wenn bei einer Kontrolluntersuchung keine Chlamydien mehr nachgewiesen werden können.

Kontakt

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Infektionsschutz
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