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Gonorrhoe (Tripper)


Neisseria gonorrhoe

Die Gonorrhoe ist eine sehr ansteckende, sexuell übertragbare Erkrankung, die durch Bakterien (Neisseria gonorrhoe), auch Gonokokken genannt, hervorgerufen wird.

Übertragungsrisiken

Die Ansteckung erfolgt durch alle Arten des Geschlechtsverkehrs und über Sexspielzeug.

Es ist möglich, dass die erkrankte Mutter bei der Geburt ihr Kind infiziert. Hier kann, wie auch in seltenen Fällen beim Erwachsenen, die Augenbindehaut befallen werden.

Außerhalb der menschlichen Schleimhäute sind Gonokokken nicht lange lebensfähig. Eine Ansteckung über den Toilettensitz ist ausgeschlossen und über (feuchte) Handtücher extrem unwahrscheinlich.

Kondome können vor einer Ansteckung mit Neisseria gonorrhoe schützen - jedoch nicht zu 100 %. 2 Wochen nach einem Risikokontakt sollte eine Untersuchung durchgeführt werden.

Eine Gonorrhoe erhöht, wie jede andere Geschlechtskrankheit, das Risiko einer HIV-Infektion.

Symptome

Akute Erkrankung

Bei ca. 50 % der Frauen und 10 % der Männer treten gar keine Beschwerden auf. Ansonsten können folgende Krankheitszeichen beobachtet werden:
 

  • Weißlich-gelblicher Ausfluss aus der Harnröhre, der Scheide oder dem Enddarm
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Schmerzen und Schwellung der Hoden beim Mann bis zum Harnverhalt
  • Krämpfe oder Schmerzen im Unterbauch

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten von Beschwerden (Inkubationszeit) beträgt 1 - 14 Tage, im Mittel 2 – 6 Tage.

Chronische Erkrankung

Bei chronischer Verlaufsform kann es bei beiden Geschlechtern zu einer aufsteigenden Infektion kommen, die zu Unfruchtbarkeit führen kann. Weiterhin sind ein Befall der Gelenke sowie eine sogenannte disseminierte Gonokokken-Infektion (Ausbreitung der Erreger im gesamten Körper) möglich.

Die disseminierte Gonokokkeninfektion tritt bei 0,5 bis 3 % der Erkrankten auf. Betroffen sind überwiegend Frauen. Krankheitszeichen sind Fieberschübe, Gelenkschmerzen, Hauterscheinungen sowie eine Entzündung des Herzens, des Knochenmarks (Osteomyelitis) und der Binde- und Regenbogenhaut des Auges.
 

Abstrich

Eine Abstrichuntersuchung kann darüber Klarheit verschaffen, ob man sich angesteckt hat.

Um einen "Pingpong-Effekt" zu vermeiden, sollten sich auch die Sexualpartnerinnen und Sexualpartner untersuchen und ggf. behandeln lassen - auch dann, wenn sie keine Symptome haben! Bei negativem Befund kann eine Kontrolluntersuchung sinnvoll sein.

Behandlung

Eine frühzeitige Behandlung mit einem geeigneten Antibiotikum führt zu einem Ausheilen der Erkrankung.

Danach kann man sich immer wieder mit Gonorrhoe anstecken. Betroffene sollten so lange keinen Geschlechtsverkehr haben, bis in einer Laboruntersuchung keine Gonokokken mehr nachgewiesen wurden.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
Beratungsstellen STI

Bayerstraße 28a
80335 München

Fax:
089 233-47839
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Referat für Gesundheit und Umwelt
Gesundheitsschutz
Infektionsschutz
Beratungsstellen STI
Bayerstr. 28a
80335 München

Öffnungszeiten:

Aufgrund der aktuellen Situation durch das Corona-Virus-Infektionsgeschehen muss die STI-Beratungsstelle bis auf Weiteres geschlossen werden, um das medizinische Personal anderweitig einsetzen zu können. Wir bitten für diese Maßnahme um Ihr Verständnis.

Jedoch bieten wir bei Fragen zu sexuell übertragbaren Infektionen und Testmöglichkeiten ab 15.08.2020 an folgenden Tagen eine telefonische Sprechstunde an:

Montag bis Donnerstag
13.30 - 15.00 Uhr.